SAP-Spezialist in der Pharma-Branche – wenn ein internationales Großprojekt ruft

Volodymyr Vashchenko zählt die Tage, die er als SAP-Spezialist in seinem Projekt verbracht hat: 411 waren es am 9. März 2018. Jeder neue Tag bringt ihm interessante Herausforderungen. Hier erzählt er mehr darüber.

Als SAP-Spezialist habe ich einen Job, um den mich viele beneiden. Er ist tatsächlich sehr reizvoll. Dabei wachse ich mit meinen Aufgaben – ein SAP-Spezialist ist niemals „fertig“. In meinem Projekt stoße ich immer wieder auf neue Herausforderungen.

Das Projekt: Durchstarten in einer großen Sache

Nach meinem Studium fing ich im Februar 2016 bei Capgemini an und war gleich im Projekt dabei. Das war sehr beeindruckend. Üblicherweise startest du mit lokalen Projekten, um dich etwas warm zu laufen. Ich hatte aber sofort die Chance, in einem großen, internationalen Projekt dabei zu sein. Und das ist selbst für sehr erfahrene SAP-Spezialisten eine echte Aufgabe.

Capgemini hat das Projekt in der zweiten Phase übernommen. Das bedeutet, wir mussten ein bereits festgelegtes Design umsetzen. Dabei sind wir auf einige Ungereimtheiten gestoßen, die wir erst einmal ausräumen mussten. Das Projekt soll sich am Ende in 65 Ländern erstrecken. Capgemini ist derzeit in elf “Deployments” für den Kunden im Einsatz. So nennen wir den Prozess zur Bereitstellung der Software. Dabei haben wir sowohl SAP-Neueinführungen als auch -Prozessharmonisierungen, sogenannte Uplifts, durchgeführt – je nachdem, ob ein Standort bereits mit SAP arbeitet oder nicht. Das Ziel: Alle Standorte des Kunden in Europa, USA und Japan sollen am Ende das gleiche SAP-Template nutzen.

 Gute Koordination erwünscht: Kollegen in 6.000 km Entfernung

Bei meiner Arbeit muss ich international denken, kulturelle Unterschiede zwischen mir, meinen Kollegen und dem Kunden überbrücken. Unser Projektteam besteht aus einer Mischung von Kollegen On-site (vor Ort), Nearshore (polnische Kollegen), und Offshore (indische Kollegen). Da gibt es etwa das Template-Team, das aus 30 Personen besteht. Es ist für alle Lösungen zuständig, die im SAP Template global genutzt werden. Die weltweiten Deployment-Teams machen zwischen 3 und 10 Personen aus, hinzu kommt das Development-Team aus Indien mit 50 Kollegen. Da entsteht einiges an Koordinationsbedarf, allein schon durch die unterschiedlichen Zeitzonen. Aber wenn alle sich erst einmal eingespielt haben, läuft es gut. Diese internationale Arbeit gehört zum Berufsfeld eines SAP-Spezialisten einfach dazu und macht einen Teil seines besonderen Reizes aus. Gemeinsam lösen wir vielschichtige Themen in und außerhalb von SAP.

Was macht ein SAP-Spezialist

Mit SAP ist grundsätzlich alles möglich. Deshalb ist das SAP-Fachwissen nahezu unerschöpflich. In diesem Projekt durfte ich ein neues SAP-Modul erlernen (Lagermanagement) und bin derzeit in einer Senior-Position im dritten Deployment tätig. Das bedeutet, ich bin verantwortlich für die Abstimmung von jeglichen Anfragen, die Einstellung der Prozesse im Template und das Training des Key Users. Zur Zeit bin ich dabei, direkt mit dem Kunden die eingestellten Prozesse in SAP im UAT (User Acceptance Test) zu testen.

Der SAP-Spezialist hat auch Aufgaben, die über die Technologie hinausgehen – in lokalen Meetings koordiniere ich für verschiedene Abteilungen die Aufgaben, Themen und Ressourcen.

Was sollte ein SAP-Spezialist mitbringen

Die Arbeit mit SAP bedeutet „Learning by doing“. Wer aktiv in Projekten dabei ist, lernt am meisten. Natürlich sollte ein/e Bewerber/in schon einiges an SAP-Wissen haben, aber es zählt vor allem die Praxis. Je größer der Erfahrungsschatz, desto besser wird ein SAP-Spezialist. Außerdem kommt es auf gute Kommunikationsfähigkeiten und Durchhaltevermögen an. Manchmal dauert es etwas länger, bis die beste Lösung gefunden ist. Wer den Willen hat, sie auch zu finden, wird aber am Ende gewinnen. Heuristisches Arbeiten gehört dazu: Fokussiert sein, pragmatisch denken, machen.

 Über den Autor:

Volodymyr Vashchenko hat in Esslingen Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Durch einige Auslandsaufenthalte und Praktika entdeckte er sein Interesse für SAP und die Arbeit in internationalen Teams. Wenn er sich nicht gerade mit SAP beschäftigt, treibt er Sport oder gönnt sich eine Auszeit bei einem guten Essen mit Freunden.

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