eGovernment Benchmark 2019

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Europäische Bürger profitieren zunehmend von digitalen Verwaltungsservices

Die jährliche eGovernment Benchmark Studie bewertet, wie die EU-Länder hinsichtlich der  Verfügbarkeit digitaler Verwaltungsservice abschneiden. Der im Auftrag der Europäischen Kommission und unter Leitung von Capgemini durchgeführte eGovernment Benchmark 2019 kommt zu dem Schluss, dass sich die Kluft zwischen Spitzenreitern und Ländern mit Nachholbedarf kleiner wird und dasss sich die Bereitstellung von Online-Diensten für Bürger und Unternehmen insgesamt verbessert hat. Im Fokus standen dieses Jahr digitale Services für die vier „Lebenslagen“ Unternehmensgründung, Familienleben, Verlust und Suche nach einem Arbeitsplatz sowie Studium.

 Marc Reinhardt, Leiter Public Sector bei Capgemini Deutschland dazu:

Die Ergebnisse von 2019 sind ein Beweis dafür, dass sich die europäischen Staaten nicht ausruhen, sondern kontinuierlich danach streben, ihre Online-Dienstleistungen zu verbessern. Deutschland ist bereits heute in  den Lebenslagen Arbeitsplatzsuche und Familienleben europaweit führend – durch die derzeit laufenden Initiativen im Rahmen des Digitalisierungsprogramms sollte es gelingen, diesen Vorsprung zu halten oder sogar auszubauen. Ein nächster Schritt für Europa und speziell in Deutschland wird die Einrichtung grenzenloser Dienste mit vertrauenswürdiger Authentifizierung sein. Die mittlerweile für die wichtigsten Smartphones verfügbare, direkte Authentifizierung mit dem neuen deutschen Personalausweis kann hier ein wichtiger Hebel sein. Die Führungsrolle bei der Umsetzung der eIDAS[4]-Verordnung versetzt Deutschland in die Lage, Punkte im europäischen Vergleich gutzumachen. 

Weiterhin betont Reinhardt die Rolle des Portalverbunds in Deutschland:

„In Deutschland steigen die Nutzer entweder über Suchmaschinen oder in zunehmendem Maße auch über das Verwaltungsportal ihres Vertrauens ein, welches ein kommunales Verwaltungsportal oder auch ein häufig genutztes Landes- oder Bundesportal sein kann. Von diesem können sie, nach vollständiger Umsetzung des Portalverbunds bis spätestens 2022, alle weiteren Verwaltungsportale in Deutschland erreichen. Zudem sollen über den Portalverbund für jeden Bürger das Nutzerkonto inklusive eines digitalen Postfachs, eine nutzerfreundliche Authentifizierung und beispielsweise eine Bezahlfunktion sichergestellt werden. Damit werden entsprechende Forderungen der EU gleichzeitig erfüllt.“

Die Bewertung dieser Dienste umfasst die vorrangigen Bereiche des EU-Aktionsplans für elektronische Behördendienste 2016-2020. Jeder Prioritätsbereich wird durch einen oder mehrere Indikatoren gemessen, die in den sogenannten Top-Level-Benchmarks enthalten sind:

  • Benutzerzentriertheit: Gibt an, inwieweit ein Dienst online bereitgestellt wird, auf Mobilgeräten nutzbar ist und wie seine Benutzerfreundlichkeit ausfällt (im Hinblick auf die verfügbaren Online-Support- und Feedback-Mechanismen).
  • Transparenz: Gibt an, inwieweit die Regierungen über den Prozess der Erbringung von Dienstleistungen, die Verantwortlichkeiten und Leistungen öffentlicher Organisationen und die in öffentlichen Dienstleistungen verarbeiteten personenbezogenen Daten transparent sind.
  • Grenzüberschreitende Mobilität: Gibt an, inwieweit Nutzer öffentlicher Dienste aus einem anderen europäischen Land die Online-Dienste nutzen können.
  • Schlüsselfaktoren: Gibt an, inwieweit technische und organisatorische Voraussetzungen für die Erbringung von eGovernment-Dienstleistungen wie elektronische Identifikation und authentische Quellen vorhanden sind.

Für die Studie wurden die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Island, Norwegen, Montenegro, die Republik Serbien, die Schweiz, die Türkei, Albanien und Mazedonien (EU28+) berücksichtigt.

Die Pressemeldung zur Studie finden Sie hier: https://www.capgemini.com/de-de/news/eu_egovernment-benchmark-2019/ 

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eGovernment Benchmark I...

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eGovernment Benchmark Country...

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