Im Interview sprechen die beiden Capgemini-Mitarbeiter Alexander Gmyrek und Jana-Kristin Grahm über die aktuellen Trendthemen Design Thinking und Prototyping. Darüber hinaus erzählen sie mehr zu ihrem gemeinsamen Workshop bei unserem diesjährigen expedITion Summit und warum sich die Bewerbung dafür lohnt. Der expedITion Summit ist übrigens das größte Karriere-Event für Absolventen von Capgemini und findet vom 18. bis 20. Juli 2018 in Frankreich statt – dem Standort unseres Headquarters und Heimatland unseres Gründers Serge Kampf.

Jana, du bist Lead Business Analystin. Und Alexander, du übernimmst bei Capgemini die Rolle des Managing Enterprise Architect. Könnt ihr kurz erklären, was euch an eurem Job am meisten reizt?

JG: Als Lead Business Analyst für die Automobilbranche finde ich die Zusammenarbeit mit Kunden und meinen internationalen Kollegen sehr spannend. Auch die flexiblen Entwicklungsmöglichkeiten und Freiheiten, die Capgemini bereits Berufseinsteigern bietet, sind toll.

AG: In meiner Funktion als Managing Enterprise Architect, ebenfalls im Bereich Automotive am Capgemini Standort Stuttgart, habe ich in verschiedensten Projekten mit vielfältigen Menschen, Abteilungen und Zielvorstellungen zu tun. Als Architekt bin ich dafür verantwortlich, innovative Lösungen mit dem Kunden so auszugestalten, dass sie für alle Parteien zum bestmöglichen Ergebnis führen. Das ist jedes Mal eine echte Herausforderung und das reizt mich persönlich am meisten.

Design Thinking und Prototyping

Ihr setzt in eurem Job die Methoden Design Thinking und Prototyping bei der Softwareentwicklung ein. Wie können wir uns das vorstellen und was sind die Vorteile davon?

AG: Wer Design Thinking als Methode einsetzt, stellt bei der Softwareentwicklung den Endnutzer und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Für unsere agile Softwareentwicklung spielt es eine entscheidende Rolle, welche Probleme die jeweilige Zielgruppe hat und wie wir diese am besten lösen können. Der erste Schritt besteht bei Design Thinking immer darin, sich in die Nutzer hineinzuversetzen und ihre Probleme und Bedürfnisse zu verstehen. Ziel ist es daher, den Endnutzer direkt in den Produktentstehungsprozess zu involvieren, um ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln, das der Endnutzer dann auch tatsächlich gerne verwendet.

In sogenannten „Design Sprints“ schaffen wir uns daher erst einmal über Interviews mit ausgewählten Usern ein gemeinsames Verständnis für die Probleme. Dabei müssen wir auch aufpassen, dass wir sie richtig interpretieren – kritische Reflexion ist also gefragt. Auch bei der folgenden Generierung von Lösungsideen ist der Endnutzer dann mit an Board.

JG: Wir arbeiten hierbei in interdisziplinären Teams aus unterschiedlichen Fachbereichen und erörtern in Workshops gemeinsam vielfältige Herangehensweisen zur Problemlösung – das ist ein wichtiger Aspekt von Design Thinking. Insbesondere bei neuen, innovativen Ideen entwickeln wir in der Folge Prototypen und prüfen sie gemeinsam mit den Endnutzern auf Herz und Nieren. Dazu nutzen wir zum Beispiel folgenden Testaufbau: Wir setzen einen User in einen separaten Raum und lassen ihn einen unserer Prototypen bedienen. Der Rest des Teams schaut in einem anderen Raum per Videostreaming dabei zu und kann sofort seine Reaktionen und Vorgehensweisen miterleben.

AG: Mithilfe der daraus gewonnenen Beobachtungen und Erkenntnisse verfeinern wir das Produkt immer mehr, um schließlich es möglichst nutzerorientiert zu gestalten.

JG: Außer der Nutzerzentrierung ist ein weiterer Vorteil, dass die Reaktionszeit mit Design Thinking und Prototyping im Vergleich zu klassischen Projekten sehr viel schneller ist. Da wir in jedem Entwicklungsschritt wertvolles Feedback von Anwendern einholen, minimieren wir die Gefahr, am Endnutzer vorbei zu entwickeln. Bei klassischeren Methoden würden sich Fehlentwicklungen erst später in der Entwicklungsphase offenbaren und dann kaum noch rechtzeitig zu beheben sein.

Wenn ihr die Nutzer so stark involviert, benötigt es bestimmt mehrere Versuche bis zum Erfolg, oder?

