Projekt digitale Zukunft: Wie eine Business Analystin ein Bundesland berät.

Eva-Charlotte Proll berät als Business Analystin die Landesregierung Schleswig-Holstein. Hier erzählt sie, wie es dazu kam und warum dieses Projekt für sie reizvoll ist.

Als Business Analystin habe ich ein Berufsbild, das sehr vielfältig sein kann. In jedem Fall bin ich immer auch ein IT-Beraterin. Das wurde mir schnell klar, als ich mit meinem Projekt startete. Denn hier steht die strategische Beratung im Vordergrund.

Von der Politikwissenschaftlerin zur IT-Beraterin – wie alles begann

Bevor ich bei Capgemini startete, habe ich im Bereich Politikwissenschaft promoviert. Diese Fachrichtung fällt Ihnen vielleicht nicht unbedingt als erstes ein, wenn Sie an die Aufgaben einer Business Analystin denken. Und doch passt meine Spezialisierung sehr gut zu dem Projekt, in dem ich heute tätig bin. Nach meinem Studium habe ich im Jahr 2016 ein Praktikum bei Capgemini gemacht, um zu testen, ob die IT-Beratung überhaupt etwas für mich ist. Das hat mir so gut gefallen, dass ich als Festangestellte eingestiegen bin.

Ein ganzes Land als Kunde

Direkt von Anfang an kam ich als Business Analystin mit den Projektverantwortlichen des Landes Schleswig-Holstein in Kontakt. Ich sollte den Kunden bei einem politischen Papier fachlich und redaktionell unterstützen. Das Land ist stark von der Digitalisierung betroffen – viel mehr als der erste Blick vermuten lässt. Leuchttürme, Deiche, Wattenmeer und Kieler Woche – diese Bilder, die jeder im Kopf hat, wenn er an Schleswig-Holstein denkt – machen ja nur einen Teil des Landes aus. Für die Landwirtschaft etwa wird das sogenannte Precision Farming (Verfahren der ortsdifferenzierten und zielgerichteten Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen) immer wichtiger. Es ermöglicht eine sehr effektive Bewirtschaftung. E-Health bietet neue Chancen für die Halligen. Das sind nur zwei der zahlreichen Beispiele, bei denen digitale Technologien eine große Rolle spielen. Digitalisierungsexperten sind keineswegs nur in den oft genannten Metropolen Berlin oder Hamburg zuhause. Auch in Schleswig-Holstein wird die Szene immer größer.

Ein Projekt entwickelt sich

Die Landesregierung initiierte ein Umdenken. Sie hat sich auf die Fahne geschrieben, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Das ist natürlich ein fortlaufender Prozess, der Überzeugungsarbeit bei internen Stakeholdern sowie Bürgerinnen und Bürgern erfordert. Ohne ein politisches Bekenntnis zu offenem und technologisch fortschrittlichem Handeln, lässt sich der Wandel deshalb nicht gestalten. Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Und was macht eine Business Analystin nun? Die Antwort ist: Wir unterstützen unseren Kunden bei seiner Planung nach Kräften. Zunächst stand eine Neuausrichtung des E-Governments im Vordergrund. Danach sollte eine Digitale Agenda erstellt werden. Wir können hier dem Kunden durch strategische Beratung zur Seite stehen. Die Themen reichen dabei von der Medienkompetenzvermittlung über neue digitale Kunst- und Kulturräume und die Neuausrichtung von Wirtschaftsförderungen bis hin zu Open Data und evidenzbasierter Regierungsarbeit. So entwickelt das norddeutsche Bundesland die Vision einer digitalen Zukunft, die für alle Akteure gewinnbringend ist. Daran beteiligt zu sein, ist für mich eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Wie eine Business Analystin arbeitet

Zu Beginn bestand das Projektteam nur aus Business Analysten. Inzwischen ist es größer geworden und weitere Kollegen aus anderen Practices kamen hinzu, um den Kunden zu unterstützen. Ich habe sehr viel Kundenkontakt. Am häufigsten arbeite ich direkt beim Kunden vor Ort oder begleite ihn bei Terminen. Die Wertschätzung, die ich dabei für meine Arbeit bekomme, ist motivierend. Die Themen sind sehr vielfältig, aber auch komplex – das kann schon mal eine Herausforderung sein. Auch die Querverbindungen von Themen und Ressortzuständigkeiten machen meinen Alltag sehr spannend.

 

Worauf ein Bewerber für den Job des Business Analysten achten sollte

Bewerbern empfehle ich, viel Offenheit mitzubringen. Es ist wichtig, sich sowohl auf Capgemini als auch auf den Kunden einzulassen. Sie sollten den Mut haben, sich für die Beratung zu entscheiden, da die Einsatzbereiche vielfältig sind. Wir sind ein interdisziplinäres Team und lernen sehr viel voneinander. Wer dann noch seine persönlichen Stärken kennt und gern einsetzt, hat gute Chancen, als Business Analyst seine Aufgaben zu meistern.

Über die Autorin:

Eva-Charlotte Proll hat Politikwissenschaft, Verwaltung und Soziologie an der Universität Potsdam studiert und 2016 zum Thema Transnationaler Gerechtigkeit promoviert. Sie hat zuvor im Journalismus gearbeitet. Heute unterstützt sie im Ländergeschäft strategische Entwicklungsthemen. Sie treibt Themenarbeiten wie Open Data und Gesellschaft 5.0 im Team und in der Außendarstellung voran. Darüber hinaus leitet sie unser Werkstudenten-Team.

 

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