Manuel Götz ist IT-Architekt bei Capgemini und damit immer auf dem neuesten Stand der Technologien. Was er heute entwickelt, muss auch in Zukunft bestehen können.

Dabei ist Fachwissen für eine IT-Karriere nicht alles. Das findet zumindest IT-Architekt Manuel. Er sieht sich als Übersetzer, der immer auch die Sprache des Kunden sprechen muss. Eine echte Herausforderung – die ihm viel Spaß macht, wie er im Interview erzählt.

Vom Berater zum IT-Architekten

Stell dich bitte kurz vor.

Ich arbeite seit zwei Jahren bei Capgemini im Bereich Digital Customer Experience, konkreter in der Salesforce Practice. Das bedeutet, ich erstelle Architekturen in der Cloud-Software Salesforce (PaaS, SaaS) und plane die Anbindung von Salesforce an die restliche IT-Landschaft eines Kunden. Ich bin hauptsächlich in München und Nürnberg tätig.

Wie sieht dein Werdegang aus und wie kamst du zu Capgemini?

Ich habe nach dem Abitur Informatik in Erlangen studiert und anschließend in diesem Bereich an der Universität Bayreuth promoviert. Danach habe ich drei Jahre eine technisch getriebene Prozessmanagement-Beratung aufgebaut. So habe ich meine IT-Karriere gestartet. Dann bin ich zu dem kleinen Beratungsunternehmen Oinio gewechselt, das sich auf Salesforce spezialisierte. Dort war ich Senior Consultant, IT-Architekt und schließlich Chief Technology Officer, bis Capgemini Oinio 2016 übernahm.

Was den Job als IT-Architekt so spannend macht

Hattest du schon früher den Wunsch, als IT-Architekt zu arbeiten?

Ja, diese Position hat mich schon immer angesprochen, da ich ein technisch interessierter Mensch bin. Sie ist sehr abwechslungsreich und ich bin immer auf dem neuesten Stand der Technologien. Außerdem habe ich viel Kontakt mit Menschen – ich sitze keineswegs nur vor dem PC und schreibe Code. Die Kombination aus Kommunikation und Technik entspricht genau meinen Stärken.

Was reizt dich aktuell am meisten an deiner Rolle?

Es macht mir Spaß, bei unseren Kunden große Architekturen zu entwerfen, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Software kann man für ein halbes Jahr bauen, eine IT-Architektur muss mindestens fünf bis zehn Jahre bestehen, sonst ist sie nicht gut. Dieser Weitblick in die Zukunft reizt mich und macht meine Arbeit zu einer spannenden und herausfordernden Tätigkeit.

Auf welchen Kundenprojekten arbeitest du in deiner Position?

Ich bin aktuell hauptsächlich für einen großen deutschen Sportartikelhersteller tätig, aber auch in andere Projekte involviert. Dort biete ich Rückendeckung für andere IT-Architekten, die noch am Beginn ihrer Capgemini-Karriere stehen. Für den Sportartikelhersteller bin ich für die Programmarchitektur zuständig. Ich habe als Programmarchitekt nicht nur ein Projekt im Blick, sondern bin übergeordnet für verschiedene Projekte zuständig. So stelle ich sicher, dass sie in die Gesamtarchitektur passen.

Wie arbeitest du mit dem Kunden zusammen?

Eine enge Zusammenarbeit der Capgemini-Teams mit den Teams auf Kundenseite ist sehr wichtig. Ich arbeite mit vielen verschiedenen Teams bei einem Kunden, aber auch über Kunden hinweg. Ich spreche auf Kundenseite mit Menschen unterschiedlichster Positionen. Als IT-Architekt brauche ich das Verständnis für zukünftige Geschäftsentwicklungen meines Kunden. Dabei muss ich als Architekt auch die Sprache des Kunden sprechen und verstehen. Ich muss vermitteln, aber auch einen eigenen Standpunkt vertreten. So kann ich gemeinsam mit dem Kunden das beste Ergebnis finden. Jedes Projekt ist dabei individuell. So kann ich mich in meiner Karriere bei Capgemini auch immer wieder weiterentwickeln.

Wie gestaltet sich dein Alltag als IT-Architekt?

Wie der Alltag aussieht, ist immer abhängig von der Projektphase. Am Anfang eines Projekts spreche ich viel mit dem Kunden, habe viele Workshops und Diskussionen. Darauf folgt eine Phase, in der wir Lösungen entwickeln. Damit gehen wir dann zum Kunden – in dieser Phase findet wieder mehr Interaktion und Kundenkontakt statt, bis wir eine Freigabe haben. Ab dem Punkt der Umsetzung bin ich nur noch für Rückfragen zuständig, da kann ich als IT-Architekt auch schon in die nächste Phase des Projekts starten, während die Entwickler parallel noch an ihrer ersten Stufe arbeiten.

Stichwort Karrieremodell: Wie denkst du über deinen Karrierepfad?

Es gibt bei Capgemini die IT-Architekten-Laufbahn. In der Regel steigt man nicht direkt nach der Uni als Architekt ein, sondern durchläufst vorab mehrere Stationen. Man startet typischerweise als Consultant und wechselt dann in die Architektur-Laufbahn. Hier spezialisiert man sich als IT-Architekt auf ein konkretes System oder systemübergreifend auf die Planung von Integrationen, also das Einbetten von Systemen in andere IT-Landschaften. Ich finde es toll, dass man den Karriereweg jederzeit wechseln kann. Man muss sich nicht auf eine Laufbahn festlegen und ist in ihr gefangen, sondern kann auch in andere Schwerpunkte setzen, wenn sich die Interessenslage ändert.

Was Interessenten für den Job als IT-Architekt beachten sollten

Was muss ein guter IT-Architekt mitbringen?

Technisches Grundverständnis und Kommunikationsfähigkeit sind die zwei wichtigsten Skills. Ein IT-Architekt muss nicht nur herausfinden, was die Menschen wollen, sondern auch, was sie tatsächlich brauchen. Egal, in welches Projekt oder zu welchem Kunden man kommt, man muss zunächst den Status Quo der IT-Landschaft des Kunden verstehen. Die Betrachtung einer bestehenden Enterprise Architecture ist ein wichtiger Punkt für die IT-Architektur. Erfahrung hilft hierbei natürlich; man wird beim Aufbau derselbigen aber nicht allein gelassen, sondern kann in jedem Projekt etwas von erfahreneren Kollegen lernen.

Was kannst du zukünftigen Bewerberinnen und Bewerbern mit auf den Weg geben, wenn sie sich für eine Position als IT-Architekt bei Capgemini interessieren?

Du solltest bereit sein, viel Neues zu lernen. Nur mit IT-Fachwissen allein wirst du nicht weit kommen. Für IT-Architekten verändert sich alle zwei Jahre eine Menge, daher solltest du Spaß an einer stetigen Weiterentwicklung haben. Es gibt etliche Schulungen und Angebote von Experten. So bekommst du sehr viel Know-how mit und der Weg für deine künftige IT-Karriere ist geebnet.

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