Ingram Publishing | © ThinkstockVon Mensch zu Mensch – zumindest im Mobilfunk werden solche Gespräche in Zukunft in der Minderheit sein. Wenn man den Prognosen glaubt, werden Maschinen das Geschehen dominieren. Noch ist der Markt für die Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) eine Nische, das zeigt die Beteiligung an der M2M Summit im September: Am Messetag trafen sich in Düsseldorf 45 Aussteller und 700 Besucher aus 37 Ländern. Damit war die Veranstaltung zwar sehr international, aber auch sehr überschaubar, um nicht zu sagen familiär. Auch die Anwendungsgebiete waren bislang sehr überschaubar und meistens Insellösungen. Das soll sich jetzt ändern, so hofft der Branchenverband M2M Alliance, denn inzwischen gehe die Entwicklung weg von Individuallösungen hin zur Industrialisierung.

Mittlerweile gibt es für viele Branchen M2M-Lösungen, angefangen bei industriellen Automatisierungs-, Mess- und Steuerungssystemen über Logistik- und Flottenmanagement bis hin zur Medizintechnik und dem bargeldlosen Zahlen. Ausgestattet mit einer SIM-Karte kommunizieren Fahrzeuge, Geräte, Waren, Sensoren und Maschinen Informationen über ihren Standort, Zustand, ihre Bestimmung oder ihren Inhalt an andere Geräte oder die Unternehmens-IT. Der Haupttreiber für solche Anwendungen ist die Möglichkeit Prozesse zu verbessern, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Kosten zu senken.

Ein M2M-Boom würde vor allem auch den Telekommunikationsanbietern zugutekommen, denn ihre angestammten Kernmärkte sind gesättigt. Deshalb haben sich alle großen Provider auf dieses Geschäftsfeld eingestellt und bieten branchenspezifische und individuelle Lösungen an. Denn die Chancen stehen gut, dass sich diese Investition lohnt: Nach OECD-Angaben existieren derzeit weltweit rund fünf Milliarden M2M-Geräte. Im Jahr 2020 sollen es voraussichtlich zehnmal so viele sein.

Ob M2M auch schon bei den Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekommen ist, werden wir im kommenden Frühjahr erfahren, wenn die Ergebnisse der IT-Trends-Studie 2013 vorliegen. Wir werden zum ersten Mal abfragen, wie viele Unternehmen M2M bereits nutzen oder Projekte dazu geplant haben. Dann wird sich herausstellen, ob die Technologie marktreif ist und von den Anwendern akzeptiert wird. Ich bin gespannt!

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