Immer etwas Neues: Salesforce-Training und Zertifizierungen bei Capgemini

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Spaß am Lernen und die Neugier auf Neues – das ist es, was Salesforce Spezialist*innen ausmacht. Wie sich Salesforce Consultants bei Capgemini weiterbilden, welche Trainings und Zertifikate sie machen, erklärt Sina Scheibe.

Sina arbeitet als Senior Salesforce Consultant am Capgemini Standort Berlin und ist an großen Implementierungsprojekten in unterschiedlichen Branchen beteiligt – vor allem aber im Bereich Manufacturing und Automotive. Sie hat sich auf Requirements Engineering und Solution Design spezialisiert und leitet bei Capgemini fachlich das auf Salesforce Service und Field Service spezialisierte Team. Somit ist sie dafür zuständig, dass Mitarbeitende für die Salesforce Service Cloud weitergebildet werden – und die ideale Ansprechpartnerin, wenn es um Salesforce Zertifikate geht. In diesem Interview gibt Sina einen Überblick über das Salesforce-Training und -Zertifizierungen bei Capgemini.

Sina, was war dein erster Berührungspunkt mit Salesforce? Wie kam es dazu, dass du mit der Plattform arbeitest?

2014 kam bei mir der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung auf. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits im CRM- und Consulting-Bereich tätig und auf der Suche nach einer Weiterentwicklungsmöglichkeit. Ein ehemaliger Kommilitone machte mich dann auf Salesforce aufmerksam. Ich habe mir erste Kenntnisse nebenbei angeeignet – das geht ohne zusätzliche Kosten oder Vorkenntnisse. Auch Programmier-Skills sind meistens nicht notwendig, denn die Plattform funktioniert größtenteils über reine Konfiguration. Darüber habe ich Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft. Seit sechs Jahren arbeite ich nun als Salesforce Consultant und der Job macht mir weiterhin sehr viel Spaß!

Wie wichtig sind offizielle Salesforce-Zertifizierungen für den Job des Salesforce Spezialisten?

Sehr wichtig! Zum einen können Bewerberinnen und Bewerber damit neben praktischen Erfahrungen ihr Level an Expertise nachweisen – gerade im deutschen Raum wird auf Zeugnisse und Zertifikate in der Bewerbung geachtet. Zum anderen hilft es dem Arbeitgeber, den neuen Mitarbeitenden entsprechend der Qualifikation im Projekt einzuplanen.

Was sollten Expert*innen in dem Bereich sonst noch mitbringen?

Neben den fachlichen Zertifizierungen ist es natürlich auch wichtig, die Business Hintergründe der Kunden zu verstehen, um sie professionell in Bezug auf ihre Prozesse beraten zu können – sei es für Sales, Service, Marketing oder E-Commerce. Ich muss herausfinden können, was der Kunde braucht und dann meine Salesforce-Kenntnisse einsetzen, um die Umsetzung zu planen. Das lernt man aber eher in der Praxis.

Details zu Zertifizierungen

Welche sind die wichtigsten Salesforce Zertifizierungen?

Es gibt mittlerweile viele verschiedene und es werden stetig mehr. Die Wichtigste ist die Administrator-Zertifizierung: als Basis ist sie grundlegend für alles, was folgt. Aber auch das „App-Builder“-Zertifikat zählt zu den Grundlagen.

Danach ist die Frage, in welchem Bereich man sich spezialisieren möchte: Vielleicht in Sales oder Service, Marketing, Commerce, Analytics oder Architektur? Im Bereich „Sales- und Serviceprozesse“ gibt es beispielsweise Zertifizierungen für unterschiedliche Rollen wie „Sales Cloud Consultant“, „Service Cloud Consultant“ oder speziellere für den Field Service. Aber auch auf Beratung im Non-Profit-Bereich könnte man sich beispielsweise mit einem Salesforce Zertifikat spezialisieren.

Wie häufig sollten Salesforce-Zertifikate „aufgefrischt“ werden?

Das Lernen hört nie auf. Als Salesforce-Spezialist*innen müssen wir uns kontinuierlich weiterbilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Salesforce veröffentlicht dreimal pro Jahr Releases mit neuen Features und fordert das regelmäßige Auffrischen von Zertifikaten auch ein – je nach Zertifizierung muss man „Release Exams“ absolvieren.

Wer für die Arbeit mit Salesforce brennt, hat wirklich Spaß daran, sich immer wieder neu damit zu beschäftigen und regelmäßig die ausführlichen „Release Notes“ durchzuarbeiten – auch um für Kundenanforderungen immer wieder neue Lösungen zu finden und neue Funktionalitäten einzuführen. So bleibt es spannend!

Welche Bedingungen müssen für eine Zertifizierung erfüllt sein?

Um Salesforce zu lernen, braucht es keine bestimmten Voraussetzungen. Jede und jeder kann sich bei Trailhead anmelden und Salesforce kostenlos erlernen. Die Administrator-Zertifizierung ist wie gesagt aber Grundlage für alle weiteren Spezialisierungen. Ich empfehle, diese im Rahmen von inhaltlich passenden IT-Projekten zu absolvieren, um das Gelernte direkt praktisch anzuwenden.

