Einstieg als Software Engineer in München: Herausforderungen in der bayerischen Metropole

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Software Engineer Sabrina berichtet im Interview, welche Vorteile der Capgemini-Standort München für Softwareingenieure bietet und welchen Aufgaben sie gegenübersteht.

München wird von Einheimischen oft als „großes Dorf“ bezeichnet. Und doch ist hier ein zentraler Standort der deutschen Automobilindustrie. Welche Vorteile der Standort bietet und welche Herausforderungen er für Software Engineers in der Automobilbranche bereithält, hat uns Sabrina im Interview erzählt.

Sabrina, wie bist du zu Capgemini gekommen?

Nach meinem Studium der Medieninformatik bin ich direkt bei Capgemini über das FastTrack-Programm eingestiegen. Die Automobilindustrie fasziniert mich schon lange und bei Capgemini arbeite ich nun für einen großen Automobilkonzern. Inzwischen bin ich seit anderthalb Jahren Softwareingenieurin in München.

Kommst du aus München oder bist du zugezogen? Was schätzt du an der Stadt?

Ich bin zwar etwas außerhalb von München aufgewachsen, würde mich selbst aber als Münchnerin bezeichnen. Ich bin großer Fan der Stadt, da sie einem die Vorteile einer Großstadt bietet, vom Gefühl her aber eher ein großes Dorf ist. Das gefällt mir gut.

Welche Vorteile bietet München für das Berufsleben?

Beruflich gesehen sind hier sehr viele Firmen und Kunden ansässig, mit denen wir zusammenarbeiten. Durch die Nähe zum Kunden ist es möglich, regelmäßig vor Ort zu sein, was die Arbeit einfacher und sehr angenehm macht. Gleichzeitig können wir aber jeden Abend nach Hause kommen und müssen nicht wie andere Berater unter der Woche unterwegs sein.

Welche Vorteile bietet der Standort für das Privatleben?

In München gibt es diverse schöne Plätze. Die Stadt ist außerdem sehr grün, weil es viele Parks gibt. Hier kann ich meine Freizeit in der Natur verbringen, ohne weit fahren zu müssen. Auch kulturell bietet die Stadt viel wie z. B. zahlreiche Theater, Kinos und Veranstaltungen. Das Angebot an Freizeit- und Sportaktivitäten ist riesig. Und natürlich gibt es viele Biergärten, Restaurants und Bars.

Wie empfindest du den Capgemini-Standort in München?

Mir gefällt der Standort hier sehr gut, weil er weitläufig ist. Man sitzt meist mit drei bis fünf Kollegen im Büro, die Räumlichkeiten sind hell und modern eingerichtet.

Das Office liegt etwas außerhalb, ist aber gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Zudem haben wir ein großes Shoppingcenter in unmittelbarer Nähe, das viele Lunch-Möglichkeiten für die Mittagspause bietet. Gleichzeitig kann man nach der Arbeit noch den ein oder anderen Einkauf erledigen.

Capgemini hat zudem ein gutes Händchen dafür, Bewerber auszusuchen, die zu uns passen. Alle Kollegen verstehen sich sehr gut und dadurch gibt es einen großen Teamzusammenhalt. Es herrscht immer eine angenehme Atmosphäre.

Kannst du etwas zu deiner Tätigkeit als Software Engineer in der Automobilbranche erzählen?

Als Softwareingenieure sind wir sehr nah am Kunden, wir sind häufig vor Ort und arbeiten dort mit den Kollegen auf Kundenseite zusammen.

Ich finde es spannend in der Automobilbranche tätig zu sein. Ich erhalte Einblicke darin, welche neuen Techniken gefördert und welche neuen Autos entwickelt werden.

Zur Zeit arbeite ich in einem Projekt zu einem sehr aktuellen Thema, der „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“ (WLTP). WLTP ist ein neues Verfahren zur Ermittlung der Emissions- und Verbrauchswerte. Teil dieses Verfahrens ist ein neuer Fahrzyklus, während dem die Emissionen und der Verbrauch gemessen werden. Das Gesetz dazu wurde 2017 verabschiedet, seitdem müssen nun alle Automobilhersteller ihre Abgaswerte damit ermitteln.

