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Supplier Hub+_Website Landing Page Banner_2880px x 1800px_Topic - Cloud Industry_Larissa Schediwy & Antje Specht
Cloud

Industry Cloud: Durch Apps von der Konkurrenz abheben

09/23

Gutschriftsverfahren automatisieren, Mehrwegverpackungsmanagement optimieren und die Kooperation zwischen Hersteller und Zulieferern effizienter machen: Was branchenspezifisch im reinen ERP nicht (mehr) abgebildet wird, übernehmen immer öfter Industry Cloud Apps aus dem SAP Store. Viele Automobilzulieferer, darunter Brose und Schaeffler profitieren bereits von den Apps, die von SAP und zunehmend von SAP-Partnern wie Capgemini entwickelt werden.

Make or Buy: Das ist eine Frage, die immer wieder von Entscheidern in Unternehmen diskutiert wird. Bei Abläufen entlang einer Lieferkette mit unzähligen Zulieferern und Subzulieferern etwa können die Prozesse schnell komplex werden. Ein Lieferantenportal schaffen, das Abläufe beschleunigt und harmonisiert und den Austausch unter den Kooperationspartnern vereinfacht: Das schwebte dem Automobilzulieferer Brose vor. Doch am Markt war kein passendes Produkt zu finden. Um selbst eine Lösung entwickeln zu können, fehlten die internen Ressourcen, auf der anderen Seite erschien eine individuell von Dienstleistern entwickelte Lösung vermeintlich zu teuer zu werden. Und dennoch kam Brose innerhalb eines Jahres zu einem Ergebnis: per Co-Innovation. Dafür kamen Softwarehersteller SAP und das Technologieberatung Capgemini gemeinsam mit dem Zulieferer zusammen. Ein Proof of Concept entstand, eine erste Produktversion und schließlich eine Co-Innovationspartnerschaft. Das Produkt – die spätere App – wurde dabei gemeinsam entwickelt, steht aber zum Schluss nicht „nur“ Brose zur Verfügung, sondern allen, die an der Anwendung Interesse haben.

Vorteile für den Co-Innovationspartner: nicht so aufwändig wie „Make“, aber maßgeschneidert auf die eigenen Bedürfnisse.

Vorteile für andere Kunden: eine neue, für alle verfügbare Branchenlösung.

Brose: Neue Lieferanten-App für 14.000 Zulieferer

Neue Zulieferer in das Lieferantennetz aufzunehmen, erfolgt heute 50 Prozent schneller als vorher und der Betreuungsaufwand ist um 20 Prozent gesunken. Und auch das so genannte Identity-Management ist sehr viel einfacher geworden. Ist beispielsweise ein/e Vertriebler/in eines Lieferanten für verschiedene Tochtergesellschaften unterwegs, differenziert das neue Lieferantenportal automatisch zwischen diesen beiden Rollen – den legalen Identitäten – und ordnet sie richtig zu. Der/die Mitarbeiter/in muss sich also nicht, wie bisher, erstmal aus- und dann wieder einloggen. Die von Capgemini als Software-as-a-Service bereitgestellte und betriebene Lösung heißt „Capgemini Supplier Integration for Automotive“ und war nach knapp einem Jahr gemeinsamer Entwicklungsarbeit fertig. Als eine von mittlerweile sechs Capgemini Apps ist sie über den SAP Store verfügbar.

Leihgut entlang der Logistikkette optimal einsetzen und Gutschriftsverfahren automatisieren

Andere Apps kommen von SAP direkt und wurden teilweise auch in Kooperation mit dem SAP-Partner Capgemini entwickelt.

  • Dazu gehört etwa das SAP Returnable Packaging Management (SAP RPM). Mit dieser Lösung, können Leihgutmaterialien in einer Logistikkette, wie etwa wiederverwendbare Packmittel und Transportbehälter, präzise geplant und damit optimal genutzt werden. Dies schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert das Risiko fehlender Transportmittel. Der Automobilzulieferer Schaeffler beispielsweise nutzt diese Industry Cloud Lösung, die grundsätzlich überall dort eingesetzt werden kann, wo wiederverwendbare Packmittel für den Transport von Waren zwischen Lieferanten, Produzenten und Kunden eingesetzt werden. Als neue Industry Cloud Lösung bietet SAP RPM nicht nur grundlegende Funktionalitäten für die Verwaltung von Mehrwegkonten, sondern auch erweiterte Funktionen wie Planung, Zusammenarbeit, Machine Learning, unterstützten Abgleich zwischen Sendungs- und Empfangsbestätigungen und mehr.
  • Auch beim SAP Self Billing Cockpit hat Capgemini die SAP in der Entwicklung unterstützt. Die App ist die strategische Nachfolgelösung für das bestehende Gutschriftverfahren, das im Kernsystem von SAP S/4HANA nicht weiterentwickelt wird (SAP note 2967401). Transaktionen zwischen Hersteller und Zulieferer werden über das Cockpit automatisch ausgeführt. Und Inkonsistenzen in der Gutschriftübermittlung lassen sich bereits automatisch erkennen. Letztlich profitieren alle Unternehmen von dieser App, die langfristige Verträge mit vereinbarten, wiederkehrenden Abnahmemengen mit ihren Geschäftspartnern geschlossen haben.

