Open Data Maturity Report 2021

Den Wert offener Daten für Bürgerinnen und Bürger in Europa maximieren

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Unsere jährliche Analyse des Reifegrads von Open Data in Europa zeigt, dass die europäischen Staaten weitere Fortschritte bei der Veröffentlichung und Wiederverwendung offener Daten erzielt haben.

Besserer Zugang zu eingängig aufbereiteten Daten

Der neueste Open Data Maturity Report der Europäischen Kommission zeigt, dass die EU-Staaten die Auswirkungen und den Wert von Open Data immer besser verstehen und messen. Im Jahr 2021 zeigte sich ein klarer Trend zu intensiver Forschung, welche den Effekt offener Daten quantifiziert und überprüft. Damit kann ihre gesellschaftliche und ökonomische Wirkung besser erfasst werden. Die Studie wurde im Auftrag von data.europa.eu von einem Konsortium unter der Leitung von Capgemini Invent durchgeführt.

Der Bericht der Kommission für das Jahr 2021 setzt ein 2015 begonnenes jährliches Benchmarking fort. Er bietet 34 teilnehmenden Ländern eine Bewertung ihres Open-Data-Reifegrads und dokumentiert die Fortschritte jedes Landes im Vergleich zum Vorjahr.

Der diesjährige Open-Data-Bericht zeigt im europäischen Durchschnitt Verbesserungen über alle vier gemessenen Dimensionen hinweg: Policy, Impact, Portal und Qualität. Insgesamt verzeichnet die Studie einen europaweiten Reifegrad von 81 Prozent – eine Steigerung von 3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Bewertung von 97,5 Prozent ist Frankreich das Land mit der fortschrittlichsten Open-Data-Strategie in Europa.

Trends zum gesellschaftlichen Mehrwert von Open Data

Der diesjährige Open Data Maturity Report verzeichnet drei Trends, die sowohl den Mehrwert von Open Data verdeutlichen als auch die Notwendigkeit für die Länder in Europa, zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen:

  • Viele EU-Mitgliedstaaten zeigen ihr Engagement für Open Data, indem sie den Inhalt der Open-Data-Direktive[1], welche die Weiterverwendung von offenen Daten und Informationen des öffentlichen Sektors regelt, in nationales Recht umsetzen.
  • Im vergangenen Jahr wurde die Forschungsarbeit intensiviert, die sich mit den Auswirkungen von Open Data auf die Gesellschaften und Volkswirtschaften in Europa befasst, um diese zu quantifizieren.
  • Mit der Notwendigkeit, auf die COVID-19 -Pandemie zu reagieren, haben viele Staaten begonnen, damit zusammenhängende Daten zu veröffentlichen und sie für europäische Bürger*innen verständlicher aufzubereiten. Dazu zählen etwa nationale Impfraten, Produktionskapazitäten für Impfstoffe, die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung oder Kapazitäten in der Intensivpflege.

[1] “Directive (EU) 2019/1024 of the European Parliament and of the Council”, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:32019L1024&from=EN