Wir bei Capgemini kümmern uns um die Software, die einen großen deutschen Automobilhersteller bei dem Verfahren unterstützt.

Was sind typische Aufgaben eines Software Engineers?

Als Softwareingenieurin bin ich in allen Teilbereichen des Projektes beteiligt: von der Analyse, über die Konzeption bis hin zur Softwareentwicklung selbst. In einem neuen Projekt geht es zunächst um die Analyse der Anforderungen: Was muss die Software können? Was erwartet der Kunde von der Software? Diese Anforderungen müssen wir dann spezifizieren und mit den Kunden abstimmen. Anschließend geht es in die konkrete Umsetzung der Kundenwünsche. Wir programmieren also die Software und stellen sie dem Kunden auf unterschiedlichen Umgebungen bereit. Wir prüfen, wie der Kunde damit arbeitet und können die Software bei Bedarf anpassen.

Welchen großen und kleinen Herausforderungen steht ein Berufseinsteiger als Software Engineer gegenüber?

Die Herausforderungen variieren in den verschiedenen Situationen. Im Kundenkontakt gibt es typische Fragestellungen wie beispielsweise: wie sprechen wir mit ihnen, wie verhalten wir uns in gewissen Situationen etc. Hier sind Soft Skills gefragt, die ich vor meinem Start bei Capgemini noch nicht hatte. Dabei hat mir das FastTrack-Programm sehr geholfen. In dem Mentoring-Programm werden Berufseinsteiger von Anfang an die Hand genommen. Es gibt verschiedene Fortbildungen, die speziell für Berufseinsteiger zugeschnitten sind z. B. Präsentationstechniken und Teamarbeit.

Auf Entwicklungsseite sind natürlich die großen Projekte Herausforderungen, die viel organisatorischen Aufwand bedürfen. Von der Uni kennt man eher kleine Softwareprojekte und hat noch nicht gelernt, große Teams zu koordinieren. Zudem arbeiten wir mit Kollegen zusammen, die an verschiedenen internationalen Standorten sitzen und viel reisen.

Als Software Engineer lernt man auch viel über Teambuilding und -planung sowie über allgemeines Zeitmanagement. Zu wissen, wie lange ich für eine Aufgabe brauche, ist für den Kunden und für unsere Projektplanung wichtig. Das war für mich persönlich am Anfang eine Herausforderung durch die wenigen Erfahrungswerte, die man als Einsteiger hat.

Welche neuen Methoden und Tools nutzt du in deiner täglichen Arbeit?

Wir arbeiten mit Scrum, das ist eine agile Entwicklungsmethode. Das bedeutet, dass man sich einen kurzen Zeitraum vornimmt und darin ein Ziel bestimmt, was man am Ende erreichen möchte. Gegen Abschluss einer Phase soll immer ein Produkt entstehen, das der Kunde schon verwenden kann.

Das macht die Arbeit sehr flexibel, da man kleine Häppchen vor sich hat und immer noch die Möglichkeit besteht, andere Aufgaben mit hinzuzunehmen. Die Entwicklungszyklen sind nicht mehr so lang wie früher. Wir arbeiten vermehrt mit Scrum und auch unsere Kunden nutzen immer häufiger agile Methoden.

Ansonsten gibt es noch weitere Tools, die diese Methode gut umsetzbar machen. Das sind zum Beispiel Tools wie Jira und Confluence. Um den Code zu verwalten, nutzen wir Bitbucket. Mit Git führen wir den Code von allen Entwicklern zusammen und machen daraus eine Software, an der jeder parallel arbeiten kann.

Vielen Dank für das Interview Sabrina.

Sie sind wie Sabrina Automotive-Fan und möchten Software für die Automobilbranche an einem Top-Standort mitgestalten? Dann bewerben Sie sich jetzt als Software-Engineer (w/m/d) in München.

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