Wann beginnt Ihre FinTech-Zukunft?

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Next Generation Banking bietet große Chancen: Für etablierte Banken, Herausforderer oder Neueinsteiger. Die Branche steht an der Schwelle zu Open X

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Teil 1: Partnerschaften als Rückgrat der Zusammenarbeit 

Teil 2: Mit APIs zur nächsten Stufe des Banking: Open X

Teil 3: Open X: Nachhaltiger Erfolg durch APIs

Franz Xaver Kollmer
Franz Xaver Kollmer, Capgemini

Open X gilt als die nächste Stufe des Open Banking. Durch den richtigen Einsatz von standardisierten APIs ist ein nachhaltiger Geschäftserfolg möglich.

Die Finanzdienstleistungsindustrie befindet sich am Anfang einer grundlegenden Veränderung hin zu integrierten Marktplätzen, die sowohl Finanzdienstleistungen, als auch Services verschiedenster Art anbieten. Das nennen wir Open X. In Open X werden Daten nahtlos ausgetauscht und die Ökosystempartner arbeiten wesentlich intensiver zusammen. Ein gutes Beispiel ist hier auch die Ankündigung der Allianz und Microsoft den Versicherungsmarkt verändern zu wollen mit einer komplett neuen cloudbasierten Versicherungsplattform. Unsere Untersuchungen zeigen, dass sowohl Banken, Versicherer als auch FinTechs zukünftig noch deutlich offener sein müssen, als viele bisher dachten. Ermöglicht wird das Ganze durch neue datengetriebene Erkenntnisse aus Kundeninformationen, Cloud-Technologien und durch moderne Anwendungsprogrammierschnittstellen (Application Program Interface/API). Um nun APIs nicht nur als rein technologische Komponente einzusetzen, sondern auch als Geschäftstreiber zu aktivieren, ist ein Monetarisierungsmodell notwendig. Laut World FinTech Report 2019 prüfen die Branchenakteure zwei potenzielle Monetarisierungsmodelle für APIs: Revenue Sharing, was 60 Prozent der Banken und 70 Prozent der FinTechs für machbar halten, und API-Zugangsgebühren, die 46 Prozent der Banken und 55 Prozent der FinTechs unterstützen. Allerdings sieht sich nur etwa ein Drittel der Führungskräfte von Banken derzeit in der Lage, APIs zu monetarisieren. Nachstehend werden diese zwei Modelle zusammen mit weiteren Maßnahmen hinsichtlich der Geschäftsgenerierung kompakt vorgestellt.

Mit APIs und API Produkten im Open X Umsätze generieren: 5 Möglichkeiten

Wie verdienen Marktteilnehmer nun Geld durch den Einsatz bzw. die Bereitstellung von APIs? Dazu existieren verschiedene Möglichkeiten:

  1. Nutzungsbasiert:
    Hier erfolgt die Umsatzgenerierung durch die API und deren Nutzung selbst z. B. bei Abrechnung pro Aufruf, also einem Pay-per-Use-Modell. Ebenfalls ist es möglich, dass eine Subskription der API erfolgt und ein Abo-Modell auf einen einzelnen Service oder ein Servicebündel zur Anwendung kommt. Über die API durch Partner vermittelte Geschäfte werden provisionsbasiert abgerechnet und erzeugen somit Erträge und neue Produktabschlüsse durch diesen zusätzlichen Absatzkanal.
  2. Upsell-Möglichkeit:
    Bei diesem Modell wird die API als Upsell-Option vermarktet, d.h. der Zugang bzw. die Nutzung der API ist ein additives Produktelement bzw. sogar ein Premiumbestandteil, welcher den Kunden durch eine Upsell-Option im Produkt-Bundle angeboten wird.
  3. Umsatzgenerierende Maßnahmen:
    Der Fokus liegt hier in der Generierung von Leads und zukünftigen Geschäftsumsätzen. Werden als Beispiel potenzielle Kunden durch einen Partner identifiziert und diese über die API (Partner hat API auf seiner Website bzw. in seine Produkte eingebunden) an das Unternehmen als Leads vermittelt, so können daraus zukünftig Umsätze entstehen. Hierbei ist es gut messbar, über welchen Kanal und durch welchen Partner eine Anzahl X an potenziellen Kunden sowie spätere Abschlüsse entstehen und somit auch wie viel Umsätze und Provisionen pro Partner zustande kommen.
  4. Distributionskanal:
    Die Integration der eigenen APIs in die Produktwelt strategischer Partner hilft dabei vor allem in bestehenden Märkten bzw. bestehenden Beziehungen zwischen Partnern und Kunden, die eigenen Services platzieren zu können und das Potenzial einer gewachsenen Kundengruppe ausschöpfen zu können. Dabei ist es sehr wichtig, Vereinbarungen z. B. hinsichtlich der Datennutzung zu treffen, um hier langfristig gute Partnerschaften zu etablieren.
  5. Effizienzen heben und Umsätze schneller ankurbeln:
    Hier geht es um die indirekte Erzeugung von Umsätzen,vor allem um die schnellere Generierung neuer Erlöse durch die Verbesserung der Time-to-Market und die Erhöhung der internen Geschwindigkeit durch gut designte und sichere APIs. Damit lassen sich Monetarisierungsoptionen von Produkten schneller testen und auf geänderte Gegebenheiten modifizieren.

