Berufseinstieg als IT Business Analyst: So verläuft der Karrierestart bei Capgemini

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Welche Voraussetzungen sollte ein Junior Business Analyst bei Capgemini mitbringen, was ist bei der Bewerbung zu beachten und wie verläuft eigentlich der Berufseinstieg? Junior Business Analyst Florian erzählt von seinem Start bei Capgemini und gibt wertvolle Insider-Tipps für einen erfolgreichen Berufseinstieg als IT Business Analyst.

Florian Lemke ist seit März 2018 Junior Business Analyst im Bereich Public Sector bei Capgemini. Nach seinem Master M.Sc. Eng. in eGovernance Technologies and Services in Estland, den Florian als erster Deutscher absolviert hat, ging sein Berufseinstieg bei Capgemini sehr schnell.

Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen beim Vorstellungsgespräch, seinem Einstieg bei Capgemini und erzählt, welche Qualifikationen ein Junior Business Analyst mitbringen sollte.

Tätigkeit als Business Analyst

Welche Aufgaben übernimmst du als Junior Business Analyst im Public Sector?

Meine Aufgabenbereiche über alle bisher aktiven Projekte sind zusammengefasst eine Mischung aus Programm-Management, Anforderungsanalyse und Prozessmodellierung. Mithilfe meiner bisherigen Erfahrungen im Bereich der Prozessmodellierung konnte ich einige durchaus komplexe Verwaltungsvorgänge in Interviews erfassen, modellieren und Empfehlungen für einen späteren Soll-Prozess geben. Bei Capgemini werden Berufseinsteiger früh und eng begleitet, aber zugleich mit eigenständigen Aufgaben betraut, was zusammen einen riesigen Lernerfolg bringt.

Berufseinstieg

Wie verlief dein Berufseinstieg als Junior Business Analyst bei Capgemini?

Bei Capgemini gibt es gleich an den ersten Tagen die Onboarding-Days in München, um das Unternehmen erstmal kennenzulernen. Das ist ein guter Einstieg, bevor man wenige Tage später das erste Mal bei seinem Team ist.

Ich war ab dem ersten Tag Teil meines ersten Projekts und wurde bereits in meiner dritten Woche zum Auftraggeber mitgenommen. Als Berufseinsteiger wünscht man sich teilweise noch begleitet zu werden und nicht gleich komplett auf sich allein gestellt zu sein. Dieses Zusammenspiel von eigener Verantwortung und Betreuung war bei meinem Berufseinstig bei Capgemini gegeben. Dabei war es besonders hilfreich, zwei Mentoren zu haben: Einen inhaltlichen Mentor, der im Projekt dabei ist und einen projektunabhängigen Mentor, der mir vor allem bei Fragen zum Unternehmen zur Seite steht.

Junior Business Analyst

Wie eng arbeitest du mit erfahrenen Business Analysten zusammen?

Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Kollegen ist grundsätzlich gegeben, da die inhaltliche Umsetzung in den Projekten immer teambezogen ist. Wir besprechen die Aufgaben im Team und jeder bekommt Arbeitspakete, die er dann selbstständig verantwortet. Hier übernehme ich als Junior Business Analyst Verantwortung für meinen Teil des Projekts.
Wenn ich Fragen habe, wende ich mich an meine Fachkollegen oder meinen Teamleiter. Berufseinsteiger können zu Beginn natürlich noch nicht alles wissen und das müssen sie auch nicht. Ganz wichtig ist, dass bei Capgemini die Türen immer offen stehen und das sogar beim Chef. Das ist ziemlich cool.

Anforderungen an einen Junior Business Analyst

Welche Voraussetzungen sollte man für den Job als Junior Business Analyst mitbringen?

Die Voraussetzung für den Job ist ein abgeschlossenes Studium, dabei ist es egal, ob man an einer FH oder an einer Universität studiert hat. Wenn man in den letzten Zügen seiner Abschlussarbeit ist, so wie ich das war, ist ein Berufseinstieg auch schon vor dem formalen Studienende möglich.

Fachbezogenes, praktisches Wissen zu haben, ist oft besser als nur mit reiner Theorie in ein Projekt zu gehen. Diese Praxiserfahrung habe ich mir in Nebentätigkeiten während des Studiums selbst angeeignet – das kann ich jedem empfehlen.

Welche fachlichen Kenntnisse findest du am wichtigsten?

Die Methoden, die einem im Studium beigebracht werden – wie beispielsweise das Vorgehen bei einer Prozessaufnahme – sind natürlich hilfreich im Joballtag. Wir haben in der Uni auch über Scrum gesprochen, aber man lernt dort meist nur Wasserfall-Projektmanagement. Wie agile Projekte laufen, erfährt man meistens wirklich erst in einer zertifizierten Schulung, die ich hier bei Capgemini machen konnte.

Der Umgang mit Menschen ist eine Sache, die man im Studium lernt, aber nie richtig anwenden kann. Erst im Projektumfeld lernt man einen gezielten, geschärften Umgang mit dem Auftraggeber, der für Business Analysten sehr wichtig ist. Berufseinsteiger müssen sich entsprechend ausprobieren und bei Bedarf wird bei uns im Unternehmen nachgeschult.

