World Energy Markets Observatory 2017: Fortschritte in Erzeugung Erneuerbarer Energien beschleunigen Energiewende

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Autor: Wilhelm, Katharina

Berlin, 9. November 2017 – Der technische Fortschritt in der Energieerzeugung beschleunigt zwar die Energiewende, jedoch stellt das damit verbundene Wachstum der Erneuerbaren Energien die Marktteilnehmer bei deren Integration in den europäischen Energiemarkt noch immer vor Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt Capgemini in der 19. Ausgabe des World Energy Markets Observatory-Report (WEMO). Weiter geht die Studie auf den tiefgreifenden Wandel bei Verbrauch, Kundenverhalten und Kundenerwartungen ein. Die beherrschenden Themen sind hier Smart Home, intelligente Gebäude, dezentrale Erzeugung sowie die Entstehung von Energy-Communities hinsichtlich des Erwerbs und des intelligenten Managements von Energie. All diese Entwicklungen stellen insbesondere die etablierten Versorgungsunternehmen vor signifikante wettbewerbliche und  finanzielle Herausforderungen. Der Report empfiehlt daher, die eigene Transformation zu beschleunigen und die Vorteile der Digitalisierung stärker zu nutzen. Erstmals wirft der jährlich erscheinende Report, der in Zusammenarbeit mit Teams von I4CE, De Pardieu Brocas Maffei und Vaasa ETT erstellt wurde, einen Blick über Europa hinaus und bezieht jetzt eine globale Betrachtung der Energiemärkte mit ein.

 Die drei Kernergebnisse des World Energy Markets Observatory-Reports:

1. Die rasante Weiterentwicklung der Erneuerbaren Erzeugungstechnologien steigert ihre Wettbewerbsfähigkeit und bringt, trotz auslaufender Einspeisevergütungen in Europa, deren unwiderruflichen Durchbruch.

In den vergangenen zwölf Monaten sind die Kosten für Erneuerbare Energie weiter gefallen: Windkraft im Binnenland und Photovoltaik-Großanlagen (PV) werden und sind in einigen Ländern, verglichen mit traditionellen Erzeugungsarten wie Atomkraft, Kohle oder Gas, bereits wettbewerbsfähig. Die Kosten für Batteriespeicher sind ebenfalls stark gesunken, etwa um 20 Prozent. All dies begünstigt die Energiewende mit nur geringen politischen Interventionen.

Andreas Weiler, Head of Energy & Utilities DACH bei Capgemini: „Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die zunehmende Industrialisierung führen zu einer stetigen Reduktion der Kosten, was wiederum den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien befeuert und wirtschaftlich macht – sogar wenn man zusätzliche Investitionen in die Übertragungs- und Verteilnetze berücksichtigt.“

Andreas Weiler, Head of Energy & Utilities DACH bei Capgemini

2. Selbstbewusste Smart-Energy-Kunden fordern neue Energiedienstleistungen von Versorgungsunternehmen.

Alle Kunden, egal ob Privat-, Gewerbe- oder Industriekunden, erwarten jetzt von ihren Versorgern Angebote zur Verbesserung ihres Energiemanagements rund um die Themen Eigenverbrauch, Smart Home, intelligente Gebäude, intelligente Kraftwerke sowie elektrische Mobilität.

Andreas Weiler bestätigt: „Wir beobachten, dass viele Versorgungsunternehmen den Kunden verstärkt in den Fokus stellen um neue Einnahmequellen zu erschließen und die Gewinnmargen zu steigern. Viele Unternehmen tun sich jedoch weiterhin sehr schwer damit, hier tragfähige Geschäftsmodelle mit substanziellem Ergebnisbeitrag zu entwickeln. Innovationsfähigkeit, Agilität und der Aufbau digitaler Fähigkeiten sind für einen erfolgreichen Go-to-Market zwingende Voraussetzungen.“

3. Die etablierten Versorgungsunternehmen, deren traditionelle Geschäftsmodelle durch die Energiewende erodieren und sich zudem gesteigerten Kundenerwarten gegenüber sehen, haben große Transformationen angestoßen. Oftmals lässt aber die Geschwindigkeit und Effektivität dieser Transformationsprogramme noch zu wünschen übrig.

Viele der etablierten Versorgungsunternehmen haben ambitionierte Transformationsprogramme gestartet. Dies gilt auch für Nordamerika, wo die Energieversorger aufgrund eines langsameren Ausbaus der Erneuerbaren Energien und anderer Marktregeln finanziell oftmals besser aufgestellt sind, als vergleichbare Unternehmen in Europa. Neben der Verschlankung interner Prozesse fokussieren die Transformationsprogramme oftmals auf nachgelagerte Geschäftsbereiche wie Netze, Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen für Kunden sowie auf neue Tätigkeiten und Geschäftsmodelle.

Digitale Technologien wie Robotic Process Automatization, Artificial Intelligence, Internet of Things oder Blockchain entwickeln sich kontinuierlich weiter und bieten neue Chancen, werden aber von vielen Marktteilnehmern noch nicht hinreichend genutzt. Der Wert von Managed Data und Analytics  wird meist ebenfalls nicht ausgeschöpft, bietet aber vielfältige Möglichkeiten zur Optimierung.

Zur Studie

Das World Energy Markets Observatory ist eine jährliche Publikation von Capgemini, die die wichtigsten Indikatoren des Energie- und Gasmarktes in Europa, Nordamerika, Australien und Süd-Ost-Asien beobachtet und über die Entwicklungen und Transformationen in diesem Sektor berichtet. Die neunzehnte Ausgabe, die hauptsächlich auf öffentlichen Daten und Capgeminis Expertise im Energiesektor basiert, bezieht sich auf Daten von 2016 und Winter 2016/2017. Besonderes Wissen zu Regulation, Klimaherausforderungen und Kundenverhalten wurde von Forschungsteams von De Pardieu Brocas Maffei, dem I4CE – Institute for Climate Economics und VaasaET beigetragen. Mehr Informationen und den Bericht als Download gibt es unter www.capgemini.com/wemo.

Infographiken: Global, Europe, North America, South-East Asia, Australia

WEMO 2017 - report

Dateigröße: 14,63 MB File type: PDF

Infofraphic - Global

Dateigröße: 363,64 KB File type: PDF

Infographic - Europe

Dateigröße: 965,41 KB File type: PDF

Andreas Weiler

Dateigröße: 79,55 KB File type: JPEG image

Deutsche Pressemitteilung...

Dateigröße: 157,30 KB File type: PDF
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