Metastudie: World Energy Markets Observatory 2020

Mit dem Ziel eines „better normal”

Die 22. Ausgabe des World Energy Markets Observatory (WEMO) zeigt eine Welt, die darum kämpft, wichtige Schritte gegen den Klimawandel zu unternehmen, während sie die Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie angeht.

Der WEMO 2020 untersucht, wie der Energiesektor diese konkurrierenden Prioritäten in Einklang bringen kann. Wir stellen darin praktische Strategien vor, wie Versorgungsunternehmen, politische Entscheidungsträger und Privatunternehmen kurzfristig Resilienz aufbauen und dabei langfristige Nachhaltigkeit erzielen können.

Die Erkenntnisse stellen wir auch in einem interaktiven eBook vor. Sie können es online öffnen oder herunterladen, um zusätzliche Daten und Analysen unseres globalen Experten-Teams zu erhalten:

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  1. Die Energienachfrage schwächte sich 2019 ab, während die globalen THG-Emissionen weiterhin anstiegen.

Der weltweite Energieverbrauch nahm um 0,7 Prozent zu. Während die energiebedingten CO2-Emissionen um 0,4 Prozent sanken, stiegen die globalen Treibhausgasemissionen insgesamt um 0,6 Prozent an. Unsere Analysen zeigen, dass selbst in Europa, der in Bezug auf den Klimawandel fortschrittlichsten Region, die aktuellen Politikansätze und Maßnahmen die langfristigen Dekarbonisierungsziele und das von der Internationalen Energieagentur (IEA) anvisierte 1,5 – 2 °C-Szenario weit verfehlen.

  1. Die Nutzung erneuerbarer Energien wächst mit zunehmendem Reifegrad der Erzeugungs- und Speichertechnologien

2019 stiegen die weltweiten Investitionen in Wind- und Solaranlagen um 3 Prozent, während die europäische Produktionskapazität um 42 Prozent zunahm. Energiespeicher bleiben ein entscheidender Faktor um in großem Maßstab auf die fluktuierende Erzeugung erneuerbarer Energieen setzen zu können. Weiter sinkende Produktionskosten und die Errichtung neuer Mega-Fabriken für Energiespeicher könnten dies weltweit ermöglichen.

  1. Grüne Maßnahmenpakete zur wirtschaftlichen Erholung infolge der Coronapandemie können die Klimaschutzagenda voranbringen

COVID-19 könnte ein ungeahnter Impuls für Veränderungen sein, wenn die Regierungen wirtschaftliche Maßnahmenpakete nutzen, um grüne Initiativen zu stärken und zu priorisieren. Unsere Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie eine Hebelwirkung in diesem Sinn entfalten können – wie die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und grünen Wasserstoffs insbesondere im Mobilitätssektor, die Elektrifizierung weiterer Bereiche, die Renovierung von Gebäuden für mehr Energieeffizienz oder die Umsetzung von Smart Grids in größerem Rahmen, um die Transformation der Wirtschaft zu unterstützen. Zudem könnten sie nach und nach zu Verhaltensänderungen bei den Verbrauchern führen und so etwa den Reiseverkehr verringern.

  1. Die großen Öl- und Gaskonzerne diversifizieren ihr Business

Ein neues Maß an Disruption und Volatilität innerhalb der O&G-Branche hat die Rentabilität der Unternehmen erheblich beeinträchtigt. Da Kernprodukte wegen ihrer CO2-Emissionen zunehmend unter Druck geraten, werden O&G-Unternehmen eine langfristige Strategie entwickeln müssen, um ihre Einnahmen zu diversifizieren. Für viele Organisationen bedeutet dies, Optionen außerhalb des Kerngeschäftsfeldes der Öl- und Gasförderung und -verarbeitung zu verfolgen. Gegenwärtig investiert die Mehrheit der Unternehmen – abgesehen von europäischen Großunternehmen – nur 1 Prozent außerhalb ihres Kerngeschäfts.

  1. Versorgungsunternehmen müssen die Roadmaps für ihre Transformation nach COVID revidieren

Während der Energiesektor mit den Auswirkungen der globalen Pandemie zu kämpfen hat, muss er feststellen, dass die Transformationsstrategie einer Umstellung auf Energiedienstleistungen keine realistische Wachstumschance mehr bietet. Die Unternehmen müssen stattdessen die Beschleunigung der Energiewende ganz oben auf die Agenda ihrer digitalen Transformation setzen.

Der World Energy Markets Observatory (WEMO) von Capgeminis ist ein jährlicher Thought Leadership Report, der die Entwicklung und den Wandel der Strom- und Gasmärkte in Europa, Nordamerika, Australien, Südostasien, Indien und China untersucht. Die 22. Ausgabe des WEMO analysiert folgende Themen: Klimawandel und Regulierungspolitik, Energiewende, Infrastruktur und Versorgungssicherheit, Versorgung und Endkunden, Transformation und Finanzen.

Um den Report herunterzuladen, besuchen Sie bitte unserer globale Website >

 

WEMO2020_Global Editorial

Dateigröße: 550,17 KB File type: PDF

WEMO Global Insights In...

Dateigröße: 314,17 KB File type: PDF

Europe Insights Infographic...

Dateigröße: 566,22 KB File type: PDF

Climate Change Infographic...

Dateigröße: 744,01 KB File type: PDF

Energy Transition Infographic...

Dateigröße: 805,04 KB File type: PDF

Transformation Infographic...

Dateigröße: 302,93 KB File type: PDF

Oil and Gas Infographic...

Dateigröße: 481,79 KB File type: PDF

Expert Perspectives

Colette Lewiner, Senior Energy Advisor to Capgemini Chairman

“Our planet remains far from reaching our global climate objectives. Extension of the 2019 trajectory would lead to a global temperature increase of 3.1-3.7°C by 2050–well above the 1.5-2°C threshold experts recommend. This year’s World Energy Markets Observatory makes the case for why the sector must act—and what the best path forward may be.”

Our Experts

Guido Wendt

Expert in Utilities, Strategy and Transformation

Michael Kaesser

Michael Kaesser ist bei Capgemini Invent Experte im Bereich Energy, Utilities & Chemicals.

Andreas Weiler

Expert in Energy, Utilities & Chemicals

Torben Schuster

Strategic, organizational issues, processes optimization & Automation, IT.