Kreative Aufgaben, flexible Aufstiegschancen und viel Teamgeist motivieren den Syrer Mohannad Sheikh jeden Tag aufs Neue für seinen Job als Software Engineer bei Capgemini.

Mohannad Sheikh verließ seine Heimat Syrien wegen des anhaltenden Bürgerkriegs und kam nach Deutschland. Im Interview verrät er, wie er zu Capgemini fand und was die Position des Software Engineer an Aufgaben bereithält. Zudem gibt er über die Capgemini-eigene Initiative Refugees@Capgemini Geflüchteten Tipps, wie sie ihre IT-Karriere in Deutschland gezielt vorantreiben können.

Der Weg von Syrien zum Softwareingenieur bei Capgemini

Mohannad, du kamst aus Syrien nach Deutschland. Inzwischen arbeitest du als Software Engineer bei Capgemini. Beschreibe deinen Werdegang.

Ich schloss mein Studium des Computer Assistant Engineering im Jahr 2007 in Syrien mit dem Bachelor of Science ab. Da ich mich schon immer für IT begeisterte und gerne eigenverantwortlich arbeite, gründete ich zusammen mit einem Freund von der Universität ein Start-up, das sich auf Datenanalyse und Softwareentwicklung konzentrierte. Wegen des Bürgerkriegs entschloss ich mich schweren Herzens dazu, mein Heimatland zu verlassen.

In Deutschland startete ich schließlich nach sieben Monaten Aufenthalt die als Praktikant bei Capgemini. Nach sechs Monaten unterzeichnete ich meinen festen, unbefristeten Arbeitsvertrag und bin seit 2016 bin ich nun am Standort Düsseldorf tätig.

Was war die größte Herausforderung für dich, als du bei Capgemini anfingst?

Die größte Herausforderung meines Lebens hatte ich zu dem Zeitpunkt schon hinter mir: Syrien zu verlassen und ohne meine Familie in ein fremdes Land zu gehen.

Bei Capgemini tat ich mich zu Beginn mit der deutschen Sprache schwer. Das Unternehmen unterstützte mich mit Sprachkursen, um mir den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Auch meine Kollegen waren sehr nett und zeigten sich jederzeit hilfsbereit. Der Teamgeist hat bei Capgemini einen hohen Stellenwert.

Mein Deutsch ist heute viel besser. Trotzdem lerne ich jeden Tag Neues hinzu und besuche nach wie vor Sprach-Trainings, um mich weiter zu entwickeln.

Du sprichst die große Bedeutung von Teams an. Wie bewertest du den Teamgeist bei Capgemini?

Die Team-Mentalität und Kollegialität sind vorbildlich. Egal, ob es um Projektarbeit oder andere Tätigkeiten geht: Wir Mitarbeiter sprechen viel miteinander und können uns jederzeit aufeinander verlassen. Das macht den Job sehr angenehm.

Die Position des Software Engineers und dessen Aufgaben

Wolltest du schon immer Softwareingenieur werden?

Ja. Wenn ich Software entwickle, kann ich meine ganze Kreativität einsetzen. Zudem lerne ich während jedes Entwicklungsprozesses neue Dinge, was den Job aufregend macht.

Was treibt dich außer der kreativen Arbeit an?

Mich motiviert es sehr, Teil eines internationalen Unternehmens wie Capgemini zu sein. Auch wegen des großen Vertrauens, das Capgemini mir seit dem ersten Tag entgegenbringt, gebe ich immer mein Bestes.

Welche Skills sind für den Job des Software Engineer besonders wichtig?

Mitarbeiter müssen fachlich stets auf dem neuesten Stand sein und die Technologien, mit denen sie arbeiten, genau kennen. Zudem ist Erfahrung mit Programmiersprachen wie Java essenziell, um sich im Arbeitsalltag schnell zurechtzufinden. Auch der bereits angesprochene Teamgeist spielt eine große Rolle für den Erfolg unserer Projekte.

Apropos Projekte: An welchen arbeitest du momentan?

In meinem aktuellen Projekt geht es darum, Transport-Management-Systeme für ein weltweit agierendes Logistikunternehmen zu entwickeln. Zu meinen Aufgaben als Software Engineer gehört auch die Administration unserer Oracle-Datenbank. Außerdem kreiere ich Software-Tools für die verschiedensten Anwendungszwecke.

