Programmieren als Karriereplan

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Wer Programmierer werden möchte, steht oft vor der Frage nach dem besten Einstieg für die geplante...

Das Erlernen einer Programmiersprache gilt mittlerweile als einer der vielversprechendsten Wege, seine beruflichen Chancen zu verbessern. Programmieren ist eine zukunftssichere Tätigkeit: Mit der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt das Berufsbild des Software Developers oder Engineers rasant an Bedeutung.1

Alleine bei Capgemini suchen wir dieses Jahr 1.400 neue Mitarbeiter, quer über alle Unternehmensbereiche hinweg, an allen Standorten, vom Einsteiger bis zum Experten und für ganz unterschiedliche Themenfelder. Die Nachfrage nach Software-Entwicklern ist extrem hoch und wird weiter steigen – ein gutes Argument, sich dem Programmieren zu widmen. Doch, wie wird man Programmierer, wo fängt man an? Um den Einstieg zu erleichtern, haben wir diesen praktischen Ratgeber verfasst.

Ziele definieren: In welche Richtung möchte ich gehen?

Die Wahl der richtigen Programmiersprache und des passenden Schulungsweges hängt wesentlich davon ab, welches Ziel Sie als Programmierer anstreben. Für die Webentwicklung kommen andere Sprachen und Ausbildungswege in Betracht, als etwa bei der Programmierung von KI-Anwendungen. Im ersten Schritt müssen Sie also herausfinden, welches Feld Sie persönlich reizt.

Die folgenden Berufsbilder sind aktuell äußerst gefragt und können eine erste Orientierungshilfe für angehende Informatiker geben:

  • Softwareingenieur
    Ein Software Engineer ist kein reiner Programmierer, sondern begleitet in IT-Projekten den gesamten Prozess von der Analyse über die Konzeption bis hin zur Projektumsetzung mit Testing, Implementation, Projektmanagement und Dokumentation. Als kreativem Generalist bietet sich ihm ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld. An Programmierkenntnissen sind beispielsweise Erfahrungen mit Java vorteilhaft.
  • Cloud Engineer
    Cloud-Services sind ein stark wachsender Bereich – Cloud Spezialisten sind dementsprechend sehr gefragt. Wer sich in diesem Bereich mit Software-Entwicklung befassen will, sollte sich nicht nur mit den unterschiedlichen Services auseinandersetzen (bspw. AWS, MS Azure Cloud, Google Cloud Platform), sondern auch Kenntnisse in bspw. Python, Java oder C# aufweisen.
  • KI-Softwareingenieure
    Wer sich mit der Programmierung von Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz beschäftigen möchte, sollte in Richtung Objektorientierung gehen. Vor allem Java und Python sind in diesem Feld gefragte Sprachen.
  • IT-Architekt / Software-Architekt
    Architekten sind in IT-Projekten meist die Allrounder, die den Überblick über alle Bereiche und Strukturen behalten müssen und dadurch eine Schlüsselrolle einnehmen. Wer dieses Berufsbild anstrebt, sollte viele Methoden, Technologien und Programmiersprachen kennenlernen, sich mit ihnen auseinandersetzen und ständig up-to-date bleiben. Zu den wichtigen Grundlagen im Bereich Programmierung gehören zum Beispiel C#, Java, JavaScript und Microsoft.NET.

Die hier angerissenen Jobs sind nur ein kleiner Ausschnitt von aktuell gefragten Berufsbildern. Es gibt selbstverständlich viele weitere Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B.:

Sie sehen: Den Programmierer gibt es nicht – das Feld verfügt über unglaublich viele Facetten. Finden Sie deshalb zunächst heraus, welcher Bereich Sie am stärksten anspricht, beispielsweise im Rahmen eines Praktikums oder einer Werkstudenten-Tätigkeit.

Welche Programmiersprache sollte ich lernen?

Am Anfang macht es definitiv Sinn, mit Sprachen zu beginnen, die zum einen leichter erlernbar sind als andere, und die sich zum anderen seit Längerem bewährt haben. So schaffen Sie zunächst eine Basis, auf der Sie aufbauen können und haben schneller erste Erfolgserlebnisse. Für den Beginn empfehlen sich beispielsweise Java, C# oder C++.

Python

  • vergleichsweise leicht zu erlernen
  • viele Online-Schulungsangebote
  • sehr beliebt in der Start-up-Szene
  • sehr gut für den momentan stark wachsenden Markt für KI-Anwendungen geeignet#

Java

  • aktuell die am weitesten verbreitete Programmiersprache
  • Java-Kenntnisse sind oft ein wichtiges Einstellungskriterium für Programmierer
  • universell einsetzbar, aber besonders für die App-Programmierung auf Android-Geräten geeignet
  • hohes Maß an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Plattformunabhängigkeit
  • jedoch nicht erste Wahl, wenn Performance an oberster Stelle steht

C

  • eine der ältesten verwendeten Programmiersprachen und daher weit verbreitet
  • kommt hauptsächlich für Hardware-nahes Programmieren und Desktop-Anwendungen zum Einsatz
  • das „Internet der Dinge“ setzt verstärkt auf C, z.B. bei Robotern, Automaten, Smart-Home-Anwendungen usw.