Nachhaltiger Geschäftserfolg mit APIs

Auf Basis der genannten Möglichkeiten besteht ein starkes und vor allem breites Umsatzpotenzial durch APIs. Nur wie kommt es nun zu nachhaltigem Geschäftserfolg?

Der Ausgangspunkt für Erfolg im branchenübergreifenden Marktplatz von Open X ist sicherlich eine intelligente Auswahl der angebotenen Services zusammen mit einer wirkungsvollen Strategie für die Monetarisierung. Doch ähnlich wie in den meisten Geschäftsbereichen nimmt die effiziente Umsetzung in der IT einen immer größeren Einfluss auf die langfristige Akzeptanz beim Kunden. Für eine nachhaltige Gestaltung von API Services sind daher folgende Punkte zu beachten:

Monitoring:

Die Performance der Schnittstellen muss gewährleistet sein, Metriken wie Verfügbarkeit oder mögliche Abfragen pro Sekunde müssen die Bedürfnisse des Markts erfüllen. Kunden erwarten eine stetige Einsatzfähigkeit der APIs. Ein Echtzeit-Reporting in Dashboards ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Performance-Störungen durch ungewohnt hohe Lasten oder technische Probleme und minimiert die Downtime der APIs.

Security:

Im Bankenumfeld gibt es hierzu bereits diverse sinnvolle Vorschriften durch PSD2. Da durch APIs sensible Daten verarbeitet werden, ist eine hohe Sicherheit der Schnittstelle mittels Authentifizierung und Autorisierung essentiell. Ein effektives Monitoring mit wiederholtem Testing der APIs gewährleistet dabei langfristig hohe Sicherheit.

Analytics:

Auch für Open X gilt: Daten sind die neue Währung. Durch die neuen Schnittstellen zum Kunden erhalten Banken und Versicherungen Zugriff auf zusätzliche Informationen zum Nutzerverhalten. Data Analytics kann ein Verständnis davon schaffen,  wie die APIs genutzt werden. Dadurch können die Services kontinuierlich verbessert werden, indem Fehler und Bottlenecks sowie Kundenwünsche erkannt werden.

Notwendige Value Proposition: Aus API muss VPI werden

Grundsätzlich möchte ich mich hier den Autoren des Buchs „API Product Management – Product Strategy and Execution for the Digital Economy“ anschließen und folgendes Statement unterstreichen: „Ultimately, the API is about the interface to a value proposition not to an application“. Eine API braucht zwar die Verbindung zu Daten und Anwendungen etc., sollte aber dennoch als eigenständiges Produkt gesehen werden. Die API sollte daher zur Lösung eines Problems genutzt werden und eine eigene Value Proposition haben. Kurzum, aus dem Application Programing Interface muss ein „Value Proposition Interface“ (VPI) werden, um den Kunden den Zugang zum Wertbeitrag über die Schnittstelle zu ermöglichen und dies wie ein Produkt über den gesamten Lebenszyklus hinweg ganzheitlich zu managen.

