Capgemini verpflichtet sich auf netto null Emissionen im Jahr 2030

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Berlin, 23. Juli 2020 – Capgemini hat heute seine Selbstverpflichtung bekanntgegeben, seine Geschäftstätigkeit bis spätestens zum Jahr 2025 klimaneutral zu gestalten und seinen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 auf netto null zu reduzieren. Mit dieser Ambition baut Capgemini auf bereits großen Fortschritten auf: Im Januar 2020 hat das Unternehmen sein Ziel einer 30-prozentigen Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen pro Mitarbeiter erreicht – ein Jahrzehnt früher als geplant[1]. 

Um das neue Ziel von Netto-Null-Emissionen in zehn Jahren zu erreichen, wird Capgemini sein Programm zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes im Sinne des wissenschaftlich fundierten 1,5 °C-Ziels[2] in diesen Bereichen intensivieren: bei Geschäftsreisen, dem Pendeln und Energieverbrauch der Büros. Darüber hinaus enthält die Strategie weitere Elemente wie die Ausweitung der Initiative New Ways of Working, die den Bedarf an Geschäftsreisen und Arbeitswege verringert, die Einführung neuer Programme, einschließlich des Aufbaus einer Hybrid- und Elektroautoflotte sowie die Abstimmung mit Zulieferern, um gezielt den Kohlenstoffausstoß in der Lieferkette zu reduzieren. Capgemini wird zudem konzernweit auf 100 Prozent erneuerbaren Strom umstellen.

Während das Unternehmen seine Emissionen stärker senkt, um bis spätestens zum Jahr 2025 CO2-Neutralität zu erreichen [3], werden alle verbleibenden Emissionen durch ein Kohlenstoffausgleichsprogramm – u. a. mit Aufforstung – ausgeglichen. Den Wirkungskreis der CO2-Reduzierung dehnt Capgemini auf seine gesamte Lieferkette aus – mit dem Ziel, bis zum Jahr 2030 ein Net-Zero-Unternehmen[4] zu werden.

Über die Dringlichkeit, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, sagt Aiman Ezzat, CEO von Capgemini: „Die aktuelle Situation in der COVID-19-Pandemie verstärkt noch die Notwendigkeit, in Balance mit unserem Planeten zu leben. Capgemini hat über ein Jahrzehnt auf die Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt geachtet. Obwohl  viel erreicht worden ist, geben wir nun unsere erhöhten Ziele bekannt. Ich habe die Bekämpfung des Klimawandels in das Zentrum unserer Gruppe gestellt, mit Fokus auf das ambitionierte Ziel von Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2030. Wir haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen – von der Ausweitung unserer Digital-Workplace-Initiativen und der Arbeit von zu Hause aus bis hin zur Nutzung von Technologien, um unseren Kunden zu helfen, ihre eigenen Emissionen zu senken.“

Klimaziel für das Jahr 2030 ein Jahrzehnt früher erreicht

Das vorherige, wissenschaftlich begründete Klimaziel für das Jahr 2030, die Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Mitarbeiter um 30 Prozent zu reduzieren, wurde im Januar 2020 erreicht – und damit ein Jahrzehnt früher als geplant sowie vor den mit COVID-19 verbundenen Einschränkungen. Diesen Meilenstein haben Programme ermöglicht, die sowohl Geschäftsreisen als auch den Energieverbrauch in den Blick nehmen. Die Senkung der Reise-Emissionen wurde gefördert durch Mitarbeiterschulungen in virtueller Zusammenarbeit und die Einführung von Kollaborations-Tools in der gesamten Gruppe sowie durch länderspezifische Initiativen zur Förderung nachhaltigerer Mobilität. Den Anteil seines Stroms aus erneuerbaren Quellen hat Capgemini innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt: von 23,7 Prozent im Jahr 2018 auf 46,2 Prozent im Jahr 2019. Zugleich stieg die Energieeffizienz im gesamten Unternehmen, wodurch der Energieverbrauch pro Quadratmeter seit dem Jahr 2015 um über 18 Prozent gesunken ist.

