Lufthansa: Wie der Turmbau zu Babel weltweit gelingt

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Unsere Software Referenzarchitektur bringt die Luftfahrtbranche voran

Eldar Sultanow, Capgemini

Wer am Flughafen schon einmal vergeblich auf seinen Koffer gewartet hat weiß, wie lästig bis kritisch dies sein kann. Die Ursache liegt oftmals in den komplexen Prozessabläufen im Hintergrund. Ein weltumspannendes Konsortium hat es sich nun zur Aufgabe macht, die Kommunikation zwischen Flughäfen und Industrie auf eine gemeinsame Sprache zu eichen. Denn nicht nur der Pilot arbeitet inzwischen mit einem leistungsfähigen Computer, auch Logistik, Administration und Sicherheit sind inzwischen IT-gestützte Prozesse und diese gehen über die Fluggesellschaft hinaus und betreffen wiederum auch Flughäfen und andere Airlines. Entsprechend wichtig sind IT-Referenzarchitekturen, die für einen reibungslosen Datenaustausch über Schnittstellen sorgen.

Referenzarchitektur mit der Lufthansa

Lufthansa und Capgemini haben als einer der ersten eine solche Referenzarchitektur für die Luftfahrtindustrie entwickelt. Basierend auf  dem Architecture Framework der Open Group (TOGAF) dient sie als Blaupause für Geschäftsprozesse und Schnittstellen und lässt sich einfach um neue Funktionen und Module erweitern. Mehr Details dazu auch hier in unserer Referenz. Seit März 2016 arbeitet Cagemini mit Architekten von der Lufthansa zusammen an der Entwicklung einer Reference Architecture (RA) für die Luftfahrtbranche, die als Grundlage für eine offene Architektur dienen soll. Im Mittelpunkt der Entwicklung und Beschreibung der RA steht eine Architekturdefinition, welche die RA in ihren vier TOGAF-spezifischen Architekturbereichen erklärt, genauer gesagt die Geschäftsarchitektur, Anwendungsarchitektur, Datenarchitektur und Technologie Architektur.

Vier wesentliche Punkte der Architektur

In einer Veröffentlichung der Gesellschaft für Informatik (GI) wird die RA in vier Aspekten und die „Revenue“ vorgestellt sowie die Kernelemente anhand der  Geschäftsfunktion „Management & Pricing“ modelliert und beschrieben. Die IT-Referenzarchitektur wird im Wesentlichen vier Angriffspunkte haben:

  • Die Nomenklatur wird standardisiert: Darunter fallen Prozesse, Landschaften und Systeme.
  • Architekten oder Unternehmen, die neu in der Branche sind, können das Wissen und die Informationen aus der RA nutzen, um kurzfristig produktiv zu werden.
  • Die Lufthansa schafft eine strukturierte und kaskadierende Sicht auf die luftfahrtindustrielle Unternehmensarchitektur, die modularisiert Geschäftsfähigkeiten, Services und Anwendungen sowie Interoperabilität transparent macht. Damit können Architekten mit Entwicklern kombinierte Funktionen und Module systematisch beschaffen oder entwickeln.
  • Der Gestaltungsraum liegt bei den Machern der Referenzarchitektur.

CVENT: Positives Echo im Fachpublikum

Das Projekt fand unter anderem auf der CVENT in San Diego 2018 großen Anklang, denn dort kam nochmal zum Ausdruck, dass Offenheit im Sinne der Standardisierung gewinnt, statt Systeme und Schnittstellen proprietär und geschlossen zu halten. Hier ein Auszug der Reaktionen auf Twitter:

 

Laden Sie die ganze Success Story herunter und erfahren Sie, wie Lufthansa von der Referenzarchitektur profitiert.

Mehr zum Thema Software Architektur finden Sie auch unter https://www.capgemini.com/de-de/service/architekturmanagement/

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