Die Cloud eignet sich demgegenüber besonders gut für Lösungen, die flexibel und skalierbar sein sollen. Wie wir die Cloud für unsere Kunden zum strategischen Business Enabler gemacht haben, erzählen wir in drei Erfolgsgeschichten in drei Branchen.

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten damit, ihre Produkte, Services und Webseiten schnell zu verändern, um auf aktuelle Anforderungen ihrer Kunden und Trends zu reagieren. Die dahinter liegenden IT-Systeme sind häufig nicht darauf ausgelegt, permanent angepasst zu werden, oder veraltet, so dass Agilität zum Kraftakt wird.

Die Cloud eignet sich demgegenüber besonders gut für Lösungen, die flexibel und skalierbar sein sollen. Um diese Vorteile zu nutzen, müssen die Kernanwendungen nicht immer neu entwickelt werden. Es gibt Lösungen, die Alt und Neu verbinden und auf diese Weise das Beste aus beiden Welten vereinen: Kontinuität und Flexibilität. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Unternehmen durch die Verlagerung kundenseitiger Anwendungen in die Cloud – ganz oder in Teilen – einfacher und schneller neue Services für ihre Kunden bereitstellen können. Neben der technischen Umsetzung hat Capgemini bei diesen Projekten auch seine Expertise und Erfahrung mit Lösungen eingebracht, die Kommunikation und Service verbessern und die Bedürfnisse der Endkunden optimal abdecken.

Konsumgüterindustrie

Migration von mehreren Dutzend Webseiten in die Cloud: Zentrale Lösung spart Zeit und senkt die Kosten

Ein internationaler Hersteller von Konsumgütern betrieb mehrere Dutzend Webseiten in deutscher Sprache. Sie wurden überwiegend auf eigenen Servern gehostet und von verschiedenen Agenturen und Dienstleistern gepflegt. Um die Kosten und den Aufwand zu reduzieren, wollte die IT-Abteilung die Pflege vereinfachen und die dahinter liegenden Prozesse optimieren. Daher sollten sie in die Amazon Web Services (AWS)-Cloud migriert werden, die der Konzern als Standard-Cloud-Lösung nutzt. Da viele Seiten außerdem nicht mehr den aktuellen technologischen Anforderungen entsprachen, sollten sie im Rahmen des Projektes ebenfalls modernisiert werden.

Das Unternehmen beauftragte Capgemini mit der Planung und Umsetzung der Migration. Dazu klärte Capgemini zunächst rechtliche sowie Datenschutz-Aspekte und harmonisierte die Anforderungen aller Projekt-Beteiligten. Parallel dazu suchte das Team nach einer geeigneten Content-Management-Lösung, die redaktionelle Prozesse unterstützt und den Prozess von der Entwicklung bis in die Produktion vereinfacht.

Anschließend migrierte Capgemini über den Zeitraum von einem Jahr nach und nach alle Webseiten in die Amazon-Cloud, was unterm Strich die Entwicklungs- und Betriebskosten pro Webseite signifikant reduzierte. Darüber hinaus kann das Unternehmen seine Seiten jetzt deutlich schneller anpassen, weil die Änderungen zentral vorgenommen werden können. Das ermöglicht außerdem, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften besser zu kontrollieren, so dass das Risiko reduziert wurde. Die neue Lösung bietet eine höhere Verfügbarkeit, unterstützt moderne Technologie-Standards und erleichtert die Widerverwendung von Funktionalitäten auf verschiedenen Webseiten.

Energieversorgung

Schnelle Umsetzung von Geschäftsideen mit einer Cloud-Managed-Services-Plattform

Ein deutscher Energieanbieter baut seine Anwendungslandschaft neu auf, um das Produkt-Portfolio zu flexibilisieren und auf den Kunden zugeschnittene Angebote zeitnah anbieten zu können, sowie:

  • Prozesse mit Hilfe von Selbstbedienungsfunktionen für Kunden stärker zu automatisieren
  • Services und Daten aller Vertriebskanäle zu harmonisieren
  • Informationen zu gewinnen, um Kunden länger zu halten

Der Energieanbieter beauftragte Capgemini mit der Erarbeitung und Umsetzung eines entsprechenden technischen Konzeptes und Business Case. Capgemini entwickelte auf der Basis von Capgeminis Enterprise iPaaS eine digitale Plattform, die Cloud-Services mit vor Ort betriebenen Anwendungen verknüpft. Da sie in der Amazon-Web-Services-Cloud betrieben wird, ist sie hochskalierbar. Services können automatisch provisioniert werden und sind verschlüsselt. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert. Als erster Anwendungsfall wurde der Prozess „Order to Cash“ optimiert und ausgebaut.

Mit der neuen Plattform kann das Unternehmen jetzt schnell auf die Marktanforderungen reagieren, da die leichtgewichtige Architektur es ermöglicht, interne und externe Services schnell zu verknüpfen. Darüber hinaus laufen nun viele Prozesse automatisch ab, was die Kosten reduzierte.. Mitarbeiter und Führungskräfte profitieren von integrierten Analysen, die die Entscheidungsfindung erleichtern. Aufgrund des flexiblen Abrechnungsmodells entstehen Kosten abhängig von den tatsächlich genutzten Ressourcen.

 

Automobilindustrie

Integrierte Multikanal-Kundenkommunikation als Managed Service

Ein großer Automobilkonzern hatte aufgrund historisch gewachsener Strukturen viele verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Regeln und Prozessen für die Kommunikation mit seinen Endkunden. Inhaltliche Änderungen mussten manuell durchgeführt werden und die Übersicht über die Kommunikation fehlte, da es kein übergreifendes Reporting-System gab.

Nach einer umfangreichen Analyse entwickelte Capgemini ein Konzept für einen zentralen Kommunikations-Service in der Cloud, über den die gesamte Kundenkommunikation der verschiedenen Regionen und Geschäftseinheiten abgewickelt werden kann. Er basiert auf einem Content-Management-System, das regelbasiert arbeitet, den Redaktionsprozess strukturiert und die Qualitätssicherung erleichtert. Über diese Plattform werden qualitätsgesicherte Inhalte in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt, die vollautomatisch in den verschiedenen Formaten generiert und versendet werden können. Das System verarbeitet darüber hinaus die eingehenden Nachrichten, speichert die Kommunikationshistorie zu jedem Kunden und erstellt Berichte.

Die Mitarbeiter der verschiedenen Geschäftseinheiten werden durch den zentralen Service bei administrativen Aufgaben und beim Reporting deutlich entlastet, gleichzeitig stieg die Qualität durch die Professionalisierung der Kommunikation. Durch die Nutzung von Cloud-Services konnte der neue Service schnell in Betrieb gehen. Er löst verschiedene technische Plattformen ab, die jetzt nicht mehr weiterentwickelt und gepflegt werden müssen, was die Kosten senkt. Dazu trägt auch das Abrechnungsmodell des Cloud-Services bei, denn der Kunde bezahlt nur die Leistungen, die er in Anspruch nimmt.