Salesforce-Consultant bei Capgemini – ein gelungener Quereinstieg

Sich mit einer Vielfalt an Themen, Branchen und Aufgaben auseinanderzusetzen reizt Christopher Ramm jeden Tag aufs Neue an seinem Job als Salesforce-Consultant. 

Christopher Ramm arbeitet seit drei Jahren als Managing Application Consultant in der Abteilung Salesforce Digital Customer Experience (DCX) bei Capgemini in Berlin. Als Salesforce-Spezialist betreut er entsprechende Projekte und agiert dabei als technischer Architekt sowie als Projektleiter. Im Interview erzählt er, wie er als Quereinsteiger zu Capgemini kam und was zu seinen größten Herausforderungen im Job gehört.

Von der Soziologie zu Salesforce

Wie sah dein Werdegang bis zu deiner Anstellung bei Capgemini aus?

Zunächst habe ich einen Bachelor in Staatswissenschaften an der Universität Erfurt und anschließend einen Master in Soziologie an der TU Berlin absolviert. Ich bin daher als Quereinsteiger zu Capgemini gekommen. IT-affin war ich aber schon als Kind. Dabei hat mich der Mensch hinter der Technologie am meisten interessiert. Das war auch der Grund, warum ich mich gegen ein klassisches Informatikstudium und für ein geisteswissenschaftliches Studium entschieden habe.

Wie wurde dein Interesse für die IT-Branche geweckt?

Während meines Soziologie-Studiums habe ich mich oft mit technikwissenschaftlichen Fragen befasst, wie „Warum scheitert Softwareeinführung im Unternehmen?“ oder „Warum baut die IT Lösungen, die für die IT gut aussehen, aber für den Endabnehmer nicht zu gebrauchen sind?“. IT oder Technologie waren dabei keine festen Studieninhalte. Diese Skills habe ich mir im Eigenstudium angeeignet, etwa durch Kurse an der Universität, Selbststudium oder berufsbegleitende Seminare.

Wann bist du das erste Mal mit Salesforce in Berührung gekommen?

Vor etwa zehn Jahren habe ich als Werkstudent bei einem E-Commerce-Unternehmen angefangen, wo ich das erste Mal mit Salesforce in Berührung kam. Nach meinem Studium bin ich bei dieser Firma in Vollzeit im Produktservice einstiegen. Danach bin ich zu einem großen Autovermieter gewechselt, wo ich weitere Berührungspunkte mit Salesforce hatte – die Software war das Haupttool, mit dem ich dort gearbeitet habe.

Wieso bist du dann zu Capgemini gewechselt?

Ich fand es zwar spannend, als Salesforce-Spezialist in einem Unternehmen zu arbeiten, wollte aber gerne in verschiedene externe Bereiche reinschauen – die klassische Beratertätigkeit also. Da Salesforce-Projekte beim Kunden nur drei bis sechs Monate dauern, habe ich so die Chance, innerhalb kurzer Zeit viele verschiedene Branchen und Unternehmen kennenzulernen. In diesem Zuge bin ich auf Capgemini als IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen aufmerksam geworden und habe mich beworben.

Projektvielfalt als Salesforce-Berater

Welche Rolle nimmst du als Salesforce-Consultant in Projekten ein?

Es gibt zwei Bereiche, auf die man sich als Salesforce-Spezialist fokussieren kann: zum einen die Consulting-Ebene, die alle Prozesse überblickt, das Solution Design erstellt und für die Implementierung der Salesforce-Lösung verantwortlich ist. Zum anderen gibt es ein Team von technischen Architekten, das sich mit der globalen Architektur beschäftigt. Aktuell bin ich in beiden Bereichen involviert und nehme eine Art „Mischrolle“ ein.

Was sind deine zentralen Aufgabenbereiche?

In Salesforce-Projekten übernehme ich verschiedene Aufgaben. Dazu gehört u.a. das Anforderungsmanagement, das Solution Design, die Implementierung der Lösung, das Testing und die Präsentation vor dem Kunden. Dabei betrachte ich zunächst das Geschäftsproblem, das der Kunde lösen möchte: Will der Kunde einen Webshop aufbauen, ein Kundencenter einrichten oder seine Vertriebsstruktur ändern? Das sind typische Anfragen, mit denen die Kunden auf uns zukommen. Salesforce ist dann sehr oft eine Lösung für solche Prozesse, da die Software eine Vielzahl an Werkzeugen umfasst, mit denen wir die Kundenanforderungen schnell umsetzen können.

Womit beschäftigst du dich in deinen aktuellen Salesforce-Projekten?

Derzeit unterstützen wir einen Kunden aus der Automotive-Branche in verschiedenen Bereichen der Digitalisierung. Dabei geht es um Fragen, wie das Unternehmen durch digitale Services neben der Fahrzeugproduktion zusätzliche Umsätze generieren kann. Neue Geschäftsfelder wie Carsharing/Mobility Solutions gehören ebenso dazu. Wir entwickeln und begleiten mithilfe von Salesforce Kundenmanagement-Systeme, mit denen das Unternehmen zum Beispiel personalisierte Marketingkampagnen verwalten oder Service-Themen besser bearbeiten kann. Wenn beispielsweise ein Kunde ein Auto via Carsharing mietet und die Miete seines Autos digital nicht beenden kann, soll er einen erstklassigen Service erleben: Salesforce macht es möglich, dass der Agent im Callcenter dem Kunden den besten Service bietet, weil ihm alle relevanten Informationen vorliegen.

