rbereitung auf intelligente Fabriken

Obwohl 76 Prozent der Hersteller eine Initiative für eine intelligente Fabrik gestartet haben oder aktuell erarbeiten, sind nur 14 Prozent mit ihrem Erfolgsgrad zufrieden. Nur 6 Prozent sehen sich als „Digitale Master“: eine fortgeschrittene Phase der Digitalisierung von Produktionsprozessen mit starker Basis aus Visionen, Steuerung und Know-How.

Erkenntnisse des Berichts

Intelligente Fabriken können der Wirtschaft in den nächsten 5 Jahren zwischen 500 und 1500 Milliarden USD zusätzlich bringen.

INTELLIGENTE FABRIKEN STEIGERN DIE HERSTELLUNGSLEISTUNG IM TURBO-MODUS

Hersteller erwarten, dass intelligente Fabriken zu Leistungsverbesserungen führen, die frühere Erfolge deutlich übertreffen:

Die Herstellung hat in Zeiten von Industrie 4.0 Zugriff auf digitale Technologien wie Internet-of-Things, Big Data Analytics, Künstliche Intelligenz, Advanced Robotics, 3D-Druck und Cloud-Computing, die die Tür zu unglaublichen Errungenschaften für frühzeitige Anwender, sogenannte Early Adopters, geöffnet haben.

Die aktuellen und zukünftig zu erwartenden Vorteile dieser Entwicklungen sind erheblich. Hersteller erwarten, dass sich die pünktliche Lieferung fertiger Erzeugnisse um das 13-fache beschleunigt, und Qualitätsindikatoren auf die mehr als zwölffache der Rate gehoben werden, die seit 1990 gemessen wurde. Hersteller sagen voraus, dass Kostenbestandteile wie Capex & Inventar, bezogen auf den seit 1990 gemessenen Optimierungsgrad, um den Faktor zwölf und Material-, Logistik- und Transportkosten um den Faktor elf verbessert werden. Gleichzeitig soll die Optimierung der Gesamtproduktivität um den Faktor 7 und die Verbesserung der Arbeitskosten um den Faktor 9 steigen, vergleichen mit der Wachstumsrate seit 1990.

Hersteller aus unterschiedlichen Branchen, die sich das Potenzial intelligenter Fabriken zu Nutze machen, sehen die größten Gewinne für die industrielle Nutzung bei der Produktivität und der Qualität der

Schlüsselländer: Unsere Forschung zeigt, dass die USA und im Besonderen Westeuropa einen frühen Vorsprung errungen haben. Beinahe die Hälfte der Hersteller in den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben bereits eine laufende Smart Factory Initiative.


Quelle: Capgemini Digital Transformation Institute, smart factory survey, February-March 2017

DER GEWINN DURCH INTELLIGENTEN FABRIKEN IST FÜR HERSTELLER ZU GROSS, UM BEI VORBEREITUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT ZÖGERN

Mit angemessenem Einsatz von Ressourcen sowie effektivem Transformationsmanagement können durchschnittliche Hersteller durch die Implementierung digitaler Technologien in ihre Unternehmensprozesse industrielle Führerschaft erreichen.

Die Analyse eines hypothetischen, durchschnittlichen Fahrzeug- und LKW-Herstellers mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde USD und einer operativen Gewinnmarge von 5 Prozent offenbart, dass die Hersteller, die aktuell auf einem durchschnittlichen Effektivitätslevel arbeiten, eine Leistungssteigerung erleben könnten, die sie in eine industrielle Führungsposition katapultieren  würde. Dieser Sprung der Gewinnspanne von 36 auf 108 Prozent entsteht aus der Kombination von Verbesserungen der Produktivität und Leistungssteigerung in Verbindung mit einer Reduktion der variablen Kosten. Im Ergebnis können die Investitionen in die Digitalisierung von den Herstellern nicht ignoriert werden, wenn langfristige Zuwächse realisiert werden sollen.

WIE KÖNNEN HERSTELLER DEN ERFOLG IHRER SMART-FACTORY-INITIATIVEN SICHERSTELLEN? EIN BLICK AUF DIE DIGITALEN MASTER

Digitale Master sind den Anfängern bei digitalen und transformationsbasierten Schlüsselparametern davongelaufen. Sie bieten den Bauplan, dem andere folgen können, um ähnliche Erfolge zu erringen.

