UX-Designer bei Capgemini: Innovationen, Prototyping und mehr

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Probleme erkennen und verstehen, Lösungen kreieren und Prototypen bauen – das ist der Joballtag von UX-Designer Marc Stauffer. Im Interview verrät er, wie er und das grip Team Innovationen für einen Großkunden im Automobilbereich vorantreiben.

UI-/UX-Designer Marc Stauffer kümmert sich im sogenannten „grip Team“ bei Capgemini um Digital Product Design. Er ist dafür zuständig, digitale Lösungen zu entwickeln, die im Sinne des „User-Centered Design“ zu Innovationen für Kunden führen. Im Interview erzählt er, wie er und sein „grip Team“ das umsetzen und was die Arbeit dort so besonders macht.

„Meine Aufgabe ist es, Probleme nutzerzentriert zu lösen.“

Marc, du arbeitest als UI-/UX-Designer im „grip Team“. Was steckt da dahinter?

Am Standort Stuttgart entwickeln wir digitale Innovationen für einen Großkunden aus der Automobilbranche, mit dem Ziel, Ideen möglichst schnell auf die Straße zu bringen. Wir bezeichnen uns als „Innovation Kickstarter“ – daher auch der Name „grip“.

Der Unterschied zu klassischen Innovation-Hubs: wir bieten unsere Dienstleistungen exklusiv für diesen Automotive-Großkunden an. Das verschafft uns viele Vorteile. Unser Vorgehen und unsere Fähigkeiten kombinieren wir mit der Expertise und Umsetzungskraft der Projektteams von Capgemini. So enden Ideen nicht nur bei einem Prototyp. Sondern wir besitzen alles Nötige, um die Idee auch direkt umzusetzen und später zu skalieren.

Capgemini arbeitet bereits seit 25 Jahren mit eurem Kunden zusammen – da muss ja eine Menge an Wissen und Erfahrung zusammengekommen sein.

Klar, und wenn wir als „Innovation Kickstarter“ mit ins Spiel kommen, können wir auf dieses Wissen zugreifen. Das ist unser Wertversprechen.

Wir arbeiten eng mit anderen Experten von Capgemini zusammen, die das Automobilunternehmen und dessen IT-Landschaft perfekt kennen. Diesen Vorteil wollen wir bestmöglich in einen Mehrwert für den Kunden umwandeln, d.h. wir nutzen unser Wissen, um passgenauere Lösungen mit einer höheren Geschwindigkeit zu liefern. Außerdem hilft es uns, neue Herausforderungen und Potenziale zu erkennen.

Darüber hinaus ist die Einbettung von grip in das Capgemini-Netzwerk ein großer Vorteil. Dank unserer über 200.000 Kollegen weltweit finden wir immer Experten für die verschiedensten Themen. Das bietet auch die Möglichkeit, unser Vorgehen, unsere Ideen und unser Wissen in die bestehenden Projekte einzubringen und so dort ebenfalls neue Impulse zu setzen. Diese Zusammenarbeit ist uns sehr wichtig.

Apropos Projekte: Mit welchen Dingen beschäftigt ihr euch in der täglichen Projektarbeit?

Von Apps bis hin zu Webplattformen entwickeln wir sämtliche Produkte aus dem digitalen Bereich. Dabei adressieren wir entweder den Endkunden des Automobilkonzerns, etwa im Umfeld von Fahrzeugkonfiguratoren. Oder es geht um interne Anwendungen für das Unternehmen des Kunden, wie die Optimierung von Testfahrten.

Momentan arbeite ich noch an einem grip-internen Projekt mit der Microsoft HoloLens. Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen spielen allgemein eine große Rolle bei uns im Team.

Was sind in dem Zusammenhang deine Aufgaben als UX-Designer?

Meine Hauptaufgabe ist es, Probleme nutzerzentriert zu lösen. Anfangs geht es darum, Probleme zu identifizieren, zu untersuchen und zu validieren. Ich muss sicherstellen, dass wir das richtige Problem lösen. Das kann z. B. durch Interviews mit potenziellen Nutzern geschehen oder auf Basis einer Analyse von bisherigen Nutzungsdaten.

Anschließend geht es darum, möglichst viele Lösungsansätze zu generieren und den bestmöglichen zu finden. Unsere Prototypen nehmen je nach Kontext unterschiedliche Gestalten an, von Papierprototypen über Click-Dummies bis hin zu programmierten Lösungen. Wir stellen uns immer die Frage, welche Art von Prototyp für das Projekt momentan die richtige ist, um schnell neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zum Einsatz kommen dabei gängige Screen-Design- und Prototyping-Tools wie Sketch, InVision, Marvel oder Framer.