 

Bist du ausschließlich im Automotive-Sektor oder auch in weiteren Branchen tätig?

Ich habe keinen Branchenfokus und das war auch einer der Gründe, warum ich unbedingt Berater bei Capgemini werden wollte. So kann ich in viele Wirtschaftszweige hineinschnuppern, ob Autovermieter, stationärer Einzelhandel oder Modeunternehmen. In einem weiteren Projekt arbeite ich derzeit für einen Wasser-Hersteller, der tracken möchte, wie seine Mitarbeiter den stationären Einzelhandel betreuen. Da die Mitarbeiter viel unterwegs sind, haben wir auf Salesforce-Basis eine iPad-App gebaut, mit der sie in die großen Supermärkte fahren und das Produktsortiment analysieren können. Bei diesem Projekt müssen wir uns innerhalb kürzester Zeit viel branchenspezifisches Fachwissen aneignen und anschließend ins System übersetzen. Wir haben die Salesforce-Plattform hier richtig ausgereizt und die Lösung ganz individuell auf den stationären Einzelhandel ausgerichtet. Das ist immer wieder eine große Herausforderung und unglaublich interessant für mich.

Wie sind die Teams in solchen Salesforce-Projekten aufgestellt?

Das Kernteam besteht meistens aus einem Projektleiter sowie einigen Business-Analysten, einem technischen Architekten und einem Entwickler-Team im Hintergrund. Die Entwickler in diesem Team übernehmen je nach Projekt verschiedene Arbeitsbereiche, während die anderen Kollegen beim Kunden vor Ort die Anforderungen an das neue CRM-System klären.

Was schätzt du besonders an deiner Arbeit?

Die Vielfalt an Themen, Branchen und Aufgaben, mit denen ich mich täglich aufs Neue auseinandersetze. Auch das Team ist besonders, da wir sehr divers aufgestellt sind und es unglaublich Spaß macht, mit den unterschiedlichen KollegInnen, sei es aus Deutschland oder dem Rest der Welt, zusammenzuarbeiten.

Salesforce-Kenntnisse und Weiterbildungen bei Capgemini

Mit welchen Salesforce-Lösungen arbeitest du?

Ich arbeite mittlerweile mit fast allen Salesforce-Produkten – beispielsweise Salesforce Sales- und Service Cloud oder Marketing Cloud und Einstein Analytics. Und ich freue mich, wenn neue Salesforce-Technologien auf den Markt kommen. Gerade hat Salesforce eine neue Blockchain-Lösung veröffentlicht – das wird das Jahr 2020 bestimmen. Ich überlege schon, für welchen Kunden das eine sinnvolle Lösung sein könnte und welche Prozesse sich damit abdecken ließen. Hoffentlich können wir das in nächster Zeit auch beim Kunden implementieren.

Wie hast du dir die Salesforce-Kenntnisse angeeignet?

Während meiner ersten beruflichen Stationen war es Learning-by-doing. Ich habe Dokumentationen gelesen und die Salesforce-Community um Hilfe gebeten. Grundsätzlich lernt man nie aus, denn Salesforce veröffentlicht pro Jahr drei große Releases. Durch das Zertifizierungssystem des Software-Unternehmens bin ich dazu gezwungen, mich mit jedem Release auf den neuesten Stand zu bringen. Capgemini unterstützt dabei und bietet viele Möglichkeiten zur Salesforce Aus- und Weiterbildung.

Wie sieht die Salesforce-Ausbildung bei Capgemini konkret aus?

Seit drei Jahren hat Salesforce ein Trainingskonzept, das wir auch bei Capgemini nutzen. Es nennt sich Trailhead und ist an das Pfadfinder-System angelehnt: Schritt für Schritt können die Teilnehmer in verschiedene Rollen hineinschnuppern, immer wieder Aufgaben lösen und schnelle Lernerfolge erzielen. Der Grundstock an Salesforce-Wissen lässt sich so innerhalb von drei bis sechs Monaten sehr gut aufbauen.

Zudem bietet Capgemini mehrtägige Trainings in Bereichen wie Service, Sales oder Marketing, wo die verschiedenen Aspekte von Salesforce betrachtet werden.

Last but not least veranstaltet Salesforce einmal pro Jahr die Dream Force, eine große Messe in San Francisco, mit zahlreichen Workshops zur Weiterbildung. Mit Capgemini reisen wir dort jährlich als größeres Team hin.

Bewerber müssen also nicht zwangsläufig vertiefte Salesforce-Kenntnisse mitbringen?

Nein. Hochschulabsolventen können ihre technische Expertise sukzessiv aufbauen. Capgemini ist auch sehr an Quereinsteigern interessiert, wenn sie Salesforce in der Anwenderperspektive aus vorhergehenden Jobs kennen und ihr Wissen nun vertiefen wollen. Auch reine BWLer können sich zu Salesforce-Spezialisten entwickeln, da sie eine starke Business-Perspektive mitbringen.

Sie interessieren sich für Salesforce und möchten Unternehmen dabei helfen, Lösungen für ihre Geschäftsprozesse zu entwickeln? Dann bewerben Sie sich als Solution Architect Salesforce CRM oder als Salesforce Expert. In unserer Jobbörse finden Sie weitere abwechslungsreiche Salesforce Jobs.

Salesforce-Consultant bei Capgemini – ein gelungener Quereinstieg