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Asset Intelligence: Schlüssel zu höherer Effizienz in der industriellen Produktion

Björn Heidrich
09. Jan. 2023
capgemini-invent

Asset Intelligence Lösungen tragen durch optimierte Instandhaltungsabläufe und -intervalle nicht nur zu geringeren Instandhaltungskosten bei.

Sie verringern außerdem auch Produktionsverluste und verlängern die Lebenszeiten von Maschinen und Anlagen. Zusätzlich werden Lagerbestände von Ersatzteilen reduziert. Sie stellen somit einen wichtigen Hebel zur Erreichung von Effizenz-, Finanz- und Umweltzielen für produzierende Unternehmen dar. Doch was sind Asset Intelligence Lösungen und warum werden diese in Unternehmen noch nicht flächendeckend eingesetzt?

Was ist Asset Intelligence?

Insbesondere Innovationen in den Bereichen industrieller Sensor- und Softwaretechnologie, wie Wireless Sensoren, schaffen neue Möglichkeiten bei der Optimierung der Instandhaltungsplanung und ‑aufwände. Das durch Sensor- und Softwaretechnologie unterstützte datenbasierte Management von Anlagen und die Optimierung der entsprechenden Instandhaltung fassen wir bei Capgemini Invent zu „Asset Intelligence“ zusammen. Asset Intelligence hat das Ziel, das wirtschaftliche Optimum zwischen Anlagenverfügbarkeit und Kosten zu erreichen. Asset Intelligence Lösungen ermöglichen dabei datenbasierte Use Cases wie Condition Monitoring, regelbasierte Instandhaltung oder Predictive Maintenance.

Datenbasiertes Management von Anlagen

Welches Potenzial hat Asset Intelligence?

Dass produzierende Unternehmen im branchenübergreifenden Durchschnitt jährlich ca. 14 Tage Produktionsverlust durch ungeplante Anlagenausfälle erleiden [1], zeigt das Potenzial für die Steigerung der Anlagenverfügbarkeit von Asset Intelligence Lösungen. Diesem hohen Produktionsverlust steht gegenüber, dass mindestens 41% der Unternehmen mehr als 10% ihres Betriebsbudgets in die Instandhaltung investieren [2], wodurch die wirtschaftliche Dringlichkeit einer optimierten Instandhaltung ersichtlich wird. Obwohl Asset Intelligence Lösungen die Anlagenverfügbarkeit signifikant erhöhen können, zeigen unsere Erfahrungen, dass diese entweder nicht eingeführt werden oder im Proof of Concept Status einer Produktionsanlage oder -standorts verbleiben und nicht unternehmensweit skaliert werden. Dadurch bleiben große Potenziale weitestgehend ungenutzt.

Warum werden die Potenziale nicht ausgenutzt?

Die Hürden bei der Einführung und Skalierung können vielseitig sein. Häufig ist dies jedoch auf stark variierenden Voraussetzungen an unterschiedlichen Standorten zurückzuführen. Dies sind beispielsweise unterschiedliche und historisch gewachsene (IT‑)Infrastrukturen, verfügbare und genutzte Software sowie Mitarbeiterqualifikationen. Zusätzlich spielen eine fehlende zentrale Koordination und begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen eine Rolle. Unser bewährter Ansatz setzt hier an und ermöglicht eine bedarfs- und wertbasierte Einführung und Skalierung von Asset Intelligence Lösungen auf einer strategischen Basis.

Wie helfen wir diese Herausforderungen zu überwinden?

In der ersten Phase unseres Ansatzes wird die aktuelle Reife analysiert und Quick-Wins realisiert. Anschließend wird der strategische Rahmen durch unser Maintenance Operating Model, für die Implementierung und Skalierung geschaffen. Die Implementierung und Skalierung wird anhand von KPIs überwacht und ausgesteuert um das Ziel des Optimums aus Anlagenverfügbarkeit und Kosten zu erreichen.

Zur effizienten und zielgerichteten Durchführung von Projekten können wir auf bereits bewährte Assets und Methodiken zurückgreifen. Dies umfasst unter anderem diese vier:

  • Unser Maturity Assessment zur Identifizierung Ihrer unternehmens- und standortbezogenen Reife in verschiedenen Dimensionen, wie z.B. strategische Basis, Prozesse und digitale Unterstützung, als Startpunkt für die anschließende Optimierung.
  • Unser Maintenance Operating Model, welches sich in die bisherige Organisation eingliedert, notwendige Fähigkeiten definiert und den strategischen Rahmen zur Umsetzung von Asset Intelligence Lösungen im gesamten Unternehmen definiert. (s. beispielhafte Abbildung)
  • Frühe Priorisierung von Standort und Assets auf Basis von z.B. Business Case, Asset-Kritikalität oder Umweltauswirkungen um einen Fokus auf wertbringende Verbesserungen zu legen
  • Standortspezifische Entwicklungspläne, welche die Voraussetzungen und zukünftigen Anforderungen für jeden Standort berücksichtigen und so einen individuellen „Fahrplan“ festlegen (s. beispielhafte Abbildung)

Unser bewährter Ansatz mit den vorgestellten Assets und Methodiken ermöglicht es somit zielgerichtet und langfristig die Kosten zu senken, Umweltauswirkungen zu reduzieren, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und die Kapitalbindung durch Ersatzteile zu senken. Gerne helfen wir auch Ihnen, die entsprechenden Potenziale in Ihrer Produktion zu finden und gemeinsam zu realisieren.

Vielen Dank an den Co-Autor Marc Goldmanns.

[1] https://www.senseye.io/blog/predictive-maintenance-roi

[2] https://www.plantengineering.com/articles/the-maintenance-function-like-manufacturing-itself-is-a-rapidly-changing-environment/

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Autor

Dr. Björn Heidrich

Director, Head of Asset Lifecycle Management | Capgemini Invent