Welche Soft Skills sind für den Business Analyst Job erforderlich?

Offenheit, ein sicheres Auftreten, ein Hinterfragen und „anders denken“. Man sollte sich trauen, auch mal etwas über den Haufen zu werfen und komplett neu zu denken – das wird bei Capgemini geschätzt. Wichtig sind außerdem gute Kommunikations-Skills, die Fähigkeit andere Menschen zielführend mitzunehmen und die Ehrlichkeit, offen nachzufragen und zu sagen, wenn man in manchen Bereichen weniger Erfahrung hat. Ebenso sollte man eine Problemlösefähigkeit besitzen, Feedback geben und Kritik annehmen können. Und natürlich sind strukturiertes Arbeiten und ein gutes Zeitmanagement für den Job als Business Analyst wichtig.

Vorbereitung Berufseinstieg

Du hast Political Science und eGovernance Technologies and Services studiert und parallel dazu viele praktische Erfahrungen gesammelt. Was hat dich deiner Meinung nach am besten auf den Berufseinstieg vorbereitet?

Alles hat seinen Benefit gehabt: Das strukturierte Arbeiten und ein tiefes Verständnis für den Public Sector habe ich in den Politik- und Verwaltungswissenschaften gelernt. Gleichzeitig konnte ich den Public Sector besser kennenlernen. Das eGovernance Studium hat mein Technologieverständnis gefördert, was für einen Job als IT Business Analyst bei Capgemini von Vorteil ist.

Meine praktischen Erfahrungen lehrten mich vor allem den Umgang mit Menschen. Das eigene Auftreten ist etwas, das man in der Praxis und nicht am Schreibtisch lernt. Praktische Erfahrungen in Form von Praktika und Werkstudententätigkeiten sind natürlich wichtig, aber man muss auch nicht zwangsläufig unzählige Praktika machen. Praktische Erfahrungen können auch in Uniprojekten erworben werden oder auch, indem man sich privat mit den Themen intensiv auseinandersetzt. Das kann man zwar nicht im Lebenslauf vorweisen, aber durchaus im Vorstellungsgespräch zeigen.

Bewerbungsprozess & Vorstellungsgespräch

Wie verliefen der Bewerbungsprozess und dein Vorstellungsgespräch bei Capgemini?

Der Bewerbungsprozess war super unkompliziert. Ich habe eine Initiativbewerbung mit einem kurzen Anschreiben geschickt und wurde kurz darauf zum Bewerbungsgespräch in Berlin eingeladen. Das ging alles sehr schnell.

Beim ersten Kennenlernen wurde geklärt, was ich mir vorstelle und was Capgemini erwartet und ob ich das leisten könnte. Anschließend sollte ich einen konkreten Case lösen, für den man stark „Out of the box“ denken musste. Ich hatte zehn Minuten zur Vorbereitung und musste eine mögliche Digitalisierung einer Verwaltungsleistung erklären. Dabei ist vor allem wichtig, sich zeitlich nicht unter Druck setzen zu lassen, denn natürlich ist eine solch komplexe Aufgabe nicht in der kurzen Zeit zu lösen. Danach wurde ich im fachlichen Gespräch auf Herz und Nieren geprüft, aber alles in einer sehr angenehmen Atmosphäre.

Welche Tipps kannst du Absolventen für ein Vorstellungsgespräch mit auf den Weg geben?

Ehrlichkeit ist das Wichtigste. Wenn man zu einem Thema nichts gemacht hat, dann sollte man das sagen. Diese Offenheit wird sehr geschätzt. Man muss klar wissen, was man möchte und sollte das auch äußern, sonst kann der Gegenüber nicht wissen, was man sich vorstellt.

Wie hast du dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet?

Ich habe mir überlegt, was ich alles schon gemacht habe und eine Liste mit Seminaren und erbrachten Leistungen angelegt, denn viele Sachen vergisst man mit der Zeit ganz einfach. Dann habe ich herausgearbeitet, wo meine Stärken liegen und diese im Gespräch hervorgehoben. So kann man das Gespräch selbst in eine gewünschte Richtung lenken und Themen anbringen, in denen man tiefere Vorkenntnisse und auch Praxiserfahrung hat.

Seit meinem Vorstellungsgespräch ist übrigens viel passiert: Seit April bin ich nicht mehr Junior, sondern Lead Business Analyst. Wie man sieht, sind die Aufstiegschancen bei Capgemini sehr gut, wenn man Verantwortung übernimmt und gute Leistungen bringt.

Herzlichen Glückwunsch Florian und vielen Dank für deinen Einblick in den Berufseinstieg als Junior Business Analyst.

Du interessierst dich für einen Berufseinstieg als Junior Business Analyst bei Capgemini? Dann bewirb dich jetzt als Junior Berater (w/m/d) für IT-Projekte oder Junior Berater (w/m/d) für Software-Prozesslösungen. Weitere Stellen findest du in unserem Jobportal.

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