C++

  • objektorientierte Weiterentwicklung von C
  • moderne, universell einsetzbare Programmiersprache
  • besonders beliebt in der System- und Anwendungsprogrammierung
  • arbeitet gut mit anderen Sprachen zusammen

C#

  • sehr verbreitet unter Microsoft Windows
  • vergleichsweise einfach zu erlernen
  • kommt hauptsächlich für Desktop-Anwendungen zum Einsatz, z.B. für Computerspiele und Utilities

PHP

  • serverseitige Skriptsprache
  • u.a. zur Erstellung von dynamischen, datenbankbasierten Webseiten, die auf (My)SQL aufbauen
  • gehört zu den Sprachen, die mit am schnellsten weiterentwickelt werden
  • sehr beliebt in der E-Commerce-Welt

JavaScript

  • nicht zu verwechseln mit Java
  • wird dazu verwendet, Websites interaktiv zu gestalten
  • läuft in allen wichtigen Webbrowsern

Wo kann ich programmieren lernen?

Eigenstudium

Für praktisch jede Programmiersprache gibt es mittlerweile Online-Schulungsangebote, die teilweise sogar kostenlos sind: Codeacademy, Udemy und Treehouse gehören zu den bekanntesten; eine kleine Übersicht finden Sie hier. Auch Angebote von Fernuniversitäten und VHS können eine Überlegung wert sein, ebenso wie zahlreiche Anleitungen in Buchform.

Informatik-Ausbildung

Der Ausbildungsgang „Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung“ vereint kaufmännische und IT-Anteile. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, kann aber unter verschiedenen Voraussetzungen auf bis zu 2 Jahre verkürzt werden. Es empfiehlt sich, neben der Ausbildung auch privat kleine Programmierprojekte zu starten, die später als Arbeitsproben eine Bewerbung abrunden können.

Studium

Es gibt eine ganze Reihe von IT-Studiengängen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen, wie z.B. Wirtschaftsinformatik, Bioinformatik, Medieninformatik oder Eingebettete Systeme. Alle diese Studiengänge bieten auch Übungen zu unterschiedlichen Programmiersprachen an. Außerdem treffen Sie hier auf viele Gleichgesinnte, die bereits coden können oder es auch lernen wollen. Eine besonders gute, da praxisnahe Lösung stellen duale Studiengänge dar. Hier sammeln Studierende von Anfang an im Unternehmen praktische Arbeitserfahrung und vertiefen in Theoriephasen an der Universität ihr Wissen. Das bietet zum Beispiel auch Capgemini am Standort Stuttgart und Wolfsburg für duale Bachelor- und Master-Studierende der Fächer Informatik und Wirtschaftsinformatik an.

Berufliche Fortbildung

Gute Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern regelmäßig Fortbildungsmöglichkeiten in Sachen Programmierung. Das kann zum Beispiel auch interessant sein für Personen, die aus IT-nahen Fächern wie Physik oder Elektrotechnik kommen, und nun die Digitalisierung mitgestalten wollen. Auch für dezidierte Informatiker, die eine weitere Sprache erlernen wollen, sind solche Unternehmensfortbildungen eine tolle Option und häufig ein Karrieresprungbrett.

Eines muss aber klar sein: Egal für welche der genannten Methoden Sie sich entscheiden – Sie müssen damit rechnen, viel üben zu müssen – denn erst die Übung macht den Meister. Kontinuierliches Lernen, am besten „by doing“ gehört immer dazu.

Bei Capgemini programmieren lernen

Capgemini bietet Bachelor- und Masterabsolventen im Rahmen seines FastTrack-Programms zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, darunter auch viele zum Thema „Eine neue Programmiersprache lernen“. In Kombination mit weiteren Schulungsangeboten veranstaltet Capgemini über 200 Trainings pro Jahr – das umfasst virtuelle Trainings genauso wie Inhouse-Schulungen. Und die Mitarbeiter haben jederzeit Zugriff auf eine riesige Vodcast- und Podcast-Bibliothek zum Selbstlernen. Weitere Angebote umfassen internationale Austauschprogramme, Kooperationen mit Universitäten und Zertifizierungsprogramme. Wer programmieren und andere IT-Skills lernen möchte, ist bei Capgemini also bestens aufgehoben.

Wenn Sie sich jetzt auch überlegen, Ihre Programmierkenntnisse bei Capgemini zu vertiefen, dann informieren Sie sich jetzt über unsere zahlreichen Einstiegsmöglichkeiten oder bewerben Sie sich direkt auf unsere FastTrack-Stelle. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage.

 

1 https://www.handelszeitung.ch/digitalisierung/diesen-19-it-jobs-gehoert-die-zukunft-1060898

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