Sie heißen IT-Berater, IT-Consultants oder Business Analysten – ihre Aufgaben gehen jedoch weit über die Beratung hinaus. Nico Gödel berichtet im Interview, was seinen Job als IT Business Analyst so reizvoll macht.

Nico Gödel begeistert sich seit jeher für Luftfahrt und IT. Als Business Analyst bei Capgemini kann er beides miteinander verbinden. Er arbeitet heute an der Schnittstelle zwischen dem Fachbereich seines Kunden und der IT. Die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter zählt für den Teamleiter zu den Aufgaben, die er am meisten liebt.

Der Beginn: Wie ein Pilot zur IT kam

Wie kamst du zu Capgemini und wie nennt sich deine Tätigkeit genau?

Ich habe vor fünf Jahren auf der Homepage von Capgemini gesehen, dass ein Bereich Aerospace in Hamburg aufgebaut werden soll. Das interessierte mich und ich habe mich auf eine Stelle in diesem Bereich beworben. Heute bin ich bei Capgemini in Hamburg als People Development Lead tätig. Genauer gesagt für BTech AuMa (BTech = Business Technology Consulting, AuMa = Automotive und Manufacturing).

Wie sah dein Werdegang bis zu deiner Anstellung bei Capgemini aus?

Ich war 16 Jahre lang Offizier bei der Bundeswehr und in verschiedensten Positionen in der Luftfahrt tätig, unter anderem als Hubschrauberpilot. Ich habe in Hamburg studiert und im Bereich Elektrotechnik mit Anwendungen aus der Luftfahrt promoviert. Danach bin ich in ein Unternehmen gewechselt, das Militärhubschrauber produziert. Dort war ich für die Softwarepflege und -wartung der militärischen Systeme verantwortlich. Im Prozessmanagement war ich als interner Berater tätig. Ein Job im neuen Luftfahrt-Team von Capgemini hat für mich also perfekt gepasst.

Wie hatte damals die Umstellung von einer Tätigkeit im öffentlichen Sektor zur Arbeit im privaten Sektor geklappt?

Das war sehr einfach. Hier wie dort geht es um dynamisch zusammengefügte Expertenteams, die eine Aufgabe umsetzen müssen und darin habe ich mich leicht wiedergefunden. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Projekte in den verschiedenen Sektoren in ihrer Dynamik. Im privaten Sektor werden Entscheidungen viel schneller getroffen.

War Business Analyst schon immer dein Traumjob?

Als kleiner Junge wollte ich Pilot werden. Diesen Traum habe ich mir erfüllt. Dann wollte ich in die Beratung – aber eigentlich auch Ingenieur sein. Als Business Analyst bei Capgemini habe ich die Möglichkeit, beides miteinander zu vereinen. Das ist eine Traumposition für mich.

Die facettenreichen Aufgaben eines Business Analysten

Was sind die Vorzüge dieser Position bei Capgemini?

Ich habe ein ganz tolles Team aus unterschiedlichsten Mitarbeitern, die unseren gemeinsamen Erfolg ausmachen. Sie verkaufen innovative Themen bei unseren Manufacturing-Kunden und liefern sie auch. Ich bin stolz darauf, dieses Team weiterzuentwickeln.

Was reizt dich aktuell am meisten an deiner Position?

Ich will meinen Mitarbeitern Konstellationen bieten, in denen sie sich optimal entwickeln können. Außerdem muss ich als Business Analyst für die Herausforderungen des Kunden immer die bestmögliche Lösung finden und liefern.

Was zeichnet einen IT-Business Analysten aus? Welche Skills braucht man?

Als Business Analyst bin ich die Schnittstelle zwischen der IT und den einzelnen Fachbereichen des Kunden. Dazu muss ich sowohl den Fachbereich verstehen, als auch die Technologien und Innovationen parat haben, mit denen sich eine Vision verwirklichen lässt. So agiere ich auf beiden Seiten.

Auf welchen Kundenprojekten arbeitest du in deiner Position und wofür bist du in den Projekten verantwortlich?

In bin derzeit operativer Projektleiter für ein Team, das eine Neueinführung der SAP-S/4HANA-Lösung bei einem Kunden aus dem öffentlichen Sektor vorbereitet. Durch meine Berufserfahrung bringe ich dafür ein besonderes Verständnis mit.

Wie groß ist dein Projekt-Team?

Das Team besteht aus sieben bis zehn IT-Beratern, je nachdem, in welcher Phase wir welche Expertise benötigen. Die Teammitglieder wechseln zwar, aber es gibt ein Kernteam.