AG: Ja, das Schlagwort lautet „fail fast“. Wie eben beschrieben produzieren wir Prototypen für bestimmte Lösungsideen und validieren diese direkt über Nutzererfahrungen. Wenn dann herauskommt, dass ein Prototyp am Problem vorbeizielt, ist es nicht schlimm, sondern sogar ein hilfreiches Ergebnis. Die Methode verdeutlicht Fehler frühzeitig und gibt uns so die Gelegenheit, flexibel zu reagieren und andere, bessere Lösungen voranzubringen.

JG: Über diesen Weg kommen wir schließlich zu einem MVP – dem Minimum Viable Product. Das MVP basiert auf den Erkenntnissen aus dem Prototyping-Prozess und ist sozusagen die erste Basisversion des Produktes, die von den Endnutzern bereits verwendet werden kann.

Design Thinking Workshop auf dem expedITion Summit 2018

Im Juli laden wir interessierte Absolventen zum expedITion Summit auf unseren Capgemini-Weiterbildungscampus „Serge Kampf Les Fontaines“ in der Nähe von Paris ein. Dort werdet ihr gemeinsam einen Workshop genau zu diesem Thema „Design Thinking, MVP und Prototyping“ anbieten. Was können die Teilnehmer davon erwarten?

AG: Wir führen die Teilnehmer erst einmal grundlegend in die Methodik von Design Thinking und Prototyping ein und gehen dann anhand eines Szenarios in praktische Aufgaben über. Wir wollen direkt ausprobieren, wie es ist, verschiedene Arten von Prototypen zu entwickeln. Dabei erleben die Teilnehmer, wie wir als großes Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen in unseren Projekten als Team miteinander arbeiten und was das besondere Arbeits-Flair von Capgemini ausmacht.

JG: Ich habe damals als Studentin auch bei einem expedITion Summit teilgenommen, und durfte so in lockerer Atmosphäre das Arbeitsklima bei Capgemini sowie die Kollegen kennenlernen. Ich fand es sehr spannend, abseits der Uni-Theorie in den Workshops auch einmal direkt in die Praxis einzutauchen. Und so soll es auch diesmal sein: Wir werden auf Basis einer bestimmten Problemstellung eine Vision entwickeln und dann im weiteren Verlauf einen Prototyp bauen, den sich bereits bedienen lässt. Auf Basis dieses Protoypen werden wir dann entscheiden, was ein sinnvoller erster Umfang eines Produkts – also ein Minimum Viable Product (MVP) – sein könnte.

 Wem speziell empfehlt ihr die Teilnahme?

AG: Jedem, der sich für einen Einstieg in die IT-Branche interessiert. Auf dem expedITion Summit beschäftigen wir uns drei Tage lang mit den aktuellsten Technologie-Themen und Herangehensweisen. Die insgesamt fünf verschiedenen Vorträge und Workshops bieten sowohl für technisch fokussierte Leute als auch beratungsorientierte Menschen die perfekte Gelegenheit, Capgemini kennenzulernen und in unsere vielfältigen Aufgabengebiete hineinzuschnuppern.

JG: Neben dem inhaltlichen Teil haben die Teilnehmer auch die Gelegenheit sich mit uns Capgemini-Mitarbeitern rund um das Unternehmen und unsere Arbeitsweise auszutauschen. Der expedITion Summit auf dem „Campus Serge Kampf Les Fontaines“ lässt die Teilnehmer direkt in unseren internationalen Flair und unsere Vielfalt eintauchen. Wer sich für die Teilnahme an dem Event im Juli 2018 interessiert, kann sich übrigens direkt über unser Webformular bewerben.

Tipps für Bewerber

Lasst uns abschließend noch über Einstiegsmöglichkeiten bei Capgemini sprechen. Was sollen Jobinteressenten für euren Fachbereich mitbringen?

JG: Für unseren Job sind sind IT-Affinität, Sozialkompetenz, Eigeninitiative und teamorientiertes Arbeiten ausschlaggebend. Darüber hinaus hilft unser FastTrack-Programm Absolventen und Berufseinsteigern, sich schnell bei Capgemini zurechtzufinden und die beruflichen sowie persönlichen Skills weiterzuentwickeln.

AG: Die Lust dazu, stetig Neues zu lernen und unsere Zukunft mitzuprägen, ist entscheidend für den beruflichen Erfolg bei Capgemini. Wer dazu noch Interesse an der Kreation neuer, innovativer Lösungen zeigt, kann bei uns richtig durchstarten.

Vielen Dank für das Gespräch mit euch, Alexander und Jana!

Wollen Sie die Softwareentwicklung ebenfalls mit Agile und Design Thinking voranbringen? Wir suchen aktuell unter anderem UX-Designer und Berater in der Softwareentwicklung. Das gesamte Stellenangebot finden Sie in unserem Job-Portal. Und wenn Sie uns zuerst näher kennenlernen möchten, ist der expedITion Summit 2018 genau Ihre Chance dazu. Bewerben Sie sich ganz einfach per Webformular für die Teilnahme.