Das Erfolgsgeheimnis der Digital Champions

Warum der Fokus auf die richtige Technologie-Strategie jetzt wichtiger ist als je zuvor

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Veränderte Kundenanforderungen, steigende Wettbewerbsintensität und Startups mit neuen innovativen Geschäftsmodellen zwingen etablierte Unternehmen, ihre Technologie-Strategie regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und anzupassen. Für die Entfaltung innovativer Geschäftsmodelle muss die digitale IT neue Technologien strategisch klug auswählen und nutzbar machen.

Veränderte Umweltbedingungen erfordern einen Strategiewechsel

In den vorherigen Blogbeiträgen dieser Serie wurden wesentliche Herausforderungen eines CIOs,  innovative Konzepte zur IT-Mitarbeiterentwicklung, agile Betriebsmodelle, sowie die Rolle von Führung und Kultur betrachtet. Dieser Beitrag zeigt, wie der gezielte Einsatz von Technologie-Innovationen zur Realisierung digitaler Geschäftsmodelle und damit zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Digital IT Enabler Capgemini Invent

Digital Champions entwickeln ihre Technologie-Strategie auf Basis von drei Fähigkeiten:

  1. Technology Innovation
  2. Technology Scaling & Digital Platforms
  3. Advanced Data Analytics

1. Technology Innovation – Warum die Wahl der relevanten Technologien so wichtig ist

Technologiebasierte Innovationen sind in fast jeder Branche zu finden: Roboter zur Prozessautomatisierung in der industriellen Fertigung, vernetzte Sensorik im Automobil oder Blockchain für intelligente Verträge im Finanzsektor. Technologie-Innovation ist wettbewerbsentscheidend – deshalb orientieren sich viele Unternehmen in ihrer Entwicklung an Tech- und Datenunternehmen. Die Konkurrenz schläft nicht: Gerade Startups fordern etablierte Unternehmen in ihren eigenen Kernmärkten mit digitalen Geschäftsmodellen heraus und stellen ganze Branchen auf den Kopf.

Um für sie relevante Technologien zu identifizieren, setzen digitale Champions auf einen Innovationsradar. Mit dessen Hilfe werden Technologie-Innovationen gesammelt, anhand von Kriterien wie Reifegrad, Umsetzbarkeit oder Einfluss auf das Geschäftsmodell bewertet und auf Basis des Potentials für den Einsatz im Unternehmen priorisiert. Häufig startet ein Innovationsradar erst als einmaliger Pilot und wird dann sukzessive in einen Regelprozess überführt.

So wird es zur wesentlichen Aufgabe einer digitalen IT, kontinuierlich relevante Technologien zu identifizieren und die Technologie-Kompetenz im Unternehmen stetig zu optimieren und unternehmensweit zu teilen. Interdisziplinäre Expertenteams identifizieren relevante Trends aus verschiedenen Perspektiven, bewerten diese und verteilen das IT-Innovationsbudget entsprechend.

2. Technology Scaling & Digital Platforms – Wer nicht skaliert, verliert

Facebook, Amazon, Google und anderen erfolgreichen Technologie-Unternehmen gelingt es, durch anpassungsfähige Strukturen gezielt auf externe und interne Anforderungen zu reagieren. Flexible Anpassbarkeit der Leistungsfähigkeit von Ressourcen in der Cloud ermöglicht die Skalierung ihrer Geschäftsmodelle und Services, um so auf veränderte Nachfrage reagieren zu können.

Eine Voraussetzung für leistungsbezogene Skalierbarkeit sind Zero-Infrastructure Modelle, bei denen das „as-a-Service“ Konzept konsequent verfolgt wird, sodass keine oder kaum eigene, physische Infrastruktur betrieben werden muss, sondern Services einfach „konsumiert“ werden können. Aus funktionaler Sicht denkt eine digitale IT Software as a Service weiter und erweckt so Konzepte wie Product as a Service zum Leben.

Digital Champions ist es durch die so entstehende modulare Architektur möglich, auf neuartige Prozesse wie „Innovate-Design-Transform“ zu setzen. Unternehmen können nun auf Basis der schnellen Verfügbarkeit der richtigen Technologien und in Kombination mit innovativen Arbeitsmethoden wie z.B. Design Thinking rasch sogenannte „Minimum Viable Products“ für neue Geschäftsmodelle entwickeln, validieren und dann dynamisch skalieren.