Übrigens freue ich mich über meinen großen, internationalen Kollegenkreis. 170 Mitarbeiter aus Standorten in Deutschland, Schweden, Polen und Indien arbeiten gemeinsam am derzeitigen Großprojekt. Diversity wird bei uns großgeschrieben.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Feste Arbeitsabläufe gibt es nur montags. Zuerst kontrolliere ich die programmierten Codes, die wir über das Wochenende durchlaufen lassen, auf Fehler und behebe diese bei Bedarf. Später besprechen wir in einem Team-Meeting unsere Fortschritte im Projekt und wie wir mit den noch bestehenden Herausforderungen umgehen werden.

Von Dienstag bis Freitag sind alle Arbeitsschritte von der jeweiligen Projektphase abhängig. Wir müssen unserem Kunden zum Beispiel alle drei Monate eine aktualisierte Version unserer Software liefern, die erweiterte Funktionen oder komplett neue Features für bestimmte Anwendungen beinhaltet.

Tipps für Geflüchtete, die sich für Jobs bei Capgemini interessieren

Du hast inzwischen schon mehrere Jahre an Erfahrung bei Capgemini gesammelt. Welche Tipps gibst du anderen Geflüchtete, die auch in unserem Unternehmen arbeiten möchten?

Wichtig ist es, sich über aktuelle Technologien zu informieren und Fachwissen anzusammeln. In einem von jahrelangem Bürgerkrieg geplagten Land wie Syrien kann das natürlich schwierig sein. Doch in Deutschland ist es mit etwas Engagement problemlos möglich, auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Im Job profitiere ich sehr von meinem Studium, das mir eine gute Bildungsgrundlage für meinen Fachbereich mit auf den Weg gab. Entsprechende akademische Abschlüsse kann ich jedem empfehlen, der Karriere im IT-Bereich machen möchte.

Kannst du uns ein Beispiel der von dir angesprochenen Technologien nennen?

Die Verschiebung von Anwendungen sowie Datenbanken von lokalen Netzwerken in die Cloud sind ein Beispiel für die Richtung, in die sich die IT-Infrastruktur vieler Branchen bewegt. Darauf sollten Geflüchtete, die Jobs im Technologiesektor suchen, vorbereitet sein.

Wie läuft der Bewerbungsprozess für Geflüchtete ab, die einen Job bei Capgemini suchen?

Capgemini hat sich via Workeer bei mir gemeldet. Ich nutzte seinerzeit die Online-Jobbörse, die sich auf Jobvermittlung zwischen Geflüchteten und Unternehmen spezialisiert hat. Nach mehreren Telefonaten, in denen es um meine persönliche Situation und meine Berufserfahrung ging, lernten wir uns im Gespräch persönlich kennen. Während des Jobinterviews merkten ich und meine Gesprächspartner schnell, dass es sowohl fachlich als auch menschlich super passte.

Maßgeschneiderte Trainings und Zukunftsperspektiven

Nutzt du eine der zahlreichen Weiterbildungsangebote von Capgemini?

Ja. Ich absolviere Trainings in den Bereichen SAP-Modelling und Amazon Web Services. Diese kann ich jedem Softwareingenieur empfehlen, da sie marktrelevant sind, viele Skills vermitteln und sich inhaltlich an der jeweiligen Tätigkeit des Teilnehmers orientieren.

Wie sehen deine Zukunftspläne bei Capgemini aus?

Ich sehe mich mittelfristig als IT-Architekt. Auf der Position kann ich mich verstärkt mit Geschäftsanalytik und Big Data beschäftigen, was ich sehr spannend finde. Dank der flexiblen Karriereangebote bei Capgemini ist der Wechsel zu einer anderen Stelle zum Glück problemlos möglich.

Sie interessieren sich für den Beruf des Software Engineer? Prima! Bewerben Sie sich jetzt bei Capgemini! Wir freuen uns auch über Initiativbewerbungen von Geflüchteten an melanie.messner@capgemini.com. Weitere offene Positionen finden Sie in unserem Jobportal.