World Energy Markets Observatory 2019

Die 21. Ausgabe umfasst die Strom- und Gasmärkte in Nordamerika, Europa, Australien, Südostasien, Indien und China


Die Krise als Chance begreifen

Die 21. Ausgabe des World Energy Markets Observatory (WEMO) zeigt eine Welt, die darum kämpft, den Wunsch nach anhaltendem Wirtschaftswachstum mit der Notwendigkeit in Einklang zu bringen, gut durchdachte und wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Getrieben von einer robusten Weltwirtschaft, stieg der globale Energieverbrauch im Jahr 2018 um 2,3 Prozent – fast doppelt so stark wie im Durchschnitt der Jahre seit 2010. Trotz des rasanten Wachstums der erneuerbaren Energien in einigen Regionen deckten Öl, Gas und Kohle fast drei Viertel des Anstiegs im Energiebedarf. Das ist der höchste Anteil seit fünf Jahren. Infolgedessen stiegen die Treibhausgasemissionen weltweit um 2 Prozent, ein deutlicher Bruch zu den emissionsarmen Jahren 2014 bis 2016.

Während die erneuerbaren Energien weltweit das am schnellsten wachsende Energiesegment bleiben, sanken die Investitionen in sie im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent. Das Bevölkerungswachstum sowie die Erwartung, dass sich in den nächsten zwei Jahrzehnten keine entscheidenden technischen Innovationen durchsetzen werden, führen zu trüben mittel- bis langfristigen Aussichten.

Der diesjährige WEMO-Report geht auf diese Entwicklungen näher ein und stellt Ideen vor, wie Versorgungsunternehmen, politische Entscheidungsträger und Privatunternehmen Wachstum und Wandel in Einklang bringen und Chancen aus der Krise ziehen können.

Der World Energy Markets Observatory (WEMO) ist ein jährlich erscheinender Forschungsbericht von Capgemini. Er analysiert die Entwicklung und Transformation der Strom- und Gasmärkte in Europa, Nordamerika, Australien, Südostasien, Indien und China. In seinem 21. Jahr behandelt der WEMO folgende Themen: Klimawandel und Regulierungsstrategien, Energiewende, Infrastruktur und Versorgungssicherheit sowie Einspeisung, Endkunden, Transformation und Finanzen.


Der Klimawandel ist ein wachsendes globales Problem

Die Welt ist nicht auf dem richtigen Weg, um die im Pariser Abkommen von 2015 festgelegten Ziele zu erreichen. Vor allem tragen fast alle Länder zum Anstieg der CO2-Emissionen bei, wobei Indien und China im vergangenen Jahr die höchsten Steigerungen verzeichneten. Die Emissionen der EU sind nach einem Jahrzehnt starken Rückgangs seit fünf Jahren nahezu unverändert; allerdings werden die mittel- und langfristigen Emissionsziele ohne wirkungsvolle neue Maßnahmen nicht zu erreichen sein.

Regenerative gestärkt durch Fortschritte in der Erzeugung und Speicherung

Erneuerbare Energien wachsen weltweit nach wie vor am schnellsten: Die Nachfrage stieg im Jahr 2018 um 14,5 Prozent. Darüber hinaus tragen die Fortschritte bei der Speicherung von sauberer Energie – etwa in Pumpspeichern oder Li-Ionen-Batterien – und der Erzeugung von sauberem Wasserstoff dazu bei, die Kosten zu senken und die Verfügbarkeit zu erhöhen. Das Tempo, mit dem die erneuerbaren Energien wachsen, hängt jedoch auch etwa davon ab, wie es um die öffentliche Akzeptanz, Vertriebsvereinbarungen oder die Finanzierung steht.

Der weltweite Energiemix ist von Kohle dominiert

Während viele Länder, insbesondere in Europa, den Einsatz fossiler Brennstoffe reduzieren, wird der Energiemix in den sich entwickelnden Ländern von Kohle dominiert. Infolgedessen stieg der weltweite Kohleverbrauch im Jahr 2018 um 4 Prozent. Daher sind Regulierungen nötig für weniger schädliche Abbaumethoden im Bergbau, saubere Kohleverbrennungstechnologien in Kraftwerken und eine Steigerung der Investitionen in die Forschung und Entwicklung zur CO2-Abscheidung und ‑Speicherung (Carbon Capture & Storage, CCS).

Fortschritte bei der bestehenden Technologie tragen zur Verbesserung bei

Während die Energiewirtschaft in den nächsten zwei Jahrzehnten keine größeren technischen Durchbrüche erwartet, werden kontinuierliche Weiterentwicklungen der bestehenden Technologien die Kosten für erneuerbare Energien, Elektrobatterien, Elektrofahrzeuge und kleine modulare Reaktoren weiter senken. Darüber hinaus wird der flächendeckende Einsatz intelligenter Stromnetze sowie intelligenter Automatisierung dazu beitragen, die Zuverlässigkeit und Kosteneinsparungen zu steigern und gleichzeitig die Auswirkungen des gestiegenen Energieverbrauchs auf die Umwelt reduzieren.

Geopolitische Erwägungen erhöhen die Volatilität der Energiemärkte

Die Entwicklungen im Energiesektor haben zu geopolitischen Spannungen auf der ganzen Welt beigetragen – und umgekehrt. Den USA hat ihre neue Unabhängigkeit beim Öl eine aggressive internationale Politik ermöglicht, insbesondere im Nahen Osten. US-Sanktionen gegen den Iran und Venezuela haben – gemeinsam mit regionalen Instabilitäten – zu einem deutlichen Rückgang der Ölproduktion geführt. Unterdessen hat China gedroht, im Handelskrieg mit den USA seine Exporte Seltener Erden als Hebel einzusetzen.

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Europe Infographics WEMO

Dateigröße: 882,16 KB File type: PDF

Global Infographics WEMO

Dateigröße: 210,62 KB File type: PDF

Report WEMO 2019

Dateigröße: 19,02 MB File type: PDF

Expert Perspectives

“There is a mismatch between political pledges and sound actions. Politicians have to take bold measures to combat climate change even if not popular. Our research reveals how dedicating 100% of environmental taxes to energy transition projects can spur additional gains in this area in the near term and also help achieve medium- and long-term goals.” Colette Lewiner, Senior Energy Adviser to Capgemini Chairman

For most countries in the world, climate-related investments and policies are a matter of too little, too late. While there is no escaping the inevitability of global warming, the world must unite to improve our collective intellectual, technical and financial investments that will help us live with its effects. All individual, local, regional actions are crucial to our collective success.” Philippe Vié, Global Head of Energy, Utilities and Chemicals

WEMO Key Stats

^14%

Global renewables are the fastest growing energy source, but momentum has dipped—threatening long-term climate goals and mass transition

2.3%

In 2018, global energy consumption rose—nearly twice the average rate since 2010—as driven by a robust worldwide economy.

$237-8

Can be saved by utility companies if intelligent automation was implemented at scale

Additional Insight

WEMO Experts

Andreas Weiler

Experte in Energy & Utilities

Perry Stoneman

Expert in IOT, Smart Energy Services, Utility Industry Transformation

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