Couragierte Maßnahmen zum Schutz des Klimas

Als eines der ersten Unternehmen in seiner Branche kann Capgemini eine Erfolgsbilanz für Maßnahmen gegen den Klimawandel vorweisen. Zu Beginn des Jahres wurde es in Anerkennung seiner Strategie und deren Wirkung in die renommierte A-Liste des CDP (Carbon Disclosure Project) aufgenommen.

Das Unternehmen setzt zudem Technologie ein, um seinen Kunden zu helfen, ihre Kohlendioxid-Emissionen zu senken. Es will sie dabei unterstützen, bis zum Jahr 2030 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid einzusparen.

Capgemini hat die CEO-Erklärung der UN Global Compact’s Business Ambition for 1.5°C unterzeichnet und ist Gründungsmitglied der Race-to-Zero-Kampagne der Vereinten Nationen. Die Gruppe leitet Förderprogramme, um Unternehmen in der entscheidenden Wirtschaftstransformation hin zu mehr Nachhaltigkeit zu stärken und die Schlüsselrollen hervorzuheben, die Technologie und Innovation spielen können.

Die 25. UN-Klimakonferenz im Jahr 2019 unterstützte Capgemini mit Konzepten zu einer nachhaltigen Business-Revolution. Seitdem wurden weitere Studien über den Wechsel zu erneuerbaren Energien und über Nachhaltigkeits-Technologien für Schlüsselsektoren wie der Automobilindustrie und dem Einzelhandel veröffentlicht.

Erfahren Sie hier mehr über die Nachhaltigkeits-Programme und -Studien von Capgemini.

 

[1]  Dieses Ziel war Teil des Commitments von Capgemini, sich starke wissenschaftlich fundierte Kohlenstoffreduktionsziele zu setzen, die von SBTi im Jahr 2017 als mit einem 2°C-Klimapfad vereinbar validiert wurden. Am Ende des Jahres 2019 hatte Capgemini seine absoluten Kohlenstoffemissionen um 14,6 Prozent reduziert, während die Mitarbeiterzahl des Unternehmens um 22,6 Prozent gestiegen war. Dies entspricht einer Verringerung der Emissionen pro Mitarbeiter um 29,8 Prozent. Ende Januar 2020 waren die Kohlenstoffemissionen pro Mitarbeiter um 30,2 Prozent niedriger als im Referenzjahr 2015.

[2] Mit einem wissenschaftlich basierten Zielpfad von 1,5 °C sind die Ziele von Capgemini im Einklang mit der CO2-Reduktion, die für eine globale Temperaturzunahme von höchstens 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter nötig ist. 1,5 °C ist die weithin akzeptierte Obergrenze, die wir halten sollten, um besonders katastrophale und irreversible Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden.

[3] Die Kompensation der verbleibenden Emissionen von Capgemini umfasst alle Scope-1- und Scope-2-Emissionen (einschließlich Energieverbrauch, Treibstoffverbrauch und flüchtige Emissionen aus Klimaanlagen) sowie Scope-3-Emissionen von Geschäftsreisen, Arbeitswegen, Abfällen, Wasser- und Stromübertragungs- sowie Stromverteilungsverlusten.

[4] Das CDP (Carbon Disclosure Project) und die SBTi (Science Based Targets initiative) definieren Netto-Null als das Erreichen eines Zustands, in dem die Aktivitäten innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens keine Nettoauswirkungen auf das Klima durch Treibhausgas-Emissionen haben. Dies wird erreicht, indem die Treibhausgas-Emissionen der Wertschöpfungskette im Einklang mit dem 1,5 °C-Pfad reduziert und die Auswirkungen der verbleibenden Emissionen durch Negativ-Emissionen ausgeglichen werden. (Link)

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