Warum wird Resilienz zum neuen Maßstab nachhaltiger Unternehmensführung und wie können Unternehmen diesen Wandel aktiv gestalten?

Wasserstress und Wasserknappheit, klimabedingte Störungen, Ressourcenengpässe und geopolitische Unsicherheiten machen den Aufbau unternehmerischer Resilienz zu einer strategischen Notwendigkeit. Nachhaltigkeit ist längst mehr als die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Sie entwickelt sich zu einer zentralen Managementdisziplin, die darauf abzielt, Klimaresilienz zu stärken, Ressourcen zu sichern und langfristiges Wachstum sowie Geschäftserfolg zu ermöglichen.

Unternehmen investieren daher zunehmend nicht nur in die Reduzierung von Emissionen, sondern auch in Anpassungsmaßnahmen, Strategien zur Ressourcensicherung und die Stärkung der Geschäftskontinuität. Gleichzeitig entwickelt sich Künstliche Intelligenz zu einem entscheidenden Enabler resilienter Nachhaltigkeitsstrategien. Sie schafft messbaren Mehrwert für Nachhaltigkeitsziele, bringt jedoch zugleich neue ökologische, ethische und Governance-bezogene Herausforderungen mit sich.

Die fünfte Ausgabe unseres aktuellen Reports, „A World in Balance 2026: The Resilience Reset“, basiert auf einer Befragung von 2.100 Führungskräften aus 701 Unternehmen in 13 Ländern, Interviews mit Nachhaltigkeits- und Business-Leadern sowie Erkenntnissen von 6.500 Verbraucherinnen und Verbrauchern weltweit.

Erfahren Sie in unserem exklusiven LinkedIn Live, wie Unternehmen Resilienz zum Wettbewerbsvorteil machen können, und diskutieren Sie die zentralen Erkenntnisse des Reports direkt mit unseren Expert:innen.

Die Zukunft nachhaltiger Wertschöpfung gestalten

Klima- und Wasserrisiken dürfen nicht ignoriert werden

Klimabedingte Störungen wirken sich zunehmend auf Geschäftsabläufe, Lieferketten und Wachstumsperspektiven aus. Fast neun von zehn Unternehmen (87 %) berichten von klimabedingten Unterbrechungen in ihren Lieferketten. Gleichzeitig gehen 61 % der Führungskräfte davon aus, dass Wasserknappheit innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer größeren Wachstumsbremse wird als die Verfügbarkeit von Energie. Dies treibt die Entwicklung umfassender Strategien zum Wasserrisikomanagement voran.

Nachhaltigkeit und Resilienz gehen Hand in Hand

Unternehmen erweitern ihre Nachhaltigkeitsprogramme über klassische Klimaschutzmaßnahmen hinaus und investieren verstärkt in Anpassungsstrategien, Ressourcensicherheit und Geschäftskontinuität. Fast zwei Drittel (64 %) haben ihre Nachhaltigkeitsprioritäten bereits neu ausgerichtet, während 78 % Energie- und Ressourcenresilienz in ihre Unternehmensstrategie integrieren.

Neuer und messbarer Geschäftswert

69 % der Unternehmen berichten von einem positiven Return on Investment (ROI) aus Nachhaltigkeitsinitiativen. 67 % verzeichnen sinkende Betriebskosten, und 64 % geben an, dass Nachhaltigkeitsinvestitionen zu steigenden Umsätzen beigetragen haben.

Was zwischen Ambition und Umsetzung steht

Der Nachhaltigkeitsreifegrad ist das zweite Jahr in Folge gesunken, während sich Verzögerungen bei der Erreichung von Net-Zero-Zielen deutlich erhöht haben. Viele Unternehmen kämpfen weiterhin mit fragmentierten Daten, eingeschränkter Transparenz entlang der Wertschöpfungskette und Schwierigkeiten bei der Skalierung ihrer Maßnahmen.

Die Kunst, nachhaltige KI erfolgreich einzusetzen

Unternehmen nutzen KI, um die Resilienz ihrer Lieferketten zu stärken, die Energieeffizienz zu verbessern, die Berichterstattung zu optimieren und Klimarisiken vorherzusagen. Obwohl 71 % der Befragten der Meinung sind, dass die Vorteile von Generativer KI deren ökologische Auswirkungen überwiegen, fehlt den meisten Unternehmen weiterhin die Transparenz über den Energie-, CO₂- und Wasserverbrauch ihrer KI-Anwendungen.

Fünf Prioritäten für Führungskräfte

Unternehmen sollten:

  • Ihre Klimaanpassungsplanung sowie die Wasserresilienz entlang ihrer Betriebsabläufe und Lieferketten stärken.
  • Nachhaltigkeitsstrategien über die reine CO₂-Reduktion hinaus erweitern und Anpassungsmaßnahmen, Ressourcensicherheit sowie Geschäftskontinuität integrieren.
  • Investitionen auf messbare und zukunftsfähige Unternehmensresilienz ausrichten, insbesondere durch Effizienzsteigerungen, Wachstum, Innovation und Risikominimierung.
  • Die Lücke zwischen Ambition und Umsetzung durch bessere Daten, stärkere Governance-Strukturen und leistungsfähigere operative Fähigkeiten schließen.
  • Künstliche Intelligenz gezielt für Nachhaltigkeitsinitiativen einsetzen, um messbare Fortschritte zu erzielen und gleichzeitig die Kontrolle über die ökologischen Auswirkungen von KI zu verbessern.

Der Report richtet sich an Führungskräfte, die Nachhaltigkeit und die Transformation ihres Unternehmens vorantreiben. Dazu zählen insbesondere Verantwortliche aus den Bereichen Strategie, Operations, Lieferkette, Einkauf, Risikomanagement, Produktentwicklung, Finanzen und Technologie. Er bietet praxisnahe Einblicke, wie Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele schneller erreichen, Klimaresilienz aufbauen und in einer zunehmend unsicheren Welt widerstandsfähiges sowie nachhaltiges Wachstum schaffen können.

Entdecken Sie, wie Nachhaltigkeit und unternehmerische Resilienz Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen von heute zu meistern, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen und welche Maßnahmen Branchenführer ergreifen. Mehr dazu erfahren Sie im Bericht „A World in Balance 2026: Der Resilienz-Reset“.