Mit Künstlicher Intelligenz und SAP zum intelligenten Unternehmen

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Auch wenn am Markt die Gerüchte anders lauten mögen: Künstliche Intelligenz (KI) für konkrete Anwendungsfälle funktioniert mit SAP-Technologien. Das Prinzip „think big, start small, scale fast“ lässt sich in der SAP-Welt sehr gut umsetzen.

 

Sahil Sundri, SAP Analytics Solution Architekt I&D, Capgemini
Farhad Khakzad, SAP Analytics Lead I&D, Capgemini

Die konsequente Ausrichtung des SAP-Portfolios auf die Transformation in ein intelligentes Unternehmen ermöglicht, in einer einzigen Plattform das Kerngeschäft zu betreiben und gleichzeitig in einer Art Innovationsumgebung neue Dienstleistungen sowie neue Geschäftszweige zu entwickeln und zu testen. Vor allem die im SAP-Produktangebot zur Verfügung stehenden intelligenten Technologien sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Einsatz von KI: Sie verbessern das Nutzererlebnis, automatisieren Prozesse und schaffen durch Kostensenkungen direkt messbaren Mehrwert. Nennenswert sind hierbei die Module Analytics, Data Intelligence und Machine Learning des SAP-Ökosystems Leonardo in Verbindung mit der SAP Cloud Plattform und SAP HANA. Diese bilden das Fundament für die Operationalisierung von KI-Methoden. Durch die Offenheit für die Programmiersprachen R und Python wird SAP zudem den Anforderungen der Data Science Community gerecht.

Skalierung entscheidend für KI-Nutzen

Zwar haben manche Unternehmen KI in ihrer Gesamtstrategie verankert, in der Praxis aber werden viele KI-Projekte lediglich als Forschungsversuche angesehen: Sie dienen dazu, den Wert von KI zu eruieren – und enden bereits auf Pilot-Ebene. Entscheidend für den Nutzen von KI-Projekten ist der Use-Case-basierte Ansatz nach dem Prinzip „think big, start small, scale fast“: Dabei erarbeiten wir methodisch – beispielsweise in Form von Design-Thinking-Workshops – Anwendungsfälle für den Einsatz von KI und bestimmen in Proof of Values ihren Mehrwert. Jene mit dem höchsten Potenzial werden produktiv umgesetzt und idealerweise konzernweit ausgerollt, um einen möglichst hohen Skalierungseffekt zu erzielen. Dieser Ansatz funktioniert in der SAP-Umgebung besonders gut, denn durch die Intelligent Suite der SAP werden umfangreiche Standard-Inhalte für verschiedene Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder bereitgestellt, auf denen KI-Methoden aufsetzen können.

KI-Hürden mit SAP

Für KI-basierte SAP-Anwendungen ist die Lizenz HANA Full Use zu empfehlen, um Ergebnisse aus KI-Modellen abzulegen oder externe Daten, etwa aus sozialen Netzwerken, einzulesen. Die bei den meisten Kunden vorzufindende Lizenz HANA Runtime dagegen schränkt die Möglichkeit zur Entwicklung von KI-Anwendungen erheblich ein. Ferner ist die von der Data Science Community geforderte Python-Schnittstelle zu erwähnen. Python wird im KI-Kontext als eine der bedeutendsten Programmiersprachen gesehen. Für sie existieren aber noch nicht so viele Integrationsmöglichkeiten wie durch die R-Schnittstelle. Einen wichtigen Schritt immerhin hat SAP mit dem Modul Data Intelligence gemacht: Es bietet eine Entwicklungsumgebung für Data Scientists und erweitert den Standard-Funktionsumfang durch die Möglichkeit zur Verwendung von R und Python erheblich. Dennoch wird spannend zu beobachten sein, welche weiteren Python-Schnittstellen SAP in anderen Modulen nachrüstet.

Nach unserer Erfahrung kann die SAP-Plattform ein solides Fundament für Innovation darstellen, indem sie „run the business“ (Kerngeschäft) und „win new business“ (Neugeschäft) miteinander verzahnt. Unsere Empfehlung ist, im Zweifelsfall durch den Use-Case-basierten Ansatz die Tauglichkeit von KI für das individuelle Unternehmen zu überprüfen. Derzeit mündet nur ein Bruchteil der Anwendungsfälle in produktivem Einsatz. Die Gründe dafür sind vielfältig, insbesondere aber liegt es an einer mangelnden Verfügbarkeit relevanter Daten in ausreichender Qualität. Das Datenmanagement – als Basis aller KI-Anwendungen – ist und bleibt essenziell. Das hochintegrierte SAP-System ist der meistakzeptierte Goldstandard für viele Prozesse und damit für erste Anwendungen die richtige Umgebung.

Dieser Artikel wurde in der Oktober-Ausgabe 2019 des E3-Magazins veröffentlicht. Mehr zum Thema finden Sie auf E3-Online. Lesen Sie auch Chancen der S/4-Transformation.

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