Was steckt hinter Salesforce Trailhead?

Trailhead ist eine digitale Universität, die Salesforce als Online-Plattform kostenfrei zur Verfügung stellt: eine interaktive Lernmöglichkeit mit starken Gamification Elementen, sodass das Lernen auch Spaß macht. Es gibt unterschiedliche Module zusammengestellt in sogenannten „Trailmixes“, die man sich wie eine Lern-Playlist vorstellen kann. Jedes Modul enthält ein Quiz oder eine Challenge, in der man hands-on konfigurieren darf. Mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Modul sammelt man Abzeichen, so genannte „Badges“.

Mit besonders umfangreichen Challenges kann man sich „Superbadges“ verdienen, die man durchaus auf dem CV nennen darf. Trailhead beinhaltet auch ein öffentlich einsehbares User-Ranking – wer einen neuen Rang erreicht hat, teilt dies auch gerne über berufliche Netzwerke wie LinkedIn oder in der Community.

Salesforce Training bei Capgemini

Welche Rolle spielt Trailhead im Arbeitsalltag bei Capgemini?

Wir nutzen es viel, zum Beispiel, um uns neue Funktionalitäten grundlegend anzueignen oder uns mit „Trailmixes“ dediziert auf bestimmte Zertifizierungen vorzubereiten. Als fachliche Leitung unseres Service Teams habe ich selbst verschiedene „Trailmixes“ konzipiert, die für unsere Arbeit wichtig sind und uns alle auf dem gleichen Kenntnisstand halten.

Welche Salesforce-Zertifikate kann man bei Capgemini machen?

Eigentlich alle! Unsere Mitarbeitenden besprechen jährlich mit ihren Vorgesetzten, wie sie sich weiter entwickeln möchten, welche Zertifizierungen dafür sinnvoll sind und an welchen sie persönlich Interesse haben. Dabei orientieren wir uns natürlich auch an Trends und der Nachfrage unserer Kunden. Wir legen bei Capgemini Wert darauf, dass keiner stehen bleibt – das würde bei Salesforce auch schwerfallen – sondern kontinuierlich dazulernt.

Wie sieht das Salesforce-Training bei Capgemini aus?

Alle Salesforce-Spezialisten bei Capgemini sind je nach Expertise Teil eines fachlichen Teams, in dem wir auch gezielt ausbilden. Gemeinsam arbeiten wir uns durch die „Release Notes“ und lernen stetig dazu, um unseren Kunden State of the Art Lösungen zu bieten. Wir tauschen uns zu Best Practices aus und stellen uns gegenseitig neue Funktionalitäten vor. Als Platinum Partner von Salesforce haben wir Zugang zu zahlreichen exzellenten Trainings.

Es ist auch wichtig, gemeinsam Themen zu Business Prozessen zu vertiefen, um die Anforderungen unserer Kunden noch besser zu verstehen und somit Salesforce auch optimal einsetzen zu können. Natürlich beobachten und antizipieren wir auch Trends, besuchen beispielsweise die „Dreamforce“ Konferenz in San Francisco oder Webinare, die Ausblicke auf künftige Entwicklungen geben.

Wie läuft eine Salesforce Zertifizierung ab und wie bereitet man sich darauf vor?

Neben dem fachlichen Austausch erfolgt die Vorbereitung größtenteils durch eigenständiges Lernen mit Trailhead, Fast-Track-Kursen, Webinaren oder über Anbieter, die Probe-Prüfungen anbieten. Unter uns Kolleginnen und Kollegen sowie in unseren fachlichen Teams unterstützen wir uns zudem gegenseitig.

Die Vorbereitungszeit ist sehr individuell und abhängig von der Komplexität der Zertifizierung sowie der persönlichen Vorerfahrung. Für die Vorbereitung auf die Administrator-Zertifizierung sollte man zum Beispiel drei Wochen einplanen. Sobald man sich gut vorbereitet fühlt, meldet man sich zur Prüfung an.

Die Prüfung findet online oder einem Trainingscenter statt. Man beantwortet Multiple-Choice-Fragen und bekommt direkt danach Feedback, ob man bestanden hat. Es wird sehr darauf geachtet, dass niemand unerlaubte Hilfsmittel einsetzen kann, um die Qualität der Zertifizierungen nicht in Frage zu stellen.

Welche Rolle spielen Salesforce Partner Communities bei Capgemini?

Als Salesforce Partner sind wir Teil dieser Community und können unseren Kolleginnen und Kollegen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten bieten, wie zum Beispiel „Partner Learning Camps“. Ein Vorteil sind „Fast Path Kurse“, die in wenigen Wochen auf eine Zertifizierung vorbereiten.

In der Salesforce Welt hilft man sich viel untereinander und tauscht sich aus: In der lebendigen Community diskutieren Salesforce-Expert*innen und Anwender*innen miteinander und beantworten sich gegenseitig Fragen. Wer an einer Stelle nicht weiterkommt, erhält hier Antworten oder kann in der Service Expert Community auch die Salesforce Verantwortlichen direkt fragen. Ein echter Benefit bei Capgemini. Denn der Spaß am Lernen und die Neugier auf Neues sollte immer im Vordergrund stehen.

Vielen Dank für das Interview, Sina.

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