Event

ArchitekturForum München

26. November 2026

Wir freuen uns, Sie zum 19. ArchitekturForum begrüßen zu dürfen.

Das ArchitekturForum findet seit 2008 jährlich statt und hat sich zu einer Plattform für den Erfahrungsaustausch von IT-Architekten entwickelt. Die Veranstaltung, bei der aktuelle IT-Themen und -Trends kritisch und umfassend beleuchtet werden, soll den Austausch der Unternehmen untereinander fördern und das bestehende Netzwerk der IT-Architekten ausbauen.

Die Enterprise Architektur steht vor einer Disruption: Agentic AI verändert nachhaltig, wie Unternehmen ihre Systemlandschaft gestalten. Gleichzeitig rückt die Souveränität noch stärker ins Zentrum angesichts der zunehmenden Abhängigkeit von den großen Sprachmodellen. Es gilt, neue Wege zu finden, um Innovationskraft, Sicherheit und Kontrolle gleichermaßen zu schaffen.

Wir möchten diese Herausforderungen und Chancen mit Ihnen diskutieren.

Agenda und Abstracts ArchitekturForum München

Dr. Eldar Sultanow, AI-Architect, Capgemini

Dr. Eldar Sultanow, AI-Architect, Capgemini

KI kann fast alles und genau darin liegt das Problem. Diese Keynote zeigt dir, wann du ihr folgen und bewusst dagegen handeln solltest.

Marie-Kristine Kippar, Head of Channel & Alliance, G DATA Cyber Defense

Carsten Breithaupt, Head of Enterprise Architecture, Lufthansa

Mit dem Tec Companion schafft die Lufthansa Group einen zentralen KI-gestützten Zugang zu Wissen, Orientierung und Unterstützung für ihre IT-Community. Die Session zeigt, wie aus einem Chatbot ein echter Begleiter im Arbeitsalltag wird und welche Architektur-, Governance- und Skalierungsfragen dabei in einem komplexen Konzernumfeld gelöst werden müssen.

Marco Bichel, Geschäftsführer, SERVIEW GmbH

Agentic AI verändert die Spielregeln:
KI unterstützt nicht mehr nur Menschen, sondern übernimmt zunehmend eigenständig Aufgaben, trifft Entscheidungen und steuert Services.
 
Damit verschiebt sich die zentrale Frage von „Was kann KI?“ zu „Wie behalten wir die Kontrolle?“
 
Mit HUCAISM® – Human Centered AI Service Management hat SERVIEW ein Framework entwickelt, das genau hier ansetzt. Es verbindet die Möglichkeiten autonomer KI mit klarer Governance, menschlicher Verantwortung und konsequenter Wertorientierung.
 
Der Vortrag zeigt, warum technologische Souveränität künftig nicht allein durch Architektur und Plattformen entsteht – sondern durch die Fähigkeit, Menschen, KI-Agenten und Services in einem gemeinsamen Steuerungsmodell zu orchestrieren.

Markus Straub (Leitender Architekt EAM), Martin Schmid (Leiter I-HUB (Innovation-Hub)), Michael Vöhringer (Leiter KI.KOM (KI-Kompetenzstelle)), Polizei Baden-Württemberg

Souveränität ist für uns keine Wertedebatte, sondern Handlungsfähigkeit: selbst entscheiden zu können über Technologie, Daten, KI-Modelle und Betrieb – auch wenn Anbieter, Lieferketten oder Politik über Nacht die Regeln ändern. Das kostet: Exit-Fähigkeit statt Bequemlichkeit, höhere Erstinvestitionen, neu gedachte Vergaben, Kompetenzaufbau im eigenen Haus statt im Vertrag. Vier Learnings: Souveränität entsteht durch Marktgestaltung, nicht durch Verzicht. Sie ist Teamsport – allein gewinnt sie niemand. Sie ist seit den geopolitischen Verwerfungen Pflicht statt Kür, und ein früher Einstieg schafft Vorsprung, der ohne Mitzieher schnell wieder aufgezehrt ist. Der Beitrag zeigt aus Sicht von Architektur, KI und Innovation, was getragen hat, was nicht – und was das für Zielbilder, Beschaffung und Governance bedeutet.

Matthias Küch, Florian Hofmann, Jens Grote, Lead Enterprise Architects, Senior Strategy Consultants DB Systel

Heute wird Governance bei der Deutschen Bahn primär über Word-Dokumente, Excel-Tabellen und PDFs kommuniziert und nachgewiesen. Gleichzeitig wächst die Anzahl regulatorischer Anforderungen, interner Vorgaben und erforderlicher Nachweise kontinuierlich. Mit der steigenden Komplexität und Menge dieser Regelwerke stößt der dokumentenzentrierte Ansatz zunehmend an seine Grenzen.
 
Gleichzeitig bietet uns agentische AI völlig neue Perspektiven. Komplexe Sachstände können schnell ausgewertet und aufbereitet werden. Auf Basis von AI kann Governance automatisiert werden. Dabei soll die Verantwortung beim Menschen bleiben: Der Agent prüft, der Mensch entscheidet.
 
Der entscheidende Schritt besteht darin, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen: Governance vom Medium zu lösen und Vorgaben als strukturierte, maschinenlesbare Regeln zu formulieren. Damit entwickelt sich Governance von statischer Dokumentation zu einem aktiv nutzbaren Regelwerk.

Ihr Ansprechpartner

Eldar Sultanow

Dr. Eldar Sultanow

Enterprise Architect, Capgemini
Dr. Eldar Sultanow hat langjährige Praxiserfahrung in der Softwareindustrie, insbesondere in den Bereichen JEE, Electronic/Mobile Commerce, Track-&-Trace und Auto-ID im Pharmabereich. In einem zwischenstaatlichen Projekt hat er eine Plattform mit konzipiert, an der internationale Finanzinstitute angeschlossen sind. Aktuell ist Eldar Sultanow als technischer Chefdesigner in einem der größten öffentlichen IT-Verfahren aktiv, das hunderttausende Transaktionen pro Tag mit einem Jahresvolumen von über 25 Milliarden EUR vollzieht.

    Video-Impressionen vom letzten Jahr