Erhalten Sie im World Retail Banking Report 2019 Einblicke, wie Banken sich in der Open-X-Ära neu erfinden und erfahren Sie mehr über unsere Open Banking Lösungen.

Quellen:

https://nordicapis.com/top-5-api-monetization-business-models/

https://www.slideshare.net/cPOEt/api-product-management-for-product-managers

 

Teil 2: Mit APIs zur nächsten Stufe des Banking: Open X

Während Netflix, Amazon und Google schon seit Jahren neue Geschäftsfelder mit APIs erschließen, werden Banken nun durch die Richtlinie PSD2 zum Einsatz von Schnittstellen gezwungen. Durch deren Standardisierung wird nun die nächste Innovation möglich: das Open X.

Franz Xaver Kollmer
Franz Xaver Kollmer, Capgemini

Immer mehr FinTechs, InsurTechs und Technologiekonzerne wie Facebook und Google drängen verstärkt in Bereiche, die bisher Banken und Versicherungen vorbehalten waren. Gerade berichtet etailment darüber, dass Google im nächsten Jahr Girokonten mit der Citigroup anbieten will. Zusätzlich steigen die Erwartungen von Kunden an Nutzungskomfort und Sicherheit. Begünstigt wird dieser Wandel auch durch die derzeit aktuelle Payment Services Directive (PSD2), welche den Fokus im Banking auf Sicherheit, Innovation und Marktwettbewerb legt. Zentraler Bestandteil dieser Richtlinie und der eigentliche Wegbereiter sind dabei APIs (Application Programming Interfaces). Diese haben zunehmend eine relevante Rolle in der Finanzwirtschaft und werden in der nächsten Reifegradphase des Marktes die Zukunftsfähigkeit der Teilnehmer mitbestimmen. Netflix, Amazon und Google setzen seit Jahren auf dieses Produktfeld, sowohl intern als auch in Richtung des Marktes. APIs dürfen auf keiner Digitalisierungsagenda fehlen, damit Banken den Wettlauf mit Google & Co. (GAFA) nicht verlieren und die nächste Stufe im Banking möglich wird.

Open X: die nächste Stufe im Financial-Services-Bereich

In der Finanzbranche nehmen aus diesem Grund Open Banking und Open Insurance eine hohe Priorität in den aktuellen strategischen Planungen ein. Dabei erlauben APIs Dritten den Zugriff auf Bankdaten, um darauf basierend Applikationen und Dienste anbieten zu können. Kunden profitieren hier von neuen, nahtlosen Services während sich Banken und Drittparteien neue Geschäftszweige eröffnen. Laut dem kürzlich von Capgemini veröffentlichten World FinTech Report 2019 bewegen wir uns im Bereich Banking und Fintechs an der Schwelle sogar zum Open X. Die tragenden Säulen dafür sind Partnerschaften, gemeinsame Nutzung,  Erlebnisse und Daten. Auch der aktuelle World Wealth Report sieht die Nutzung und Teilnahme an integrierten Ökosystemen als absolut notwendig an, um in einem disruptiven Marktumfeld gut positioniert zu sein. Der diesjährige World Retail Banking Report bestätigt diese Entwicklung aus Sicht der Kunden: Personalisierung und Geschwindigkeit stehen im Vordergrund, Kundenzentrierung wird noch relevanter und Banken müssen schnell mit Partnern zusammenarbeiten, um komplementäre Produktportfolios zu entwickeln.

Die vier Reifegradstufen im Banking

Wie ist nun eigentlich Open X als Reifegradstufe beispielsweise im Banking einzuordnen?

  1. Traditional Banking: beinhaltet Kernaktivitäten wie Retailbanking, Firmenkundengeschäft und Investmentbanking
  2. Digital Banking: Abhängig vom digitalen Reifegrad einer Bank existiert hier eine Omni-Kanal-Experience für den Kunden.
  3. Open Banking: Entspricht der Fähigkeit der Bank ein Ökosystem von Dritten zu nutzen und zu interagieren, in dem Technologien wie APIs genutzt werden.
  4. Open X: Beschreibt die Fähigkeit einer Bank, Daten zu nutzen und einen gemeinsamen Marktplatz mit Financial Services (FS)- und nicht FS-Firmen aufzubauen, um ein durchgängiges Kundenerlebnis zu generieren.