SAP Store: Partnerökosystem entwickelt mehr als 80 Prozent der Apps

Der SAP Store funktioniert ähnlich wie Apples App Store, nur dass er im B2B-Bereich eingesetzt wird. Er ist ein wichtiges Vehikel für das Industry-Cloud-Konzept, das SAP auf den Weg gebracht hat, um Unternehmen neben ihren Standardfunktionalitäten im ERP jene Prozesse zu ermöglichen, die „den Unterschied“ machen und mit denen sie sich von der Konkurrenz abheben können. SAP Business Technology Plattform, kurz BTP, heißt die Entwicklungsplattform, auf deren Basis die neuen Apps entwickelt und an Zielsysteme, wie SAP S/4HANA, angebunden werden können. Ob in Co-Innovation oder nicht: Die meisten der im Rahmen der Industry Cloud auf der BTP entwickelten Apps haben SAP-Partner wie Capgemini entwickelt. Nach Aussage von SAPs Senior Vice President Sven Denecken liegt der Anteil des Partner-Ökosystems bereits bei mehr als 80 Prozent.

Events zur Industry Cloud: Brose und Schaeffler berichten aus erster Hand

Um die Industry Cloud und speziell die drei genannten drei Lösungen geht es auch in den folgenden jeweils einstündigen virtuellen Kunden-Roundtables von SAP und Capgemini:

  • Am 19. Oktober 2023 um 14 Uhr – Neue SAP-Lösung für das Gutschriftsverfahren: SAP Self-Billing Cockpit u.a. mit
    • Markus Scherbaum, Global Automotive Program Director, Capgemini und
    • Achraf Chtouki, Senior Application Consultant, Capgemini
  • Am 25. Oktober 2023 um 14 Uhr – Effizientes Behältermanagement: SAP Returnable Packaging Management u.a. mit
    • Jan David Berneburg, Berater für IT und Digitalisierung, Schaeffle
    • Korbinian Koblitz, Industry Cloud Business Development Lead Automotive, SAPBernd Amsler, Managing Consultant, Capgemini
  • Am 26.10.23 um 14 Uhr – Schneller und präziser durch effiziente Kollaboration in Lieferketten u.a. mit
    • Michael Seifert, verantwortlich für Digitalisierung im Einkauf, Brose und
    • Nektarios Dourdas, Head of Customer Advisory Automotive & Manufacturing, SAP

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Anke Rieche

Global Automotive Program Lead
Anke ist eine Business Development Expertin mit 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Software, Infrastruktur und Beratung. Als hochmotivierte Teamplayerin mit ausgeprägter Kundenorientierung hat sie sich einen Namen für die Entwicklung und Umsetzung von Markteinführungskonzepten gemacht, insbesondere im Zusammenhang mit den SAP-Plattformen S/4 HANA und Intelligent Enterprise, vor allem im Automobilmarkt. Anke ist davon überzeugt, dass Automobilzulieferer und OEMs durch den Einsatz der Automotive Cloud-Lösungen von SAP, einschließlich der gemeinsamen Entwicklungen von SAP und Capgemini und der Co-Innovation mit Pilotkunden, neue Dimensionen der Agilität und Geschwindigkeit erreichen können.

Markus Scherbaum

Global Head of Commercial Vehicles Acceleration Hub
Markus Scherbaum ist Global Program Director bei Capgemini und Mitglied des globalen Automobilsektors. Er leitet die strategische Initiative des Unternehmens mit SAP für die Automobilindustrie und das GTM für Trucks. Markus hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche. Seine Leidenschaft ist es, Transformation und Innovation in der Branche voranzutreiben.