Im ersten Teil dieser Artikelserie wurde ein Ordnungssystem für die Klassifizierung und den Vergleich von Enterprise Architecture (EA)-Frameworks vorgestellt. Auf der Grundlage dieses Ordnungssystems bewertet der vorliegende zweite Teil 55 verschiedene Framework-Vertreter. Ausgangspunkt der Grundgesamtheit ist die EAF-Auflistung von Matthes (2011) in seinem Buch „Enterprise Architecture Frameworks Kompendium“. Das Ordnungssystem besteht aus sechs Dimensionen: die Abdeckungsweite von Organisationen, der EA-Domänenumfang, die Wandlungsfähigkeit, die Ausrichtungsdimensionen, die intentionale und die zeitliche Dimension. Das Ziel besteht darin, anhand eines integrierten und komprimierten Überblicks, leichter Entscheidungen bei der Framework-Auswahl treffen zu können. Die Betrachtung der einzelnen Dimensionen bietet eine geeignete Sicht auf die Charakteristiken der Frameworks. Der Vergleich setzt eine integrierte Betrachtung der Dimensionen voraus. Deren Ergebnis ist, dass die Einsatzgebiete und der Funktionsumfang von EAFs sich unabhängig von der intentionalen Dimension stark ähneln.