Wie Unternehmen ein neues Gleichgewicht zwischen Resilienz, Investitionen und industrieller Wettbewerbsfähigkeit herstellen

The resurgence of manufacturing: Reindustrialization of Europe and the US – 2026, die dritte Ausgabe der jährlichen Studie des Capgemini Research Institute, untersucht, wie Unternehmen ihre Fertigungs- und Lieferkettenstrategien in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld neu ausrichten. Seit 2024 haben wiederholte Störungen – von pandemiebedingten Auswirkungen über geopolitische Konflikte bis hin zu wachsenden Herausforderungen im Energiebereich – einen Wandel von kurzfristiger Kosteneffizienz hin zu Resilienz, Souveränität und strategischer Kontrolle beschleunigt.

Im Jahr 2026 verfügen fast drei Viertel der Unternehmen über eine Reindustrialisierungsstrategie oder sind dabei, eine solche zu entwickeln. Trotz starker strategischer Absichten sind die geplanten Investitionen – abgesehen von hochstrategischen Bereichen wie Halbleiter und Verteidigung – jedoch aufgrund politischer Unsicherheiten und Zollkonflikte, eines düsteren wirtschaftlichen Umfelds sowie einer restriktiveren Kapitalzuweisung zurückgegangen. Dieser Bericht untersucht, wie sich Reindustrialisierungsstrategien in den verschiedenen Regionen entwickeln und wie Technologie den industriellen Wandel beschleunigt.

Die Studie stützt sich auf eine Umfrage unter mehr als 1.200 Führungskräften aus 13 Branchen und 11 Ländern in Europa und den USA, ergänzt durch ausführliche Interviews mit Führungskräften. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen:

  • Das Engagement für die Reindustrialisierung ist nach wie vor groß, doch die Investitionen erfolgen zunehmend selektiv. Unternehmen legen weiterhin großen Wert auf Resilienz und Risikominderung und verfolgen dabei eher pragmatische, kapitaleffiziente Ansätze als breit angelegte Reshoring-Initiativen.
  • Europa und die USA schlagen unterschiedliche Wege ein. In den USA fördern die Politik der Bundesregierung, Zölle und Anreize die inländische Produktion und ziehen Investitionen aus dem Ausland an. In Europa treiben höhere Energiepreise, Arbeitskosten und eine uneinheitliche Regulierung Unternehmen dazu, auf „Friendshoring“ zu setzen.
  • Neue globale Produktionszentren gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die meisten Unternehmen verfolgen gegenüber China einen pragmatischen Ansatz, indem sie ihre Aktivitäten neu ausrichten, anstatt sich abrupt aus dem Land zurückzuziehen. Da Unternehmen bestrebt sind, ihre Lieferketten im Rahmen diversifizierter Ökosysteme neu auszurichten und umzugestalten, verstärken sie im Jahr 2026 ihre Präsenz in Indien, dicht gefolgt von Vietnam, Mexiko und Kanada.
  • Technologie, insbesondere KI, ist ein entscheidender Faktor – doch der Fachkräftemangel bleibt ein Hemmnis. KI/Generative KI, digitale Zwillinge, Automatisierung, Robotik, IIoT und Edge-Computing verbessern die Produktivität, Flexibilität und Ausfallsicherheit, insbesondere in technologieintensiven Greenfield-Werken. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften im industriellen und digitalen Bereich schränkt jedoch die Skalierbarkeit ein.
     

Dieser Bericht ist besonders relevant für Führungskräfte aus den Bereichen Wirtschaft und Technologie in den Bereichen Fertigung, Betrieb, Lieferkette, Beschaffung, Forschung und Entwicklung sowie Innovation, Finanzen und Personalwesen sowie für Geschäftsführer, politische Entscheidungsträger, Investoren und Analysten, die sich einen ganzheitlichen Überblick über die Reindustrialisierung verschaffen möchten.

Um in Zeiten geopolitischer Unsicherheit, Schwankungen in der Lieferkette und knapperer Kapitalressourcen erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen:

  • ein ganzheitliches Bewertungsmodell, das Kosten, Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit gegeneinander abwägt, um Entscheidungen zur Reindustrialisierung zu bewerten, verwenden.
  • Hybride Rightshoring-Strategien umsetzen, um die Kapitalauslastung zu optimieren und die operative Eigenständigkeit zu stärken
  • adaptive und von Grund auf digital ausgerichteter Fertigungssysteme entwickeln
  • Nachhaltige Fertigung nutzen, um die Widerstandsfähigkeit der Industrie zu stärken
  • In die Kompetenzen einer hybriden Belegschaft investieren und eine effektive Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI fördern

Erfahren Sie, wie Unternehmen in Europa und den USA ein neues Gleichgewicht zwischen Resilienz, Kosten und Wettbewerbsfähigkeit herstellen.