Anschließend fällt auch das Testen der Lösungen in meinen Aufgabenbereich, um schnell zu erkennen, was funktioniert und was nicht. So kann ich unserem Kunden Empfehlungen aussprechen, welche Maßnahmen aus meinen Augen für ein Produkt getroffen werden sollten. D.h. ich kreiere Lösungen, validiere diese und optimieren sie weiter per Prototyping und kümmere mich anschließend um die Übergabe zur Implementierung.

Wie arbeitet ihr im Team zusammen?

Außer UX-Designern gehören Entwickler, Berater und Projektmanager zu den wichtigsten inhaltlichen Rollen unseres Teams. (Eine Teamübersicht ist auch auf unserer Website zu finden.)

  • Die Entwickler sind diejenigen Mitarbeiter, die für die Umsetzung von Prototypen und MVPs verantwortlich sind und als technische Experten (je nach Spezialisierung) den Kunden beraten.
  • Die Projektmanager und Berater bilden die Brücke zwischen grip und anderen Capgemini-Projekten. Sie stehen mit den Teammitgliedern der laufenden Projekte in Kontakt. So können wir kontinuierlich neue Chancen identifizieren.
  • Bei den meisten meiner Tätigkeiten arbeite ich zudem eng mit Business Analysts, Software-Ingenieuren und Architekten aus den anderen Projektteams von Capgemini zusammen. Dadurch behalten wir stets im Auge, welche Anforderungen für eine Umsetzung der Lösung relevant sind.

In unserer Position als Dienstleister spielen auch Workshops eine wichtige Rolle. Damit können wir dem Kunden das nutzerzentrierte Denken näher bringen und so gemeinsam zu Lösungen zu kommen, die dem Endanwender helfen.

Der Innovationsprozess und Prototyping im „grip Team“

Worauf achtet ihr im Innovationsprozess und beim Prototyping am meisten?

Es kommt uns vor allem auf drei Punkte an:

  1. User-Centered Design: Wir testen unsere Ideen und Konzepte nicht nur intern, sondern direkt mit dem Endnutzer. Dessen Feedback hilft uns z.B. bei Design Sprints zu erkennen, ob sich unsere Ansätze in die richtige Richtung bewegen.
  2. Kollaboration: Zusammen mit dem Kunden arbeiten wir an neuen Ideen und Prototypen und bleiben den gesamten Prozess über im engen Austausch. Innovationen entstehen nur durch herausragendes Teamwork. Im Januar 2018 sind wir in unseren neuen grip-Space gezogen. Hier haben wir optimale Räumlichkeiten für die enge Zusammenarbeit mit unserem Kunden.
  3. Iteratives Vorgehen: Uns ist es wichtig, in kleinen, konkreten Schritten (wie bspw. Prototypen aus kurzen Design Sprints) zu denken und anschließend aus dem Feedback schnell zu lernen. Wir wollen sicherstellen, dass wir so schnell wie möglich das Richtige tun.

Du hast gerade schon Design Sprints angesprochen. Welche Methoden setzt ihr in eurem Innovationsprozess bevorzugt ein?

Zu unseren zentralen Methoden zählen unter anderem Design Thinking und Google Design Sprints. Meine Aufgabe ist es dann zunächst, Kunden-Workshops methodisch zu leiten und so gemeinsam das Problem zu definieren und Lösungsansätze zu finden. Im Rahmen von Design Sprints bringen wir Leute aus verschiedenen Geschäftsbereichen des Kunden mit unseren Experten sowie den Endkunden zusammen. Interdisziplinäre Teams sind uns wichtig.

Wir haben mit diesen Methoden sehr gute Erfahrungen gemacht. Unser Fokus auf User Centered Design und Prototyping gefällt auch dem Kunden. Es entstehen direkt greifbare Ergebnisse durch die wir schnell zu neuen Erkenntnissen und Ideen kommen.

IT-Jobs im grip Team in Stuttgart

Was erwartet neue Kollegen in eurem Team?

„grip“ besteht aus vielen neugierigen Menschen, die Teamwork, Schaffenskraft und Spaß bei der Arbeit sehr schätzen. Wir sind ein Mix aus erfahrenen und jungen Leuten. Wichtig sind Freiheiten und Autonomie, um Dinge eigenständig zu gestalten und voranzutreiben.

Ein Tipp an alle Job-Neuanfänger: Wer Ideen hat, sollte sich trauen, sie zu äußern. Wir freuen uns über jeden, der von Tag 1 an mitredet und -anpackt.

Vielen Dank für den Einblick in eure Arbeit, Marc!

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