Auf Basis aktueller Marktbeobachtungen und Gesprächen mit meinen Kunden sind die Reifegradbeschreibungen im Versicherungs- und InsurTech-Markt nahezu analog.

Mit APIs zum Open X

Warum sind APIs so ein relevanter Bestandteil der aktuellen Digitialisierungsagenda am Markt? Sie bieten Gestaltungspotenziale innerhalb und außerhalb des Unternehmens hinsichtlich Optimierung, Strukturierung und neuer Geschäftsmodelle. Nachstehend werden die Gestaltungsmöglichkeiten anhand von fünf Dimensionen genauer beschrieben.

1) Modernisierung

APIs bieten enorme Möglichkeiten bei der inneren Modernisierung der Systemlandschaft und der Gesamtlandschaftstransformation. Insbesondere wenn es darum geht, bestimmte Schmerzpunkte aus der Businesssicht mit Lösungen zu versorgen, können APIs und Microservices die richtige Antwort sein, um bestimmte Funktionen aus monolithischen Strukturen heraus zu trennen und eine neue Lösung aufzubauen. Durch die richtige Entkopplung von Systemen kann dabei die Verfügbarkeit und Widerstandsfähigkeit der gesamten IT-Landschaft weiter ansteigen.

2) Standardisierung

Klar beschriebene und dokumentierte APIs ermöglichen innerhalb der Organisation eine schnellere Integration mit anderen Systemen und Services. Ebenfalls helfen standardisierte APIs im Außenverhältnis Partner und Kunden bei der Anbindung bzw. Integration von Services für neue Produkte bzw. Geschäftsmodelle. Sobald dann noch eine Standardisierung auf Branchenebene für APIs hinzukommt, wird die Interoperabilität und Flächennutzung innerhalb des Gesamtsystems signifikant höher. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für ein funktionierendes Ökosystem im Sinne von Open X geschaffen.

3) Informationsaustausch

Sicher und schnell Informationen austauschen bzw. bereitstellen zu können, ist ein weiteres Argument für die Nutzung von APIs und API-basierten Produkten. Gerade der Austausch von Informationen und Daten mit verschiedenen Parteien auf standardisierten, performanten und vor allem klar beschriebenen Wegen ist ein Kernmerkmal von API-Nutzung.

4) Kollaboration

APIs sind ein modernes Befähigungselement in der Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden, FinTechs, InsurTechs sowie anderen Parteien. Die Kollaboration kann direkt beginnen und Elemente innerhalb der Wertschöpfungskette können schnell miteinander verwoben werden. Durch die erhöhten Geschwindigkeitsanforderungen beim Aufbau von neuen Produkten oder Geschäftsmodellen sind APIs das starke Bindeglied zwischen den Systemteilnehmern. Die Bereitstellung einer API Sandbox hilft den Akteuren in einem frühen Stadium der Zusammenarbeit Hypothesen zu erproben und Ideen zu testen.

5) Innovation

Produktinnovationen in Ökosystemen entstehen oft, indem passende Wertschöpfungselemente und Daten von verschiedenen Systemteilnehmern miteinander verbunden werden und für den Kunden ein Mehrwert generiert wird. Durch die Nutzung von APIs durch viele Partner und die Einbindung in deren neue Geschäftsmodelle ergeben sich oft Produktinnovation, welche Rückflussimpulse in die eigene Wertschöpfung bzw. auf das eigene Innovationsportfolio haben.

APIs ermöglichen verschiedenen Marktteilnehmern, in einer kontrollierten Umgebung auf Banksysteme und -daten zuzugreifen. Sie werden zur Entstehung der Open-X-Ära signifikant beitragen und bieten verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Da allerdings nach wie vor der Großteil der Banken von Legacysystemen stark abhängig ist und daher nicht die notwendige Flexibilität besitzt, auf neue Technologien zu wechseln und mit FinTechs bzw. anderen Marktteilnehmern zu integrieren, sind APIs eine unterstützende Kraft, um Informationsflüsse zwischen allen Parteien mit Daten anzureichern und aufwerten zu können. Damit werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Laut World FinTech Report 2019 prüfen Branchenakteure zwei potenzielle Monetarisierungsmodelle für APIs: Revenue Sharing, was 60 Prozent der Banken und 70 Prozent der FinTechs für machbar halten, und API-Zugangsgebühren, die 46 Prozent der Banken und 55 Prozent der FinTechs unterstützen. Allerdings sieht sich nur etwa ein Drittel der Führungskräfte von Banken derzeit in der Lage, APIs zu monetarisieren. Wie ein strukturiertes Vorgehen zur Monetarisierung aussehen kann, beschreibe ich in meinem nächsten Blogartikel.

