DORA betrifft weit mehr Unternehmen als Banken. Erfahren Sie, warum Technologie- und Serviceprovider jetzt handeln müssen und wie DORA-Compliance Wettbewerbsvorteile, Kosteneffizienz und Zukunftssicherheit schafft.

Die DORA-Verordnung (Digital Operational Resilience Act) richtet sich nicht nur an Banken und Finanzinstitute. Sie umfasst auch Technologie- und Servicepartner sowie Subdienstleister. Damit wird Compliance zu einem strategischen Kriterium bei der Beauftragung – und zu einem echten Wettbewerbsvorteil. Wer früh handelt, senkt Kosten und ist besser auf kommende Regulierungen wie NIS2 und den Cyber Resilience Act (CRA) vorbereitet.

Abbildung 1: DORA ergänzt die Regulierung der digitalen Wirtschaft der EU und stärkt die digitale Resilienz im Finanzsektor

Für Unternehmen sind Nachweisfähigkeit, Governance und Risikomanagement entscheidend. Unsere KI-Lösungen unterstützen dabei, indem sie Analysen automatisieren und Echtzeit-Reporting ermöglichen.

Ein weit verbreiteter Irrtum

Viele Dienstleister für Finanzunternehmen sehen sich nicht als Drittanbieter im Sinne von DORA. Das ist ein gefährlicher Trugschluss! Wer zu spät reagiert, riskiert zusätzlichen Aufwand, höhere Kosten und Vertrauensverlust, weil Compliance-Anforderungen nicht rechtzeitig erfüllt werden.

Warum das wichtig ist

DORA macht Subcontracting zum strategischen Thema. Die rechtlichen Anforderungen betreffen die gesamte Lieferkette. Dienstleister müssen Risiken kontrollieren und Transparenz sicherstellen. Wer als Subdienstleister fungiert, muss Abhängigkeiten kennen und Kettenbeziehungen steuerbar machen.

Daraus ergeben sich klare Anforderungen an Ihre internen Strukturen:

  • Nachweisfähigkeit rückt ins Zentrum: Es wird jederzeit erwartet, dass Sie belegen können, wie Sie die Risiken Ihrer Subdienstleister steuern.
  • Vertragsgestaltung wird zum Audit-Thema: von klaren Kontroll- und Prüfrechten, Exit-Strategien, SLA-Kaskaden, Sicherheits- und Resilienzanforderungen bis hin zu Pflichten, die an eigene Subdienstleister weitergereicht werden müssen.
  • Ein Supplier-Register mit Risikoklassifizierung, Kritikalitätsbewertung und Abhängigkeitstransparenz entwickelt sich vom „Nice to Have“ zum Überlebensfaktor in Ausschreibungen.
  • Risikobewertung von Subdienstleistern wird zum Dauerprozess.

Belohnung für Mehraufwand

Die Verbindung von DORA zur Unternehmensstrategie ist von zentraler Bedeutung, da die Einhaltung dieser Regulierung nicht nur eine gesetzliche Pflicht darstellt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit und das Vertrauen am Markt stärkt. DORA fungiert als strategischer Enabler für digitale Vertrauenswürdigkeit und sichert Unternehmen im Finanzumfeld eine „License to Operate“. Darüber hinaus besteht ein enger Bezug zu ESG und Corporate Governance, weshalb die IT-Resilienz zunehmend als Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung betrachtet wird. Ein weiterer zentraler Aspekt sind Vertragsrisiken: Künftig wird die Einhaltung der DORA-Vorgaben als entscheidendes Vergabekriterium gelten. Wer DORA-konform ist, erfüllt automatisch große Teile anderer relevanter Regulierungen wie NIS2, den Cyber Resilience Act sowie BAIT-, VAIT- und EBA-Guidelines. Dies eröffnet erhebliche Harmonisierungschancen für global tätige Unternehmen, die ihre Compliance-Anforderungen effizient bündeln können. Gerade für Non-Financial-Services-Clients ist dieser Ansatz besonders relevant, weil er Synergien schafft und den Aufwand für die Umsetzung mehrerer Vorschriften reduziert.

DORA als Wegweiser für zukünftige Regularien

Unternehmen, die DORA-konform arbeiten, können durch die automatische Abdeckung anderer Regulierungen Synergien nutzen und den zusätzlichen Aufwand für die Umsetzung weiterer Vorschriften erheblich mindern. Gerade für global tätige Unternehmen bietet sich die Chance, Compliance-Anforderungen zu harmonisieren und ein einheitliches Governance-Framework aufzubauen. Dies erleichtert nicht nur die regulatorische Steuerung, sondern reduziert auch Kosten und Komplexität. Für Non-Financial-Services-Clients ist dieser Ansatz besonders relevant, da sie von den gleichen Prinzipien profitieren können, ohne separate Programme für jede einzelne Regulierung aufsetzen zu müssen. Die klare Darstellung von Zusammenführungen und Abgrenzungen schafft Transparenz und unterstützt eine strategische Planung für ganzheitliche Cyber-Resilienz.

Abbildung 2: Wir sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen durch die Erfüllung der DORA‑Vorgaben konform und wettbewerbsfähig bleibt

Strategische Vorteile durch DORA Readiness

  • Kostenersparnis: DORA-Analysen decken Doppelstrukturen und unnötige Auslagerungen auf. Projekte zeigen: Manche IT-Services lassen sich intern günstiger steuern.
  • Wettbewerbsvorteil: Unternehmen, die frühzeitig DORA-konform agieren, positionieren sich als verlässliche Partner für den Finanzsektor. Ein DORA-Readiness-Label kann so zum Vertrauens- und Differenzierungsmerkmal werden.
  • Kundenzufriedenheit & Vertrauen: Digitale Resilienz bedeutet Stabilität auch in Krisen. Dies stärkt Vertrauen und schafft langfristige Partnerschaften.
  • Zukunftssicherheit: Wer jetzt vorbereitet ist, reduziert die Kosten und den Aufwand für kommende EU-Regulierungen wie NIS2 oder CRA.

DORA bringt Druck in die gesamte Lieferkette doch traditionelle Compliance-Ansätze sind langsam, fehleranfällig und kaum skalierbar. Unsere KI-Plattform automatisiert den gesamten Prozess – schnell, effizient und transparent.

Die Umsetzung von DORA verlangt nicht nur regulatorisches Know-how, sondern auch schlanke Prozesse. Invent schafft Transparenz und Steuerbarkeit in komplexen Lieferketten mit praxiserprobten Methoden und KI-Tools.

Unser Ansatz: Strategische Beratung kombiniert mit datengetriebenen, automatisierten Lösungen – für Compliance, die schnell, skalierbar, kosteneffizient und nachhaltig ist.

Kontaktieren Sie uns für Ihre DORA-Readiness und zukunftssichere Governance. Gemeinsam schaffen wir Klarheit und Vorsprung.

Vielen Dank an meine Co-Autor*innen Berfu Aydinyer und Johanna Ebert!