Cloud ist kein Selbstläufer – mit Masterplan zum Erfolg

Publish Date: 09/2021

Unternehmen müssen einem Masterplan folgen, insbesondere wenn sie mit der Cloud Erfolg haben wollen. Die Chancen stehen auch für Mittelständler in der Automobilindustrie besser denn je: Denn Ökosysteme wie Catena-X bieten großes Potenzial. Die Voraussetzung dafür: Cloud-Systeme.

 

Es ist die alltägliche Herkulesaufgabe der CIOs in mittelständischen Unternehmen: Trotz wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der IT-Abteilung sollen Innovationen auf den Weg gebracht und den Fachbereichen ihre Wünsche erfüllt werden. Die hauseigene IT muss Geschwindigkeit aufnehmen, um diese neuen Anforderungen schneller abbilden zu können.

Von der Roadmap über die IT-Strategie zu Innovationen (wie Cloud-Technologien)

Die Cloud ist in der Lage, zu mehr Geschwindigkeit der IT beizutragen, aber gleichzeitig auch ein Schlüsselelement der digitalen Transformation, das Innovation in Unternehmen erleichtern kann. Essentiell ist jedoch, dass eine unternehmensweite Cloud-Strategie sorgfältig in die übergeordnete IT-Strategie eingebettet ist und deren Umsetzung der Unternehmensstrategie (Digitale Transformation-Roadmap) folgt. Dies ist insbesondere für mittelständische Unternehmen sehr wichtig, um die Investitionen in digitale Transformation und Cloud-Lösungen möglichst zielgerichtet einzusetzen.

Viele Unternehmen haben bereits ein Stück weit mit der Cloud begonnen, egal ob sie durch Infrastracture as a Service (IaaS) bei einem Hyperscaler einsteigen oder per Software as a Service (SaaS) die gesamte Software in der Cloud betreiben, wie beispielsweise mit SAP S/4HANA Cloud für Automobilzulieferer. Doch zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass Cloud-Technologien nicht immer einer übergeordneten Strategie folgen:

  • Wird die Cloud als externes Rechenzentrum eingesetzt, bringt sie dem Unternehmen in Summe eher geringen Mehrwert. Moderne Entwicklungsmethoden und Applikationen kommen nicht zum Zuge. Microservices können genauso wenig genutzt werden wie APIs, die für den Datenaustausch essentiell sind. Ein Hebel-Effekt ist so nicht zu erwarten.
  • Nutzen Fachbereiche neue Services, ohne sich mit der IT-Abteilung abzustimmen, mag es vielleicht den einen oder anderen Quick-Win geben. Langfristig gesehen besteht die Gefahr, dass sich Unternehmen verzetteln.

Hybrides Szenario: Mensch und Technik fit machen für die Cloud

Mittelständische Automobilzulieferer setzen in der Regel auf klassischen Infrastrukturen auf, die durch Cloud-Lösungen erweitert werden. Die Legacy-Welt neben Cloud-Lösungen weiter zu nutzen, ist ein typisches Einsatzfeld in einer zunächst hybriden Zukunft von vielen Unternehmen:

  • Technologie: Die notwendige Geschwindigkeit in der IT für neue, innovative Themen bringt dann die Kombination aus dem Einsatz von Cloud-Plattformen, SaaS-Lösungen, neuen Methoden der agilen Software-Entwicklung und der Einsatz von Cloud-native Technologien wie etwa Infrastructure as a Code (IaC) sowie Micro- und Containerservices.
  • Unternehmenskultur: Mit einem Schalter lässt sich ein Unternehmen nicht in diese Zukunft bringen. Nicht nur die Technik muss modernisiert, auch die Unternehmenskultur wird sich ändern müssen. Mitarbeiter werden sich auf neue Arbeitsweisen und Methoden einlassen müssen. Erst dann werden Cloud-basierte Innovationen möglich, etwa Chatbots zum Einsatz kommen oder künstliche Intelligenz Muster in riesigen Datenmengen erkennen.

Klar ist: Innovationen lassen sich nicht mit einem Schalter umlegen. Sie müssen auf eine Zeitschiene gesetzt und nach und nach angegangen werden. Die Voraussetzungen sind individuell und orientieren sich in der Regel am Investitions-Life-Cycle der Infrastruktur sowie dem Modernisierungsbedarf bei Applikationen. Eine unternehmensweite Strategie für Innovationen und die Cloud ist dafür das A und O.

Mit der Cloud in Ökosysteme: Catena-X bindet KMUs wie Konzerne ein

Ein besonderer Mehrwert im Einsatz von Cloud-Technologien liegt darin, dass sie die Voraussetzung dafür schaffen, sich in Ökosystemen und Netzwerken zu engagieren: Um an entsprechenden Plattformen partizipieren zu können, müssen die eigenen Systeme Datenaustausch zulassen. Sie müssen integrationsfähig sein, etwa (Cloud-basierte) API-fähige Applikationen im Einsatz sein und die Prozesse sollten durchgängig digitalisiert sein. Unter vielen einzelnen Ökosystemen zwischen Zulieferern und OEMs ist Catena-X einer der vielversprechendsten Ansätze. Diese Plattform hat sich zum Ziel gesetzt, vom KMU bis zum Konzern alle Netzwerkpartner in ein leistungsfähiges Gesamtsystem einzubinden. Die Idee: Je mehr Daten aus verschiedenen Organisationen zur Verfügung stehen, umso größer ist der Mehrwert für alle teilnehmenden Unternehmen.

Kein Wunder also, dass auch Capgemini seit August bei Catena-X neben OEMs, Zulieferern und anderen IT-Dienstleistern und Beratungshäusern mit dabei ist. Gerade für Mittelständler bietet Catena-X eine große Chance, unkompliziert mit anderen Unternehmen aus der Automobilbranche zu kooperieren. Jedes Unternehmen kann mit eigenen Daten und Geschäftsmodellen dabei sein – allerdings nur dann, wenn die Cloud- und Innovationsstrategie steht und idealerweise auch einem Masterplan folgt.

Cloud-basierte Lösungen leisten hierfür einen wichtigen Beitrag und sind zudem ein wichtiges Glied in der Digitalisierungskette eines Unternehmens.

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