Beschreibe den Team Spirit bei Capgemini!

Das Team-Element ist bei Capgemini enorm wichtig. Es arbeiten viele Experten aus verschiedensten Bereichen zusammen an einer übergeordneten Aufgabe. Da sind Zusammenhalt und Austausch unerlässlich. Wir sind mit Herzblut bei der Sache und unterstützen uns deshalb sehr.

Wie gestaltet sich dein Alltag in deiner Position?

Es gibt keinen typischen Tag im Leben eines IT-Beraters. Sicher, die Lieferung oder die Projektarbeit beim Kunden bestimmt unseren Alltag. Darüber hinaus habe ich aber noch viele Führungsthemen mit meinen Mitarbeitern, wie z. B. die Besprechung neuer Projekteinsätze. Hinzu kommt das Business Development, bei dem wir auf Neukunden zugehen und Themen erarbeiten. Wir nehmen zum Beispiel an Ausschreibungen teil. Dazu müssen wir ein Expertenteam zusammenstellen, das Ideen, Konzepte und Referenzen vorträgt und die nächsten Schritte mit dem Kunden plant.

Karriere und Weiterbildung bei Capgemini

Inwiefern nutzt du die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten bei Capgemini?

Ich war 2016 und 2017 Teilnehmer im Excellerate & Lead Programm, eine Weiterbildung für High Potentials und angehende Führungskräfte. Das war für mich eine ganz tolle Erfahrung, weil hochkarätige Trainer ein stimmiges Gesamtprogramm abgeliefert und die Teilnehmer eine tolle Gemeinschaft gebildet haben. Darüber hinaus sind Trainings bei uns an der Tagesordnung. Über unsere Innovationspartner gibt es auch Partner-Events, die wie Trainings aufgebaut sind und bei denen uns unsere Partner ihre neuesten Technologien vorstellen.

Welche Trainings würdest du jedem Mitarbeiter empfehlen?

Für alle, die viel in der Kundenkommunikation tätig sind, empfehle ich eine Grundschulung im PowerPoint-Design – am besten ganz am Anfang der Karriere. Das tägliche Brot des Business Analysten ist das Gestalten und Vorstellen von Präsentationen. Da sollte jeder mit bestem Know-how aufgestellt sein. Darüber empfehle ich fachliche Trainings entsprechend der jeweiligen fachlichen Entwicklungsrichtung, um kompetent den Kunden in den spezifischen Technologien beraten zu können.

Stichwort Karrieremodell: Hast du einen festen Pfad eingeschlagen?

Ich fühle mich aktuell sehr wohl in der Rolle des Business Analysten, weil es einfach sehr gut zu mir passt. Ich bin gerade zum Managing Business Analysten befördert worden. Das heißt, es ist jetzt an der Zeit, die Grundlagen für die nächste Karrierestufe zu legen.

Nicos Tipps für Bewerber

Was kannst du zukünftigen Bewerberinnen und Bewerbern von Capgemini mit auf den Weg geben, wenn sie sich für eine Stelle als Business Analyst interessieren?

Die Aufgaben des Business Analysten werden immer wichtiger, da die IT ein immer größeres Verständnis von den Fachbereichen der Kunden erlangen muss. Das heißt, die IT muss proaktiv Lösungen vorschlagen, die die Fachbereiche weiterbringen. Hier spielen die neuen Technologien aus dem Digital Manufacturing wie z. B. Cloud-Plattformen, IoT-Lösungen und Künstliche Intelligenz wie Machine Learning eine große Rolle. Für solche Themen sollten sich Bewerber interessieren. Sie sollten darüber hinaus deutlich machen, dass sie in ihrem ausgewählten Thema Detailwissen vertiefen wollen und uns als gesamtes Team weiterbringen können.

Ist ein Quereinstieg für Bewerber möglich? Wenn ja, aus welchen Bereichen können Sie sich einen Quereinstieg vorstellen? Gibt es überhaupt Grenzen?

Generell ist ein Quereinstieg in die Position des Business Analysten immer möglich. Was zählt, ist die Fähigkeit, sich in neue Themen einzuarbeiten. Das Studium oder der Background spielen dann eine eher untergeordnete Rolle. Ein Business Analyst bei BTech AuMa sollte allerdings verstehen, wie die Prozesse in einem Produktionsunternehmen aussehen und wie maschinennahe Technologie funktioniert. Deshalb ist es ist hilfreich, wenn ein Kandidat Erfahrungen in diesem Feld mitbringt.

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