Erfahren Sie mehr über unsere Open Banking Lösungen. 

Teil 1: Partnerschaften als Rückgrat der Zusammenarbeit

Sandra Ficht, Capgemini Invent

Open X wird unseren Fokus verlagern: vom Produkt auf das Erlebnis, von Assets auf Daten, von Eigentum auf gemeinsame Nutzung und vom Erstellen oder Einkaufen auf das Eingehen von Partnerschaften.
Zweifelsohne werden Partnerschaften künftig das Rückgrat vieler erfolgreicher Geschäftsmodelle sein. Player, die strategisch komplementäre Partner auswählen, ihre Geschäftsmodelle anpassen, neue Technologien nutzen und Talente mit entsprechenden Fähigkeiten rekrutieren, werden laut dem gerade veröffentlichten World FinTech Report 2019 (WFTR 2019) in der Lage sein, profitabel zu wachsen.
Dabei müssen jedoch wichtige Fragen beantwortet werden: Welche Rolle werden die jeweiligen Akteure im Gesamt-Mix spielen? Wie findet jeder eine Nische, in der er eine führende Rolle einnehmen kann? Wie können die Player gleichzeitig die Angebote der anderen Akteure in der Customer Journey wertstiftend nutzen? Wie werden sie sich in einem Umfeld bewegen, in dem jeder Player über bestimmte Expertise und Komfortzonen verfügt, aber kein einzelner Spieler alle Fähigkeiten beherrscht?

Ein kollaboratives Ökosystem

Viele FinTech-Unternehmen haben Mühe, ihr Business zu skalieren. Einige Banken hingegen tun sich schwer, wenn es um eine wirklich effektive Zusammenarbeit mit FinTechs geht. Sich ein kollaboratives Ökosystems an Akteuren zu erschließen, während man gleichzeitig Nischen- und strategische Rollen spielt, wird darum der Schlüssel zu Überleben und Wachstum in der Open X Welt sein, so das Fazit des WFTR 2019.
Nur 26% der für den Bericht befragten Bankmanager und 43% der FinTech-Führungskräfte gaben an, den richtigen Partner gefunden zu haben. Ein Haupt-Augenmerk muss daher auf der kompetenten Orchestrierung von Beziehungen innerhalb komplexer Ökosysteme liegen. Diese Orchestrierung wird insbesondere bei Finanzdienstleistungen immer wichtiger. Die Branche diversifiziert sich weiter und neue Player übernehmen neue Rollen und Verantwortlichkeiten. Zusammenarbeit ist dabei fundamental, aber erst die Orchestrierung dieser Beziehungen wird entscheiden, ob die Zusammenarbeit große Ideen hervorbringt oder daran zerbricht.

Schaffen Sie Möglichkeiten für Ihre Kunden

Neue Ökosysteme ermöglichen eine Vielzahl neuer Kundenerfahrungen. Diese wiederum ermutigen Kunden, auch anspruchsvollere Produkte und Dienstleistungen zunächst auszuprobieren und später dann sogar zu erwarten.
Schauen Sie sich einmal das Beispiel des in Edinburgh ansässigen Reisepreis-Aggregator Skyscanner an. Früher haben wir Reisebüros genutzt, später dann sind wir zu Online-Direktflugbuchungen übergegangen. Jetzt können wir Preise über Routen und Zwischenstopps in mehreren Städten hinweg vergleichen – und währenddessen buchen wir ein Hotelzimmer, leasen ein Auto und schließen eine Reiseversicherung ab.