Außerdem ist es möglich, das eigene Produkt- und Serviceportfolio durch skalierbare Plattformen zu erweitern und auszubauen. Kunden profitieren hiervon durch ein verbessertes Kundenerlebnis, wenn etwa komplementäre Dienstleistungen von externen Partnern angebunden und integriert werden, um die Qualität des Leistungsportfolios zu steigern.

Einer digitalen IT ist es durch gezielte Skalierung möglich, den Wertbeitrag der einzelnen Produkte und Services zu maximieren. Relevante Technologien werden schnell identifiziert, gezielt implementiert und auf den Bedarf zugeschnitten. So gelingt es Digital Champions schnell und flexibel in einem volatilem Marktumfeld zu agieren.

3. Advanced Data Analytics – Wenn Daten zum wertvollsten Gut im Unternehmen werden

In den meisten Unternehmen herrscht kein Mangel an Daten, sondern eher ein Überschuss – dennoch wird nur ein Bruchteil der Daten analysiert und genutzt. Unternehmen muss bewusst sein: Daten können ein wettbewerbsentscheidender Faktor sein und einen stetig wachsenden, strategischen Vermögenswert darstellen (z.B. durch Data Lakes). Durch explorative Datenanalysen können Vorhersagen und Handlungsempfehlungen erstellt oder strategische Entscheidungen im Unternehmen unterstützt werden. Beispielsweise konnte Amazon basierend auf Data Analytics die Effizienz im Versandprozess soweit optimieren, das Lieferungen von Produkten bereits antizipiert werden, noch bevor deren Bestellung durch den Kunden ausgelöst wurde.

Um Unternehmen schnell und zielstrebig durch den digitalen Wandel zu steuern, liegt der Wert von Daten in deren Verfügbarkeit für Analysen. Master Data Management, Datenarchitektur und eine im Unternehmen verankerte Data Governance bilden Bausteine auf dem Weg zum Einsatz von Advanced Data Analytics und darauf aufbauenden Technologien. Denn erst die Sammlung und Verfügbarkeit strukturierter und unstrukturierter Daten bildet den Nährboden, auf den Technologien wie künstliche Intelligenz oder Advanced Data Analytics aufsetzen. Die Einführung einer (Chief) Data Officer Rolle ist ein bewährtes Mittel für Unternehmen, um Data Analytics zentral zu verantworten und den Transformationsprozess zu beschleunigen. Eine digitale IT hilft Unternehmen dabei zu entscheiden, an welcher Stelle Daten und darauf aufbauende Datenanalysen im Unternehmen einen Mehrwert erzeugen können.

4. Mit der richtigen Technologie-Strategie auf der Überholspur

Die Zukunft gehört den Unternehmen, die aktiv relevante Technologien identifizieren und integrieren, skalierbare Plattformen entwickeln und durch Data Management neue Potentiale zu erschließen. Besonders für etablierte Unternehmen ist es wichtig, frühzeitig zu reagieren um im Wettbewerb aus einer Position der Stärke handeln zu können. Denn …

„Wettbewerb ist mehr und mehr eine Frage richtiger Beherrschbarkeit von Zeit. Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen überholen die Langsamen.“

Dieses Zitat des ehemaligen BMW Vorstandsvorsitzenden Eberhard von Kuenheim verdeutlicht, dass sich auch mächtige, über Jahrzehnte gewachsene Großkonzerne radikal ändern müssen, um mit dem Tempo von Startups und Technologie-Unternehmen mithalten zu können.

Eine digitale IT ist ein wesentlicher Hebel, die Geschwindigkeit und Flexibilität im Unternehmen massiv zu erhöhen. Die gezielte Auswahl von Technologie-Innovation gibt strategische Stoßrichtungen vor. Offene, modulare und Cloud-basierte Technologieplattformen ermöglichen die nahtlose Integration dieser Innovationen, während Advanced Data Analytics bei der Optimierung des bestehenden Geschäfts und der Erschließung neuer Potentiale helfen.

Welche dieser Fähigkeiten besitzt Ihre IT bereits? Capgemini Invent unterstützt Sie dabei, den digitalen Reifegrad Ihrer IT zu bestimmen und Verbesserungspotentiale zu identifizieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vielen Dank an Mathis Kunz, Christian Stock und Mitja Lomp für die Zusammenarbeit an diesem Blogartikel.

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