Um zu verstehen, was Digitale Meister von den Anfängern unterscheidet, analysieren wir die Parameter der beiden Dimensionen: Digitale Intensität  und die Intensität des Transformationsmanagements.

Digitale Intensität: Für die Digitale Intensität waren der Digitalisierungsprozess und aufkommende fortgeschrittene digitale Technologien die beiden Hauptunterscheidungsmerkmale. Man erkennt, dass eine deutliche Mehrheit der Digitalen Master (annähernd 80 Prozent) sagte, dass mehr als 50 Prozent ihrer Prozesse in allen Schlüsselbereichen schon digitalisiert wurden. Dagegen antwortete weniger als ein Drittel der Anfänger auf die gleiche Weise. Ebenso baut nur ein Fünftel aller Beginner Schlüsseltechnologien wie Big Data oder fortgeschrittene Robotertechnik auf, während eine große Mehrheit der digitalen Master diese Technologien bereits wirksam vorantreibt.

Intensität des Transformationsmanagements: Digitale Fertigkeiten und Kontrolle sind die zwei größten Unterscheidungsmerkmale der Intensität des Transformationsmanagements. Wir fanden heraus, dass sehr wenige Anfänger mit ihren Fähigkeiten in Kernthemen wie Datenanalyse,  Automation und Cyber-Sicherheit zufrieden sind; die meisten Master dagegen sahen diese Fähigkeiten als erforderlich an. Die Mehrheit der Anfänger hält sich nicht an die Grundsätze des Transformationsmanagements, wie eine Führungskraft zu bestimmen oder einen Strategieplan festzulegen.

Unsere Analyse zeigt die Kerneigenschaften der Digitalen Master.

Digitale Master machen größere Fortschritte mit intelligenten Fabriken als ihre Konkurrenz: 72 Prozent der digitalen Master haben einen guten oder sogar besser als erwarteten Fortschritt in ihren Initiativen mit intelligenten Fabriken gemacht, im Vergleich zu 37 Prozent der Beginner. Beunruhigend ist, dass 39 Prozent der Beginner angeben, sich mit ihren Initiativen zu intelligenten Fabriken abzukämpfen.

Digitale Master investieren aggressiv – auch in Weiterbildung: 45 Prozent der digitalen Master haben in den letzten fünf Jahren mehr als 10 Prozent ihrer jährlichen Erlöse in Initiativen zu intelligenten Fabriken investiert. Dem stehen nur 17 Prozent der Anfänger gegenüber. Während 73 Prozent der Master einen bedeutenden Anteil ihres Weiterbildungsbudgets dafür verwendet haben, digitale Fähigkeiten aufzubauen, taten dies nur 17 Prozent der Beginner.

Digitale Master haben aggressivere Ziele: 58 Prozent der digitalen Master haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihren intelligenten Fabriken innerhalb von fünf Jahren den Break-Even zu erreichen, bei den Anfängern sind es nur 18 Prozent. Die Master haben also die ambitionierteren operativen KPI-Ziele. 40 Prozent zum Beispiel haben ein Qualitätsziel, von den Beginnern haben das nur 26 Prozent. Ziele zu operativen Schlüsselzahlen für Beginner stehen im Wesentlichen hinter den Zielen, die sich die digitalen Master gesetzt haben, zurück.

HERSTELLER MÜSSEN SICH DER DIGITALISIERUNG VERSCHREIBEN

Durch das Lernen von Digitalen Mastern können Unternehmen, die bisher keinen Erfolg mit intelligenten Fabriken errungen haben, erkennen, wie sie ihre Ziele besser erreichen können.

Unsere Befragung zeigt, dass Digitale Master einen ganzheitlichen Blick auf ihre Transformation zu intelligenten Fabriken werfen. Darüber hinaus haben 98 Prozent der Digitalen Master einen Fahrplan für ihre Smart-Factory-Initiativen aufgestellt, verglichen mit nur 41 Prozent der Beginner. Es hat sich gezeigt, dass Digitale Master den Lohn für ihr strukturiertes Vorgehen erhalten.

Eine große Mehrheit der Unternehmen ist jedoch noch auf dem Weg zur Erlangung des Reifegrads Digitaler Master. Das bedeutet, dass es verschiedene strategische Anforderungen an Hersteller gibt, die vom Grad ihrer digitalen Erfahrenheit anhängen.