Bankgeschäfte in den Alltag eingebettet

Sehr bald werden wir im Privatkundengeschäft eine Fokussierung auf vielfältige Anwendungen für unterschiedliche Kunden erleben. Dabei liegen die Wachstumsfelder im Jugendbanking, Hyper-Personalisierung, Dynamic Finance und Wealth Management. Im Jugendbanking werden wir beispielsweise sehen, wie Banken Zahlungen und Geldtransfers in nicht-traditionelle Umgebungen wie Apps und Social Media für Auftritte und Festivals einbetten. In dieser neuen Welt der Erlebnisse wird das Bankwesen Teil der Erlebnisse sein. Im wahrsten Sinn des Wortes und mehr als je zuvor sprechen wir dann von Bankgeschäften, die in den Alltag eingebettet sind.

Schaffen Sie neue Realitäten

Die Welt des Bankwesens ist lebendig und dynamisch. Rollen und Verantwortlichkeiten können sich praktisch über Nacht ändern. Alibabas Alipay ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich der Grad an Client Intimacy schnell und nahtlos branchenübergreifend verschieben kann. In Entwicklungsländern werden die Interaktion mit Bankmitarbeitern und der persönliche Service sehr geschätzt. Alipay hat es geschafft, diese Gegebenheit zu überwinden und konnte erfolgreich den mit Online-Finanzdienstleistungen assoziierten Reibungsverlusten begegnen.
Aber auch der traditionelle Bankensektor steht vor Herausforderungen, denn der Begriff des reinen Bankwesens löst sich immer mehr auf und wird von einer neuen Realität abgelöst.

Innovative Angebote orchestrieren

In dieser disruptiven Welt definieren wir bei Capgemini Invent unsere Rolle als Orchestrator. Wir helfen Ihnen dabei, Ihren Weg durch neue und spannende Ökosysteme der Zusammenarbeit und Kommunikation zu ebnen. Das Ergebnis ist unser neues Angebot Inventive Banking. Die Plattform verbindet Sie mit dynamischen Innovatoren und ihren Ideen und ermöglicht ein schnelles Onboarding und ein proaktives Management neuer Partnerschaften. Gemeinsam identifizieren wir spannende Themen, erarbeiten einzigartige Angebote und bringen diese schnell auf den Markt. Es dreht sich alles um eine Infrastruktur der Zusammenarbeit und Partnerschaft und der schnellen Umsetzung von Ideen – damit wir von der Ideenfindung bis zur Markteinführung zügig und effizient vorankommen.

Eine Invent Erfolgsgeschichte

Im Kern geht es darum, unser Wissen und unsere Erfahrung branchenübergreifend einzusetzen. Wir arbeiten bereits eng und produktiv mit vielen Unternehmen auch außerhalb des Finanzdienstleistungssektors zusammen – insbesondere mit Einzelhändlern, Telekommunikationsunternehmen und Versorgungsunternehmen – und prüfen, wie wir in einem disruptiven Umfeld innovative Angebote anbieten können.
So wurde beispielsweise Orange in einem mutigen Schritt als erstes Telco-Unternehmen zu einer Bank – durch eine echte Open Banking Kooperation. Vom Projektbeginn bis zum Go-Live konnte die Orange Bank in weniger als 18 Monaten an den Markt gehen. Dabei wurde die Herausforderung gemeistert, eine neue Bank zu erfinden und mehr als 40 Technologiepartner (darunter Lösungen, FinTechs und Dienstleister) in einem sehr aggressiven Zeitrahmen zu integrieren.

Machen Sie Ihr Business innovativ!

Unabhängig davon, ob Sie eine etablierte Bank, ein Herausforderer oder ein Neueinsteiger sind – die Inventive Banking-Plattform hilft Ihnen bei der Zusammenarbeit, der schnellen Entwicklung innovativer Angebote und der Einführung erfolgreicher neuer Beta-Businesses. Nutzen Sie unsere Expertise und erschaffen Sie neue Ökosysteme. Wir helfen Ihnen, Game Changer Produkte und Next Generation Dienstleistungen zu entwickeln, die es Ihren Kunden ermöglichen, clever zu banken und besser zu leben – und gleichzeitig Ihrem Unternehmen profitables Wachstum und Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Starten Sie Ihre FinTech-Zukunft. Besuchen Sie unser Offering Inventive Banking oder kontaktieren Sie mich.

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