IT-Architekt in Stuttgart: Herausforderungen im Zentrum der Automobilbranche

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Ein Solution-Architekt berichtet über die IT-Herausforderungen in der Automobilbranche und darüber, welche Vorteile der Standort Stuttgart für IT-Architekten bietet.

Björn Schilling ist Lead Solution Architect am Capgemini-Standort Stuttgart und betreut ein Großprojekt für einen Automobilhersteller. Im Interview berichtet er, welche Vorteile der Standort Stuttgart für IT-Architekten hat und welchen Herausforderungen er im Alltag in der Automobilbranche gegenübersteht.

Björn, du bist IT-Architekt bei Capgemini in Stuttgart. Was genau sind deine Aufgaben und welchen Herausforderungen stehst du als IT-Architekt gegenüber?

Ich kümmere mich um die technische Architektur, das heißt, ich lege fest, WIE die Software gebaut werden soll. Das beinhaltet z. B. Vorgaben zur Konzeption von Komponenten und Schnittstellen, die Entscheidung, welche Technologien zum Einsatz kommen, oder welche Form der Kommunikation verwendet werden soll. Außerdem überlegen wir uns, welche Server und Ressourcen wir brauchen.

Insbesondere in großen Projekten ist es sehr wichtig, Designvorgaben zu machen und die architektonischen Rahmenbedingungen vorzugeben, innerhalb derer das Projekt stattfinden muss. Diese Richtlinien und Vorgaben brauchen wir, damit die Software verständlich bleibt, sie wartbar und erweiterbar ist und wir dadurch effizient arbeiten können.

Neben meinen Aufgaben im Großprojekt betreue ich ein weiteres Projekt, in dem es um die Modernisierung von lang bestehenden Alt-Systemen geht.

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Welche Methoden, Vorgehensmodelle und Tools werden in der IT-Architektur aktuell eingesetzt?

In den letzten Jahren ist es immer wichtiger geworden in Projekten schnell auf Veränderungen zu reagieren und agil zu entwickeln. Agile Methoden wie DevOps und Scrum werden daher immer häufiger angewendet. Auch Microservices ist ein großes Thema: Viele kleine autarke Teilsysteme können einfacher und schneller gewartet und verändert werden. Die Cloud-Technologie bietet hier zusätzlich großes Potenzial, dezentralisierte Architekturen zu bauen. Bei vielen älteren IT-Architekturen ist es aber noch ein langer Weg die Vorgehensmodelle komplett umzustellen.

Du erwähnst die Modernisierung von Alt-Systemen. Kannst du etwas mehr dazu sagen?

Wir haben bei Capgemini auf Kundenseite oft mit Systemen zu tun, die bereits eine Weile existieren. Einige Systeme beispielsweise gibt seit fast 20 Jahren. Die Softwarearchitektur und die verwendeten Technologien sind teilweise nicht mehr aktuell und eingeschränkt in ihrer Flexibilität, deshalb muss jetzt über eine Modernisierung nachgedacht werden. Hinzu kommt erschwerend, dass es immer schwieriger wird, Nachwuchs zu finden, der mit veralteten Programmiersprachen noch umgehen kann.

Was kann man sich darunter im Detail vorstellen?

Früher wurde Software mit den Programmiersprachen entwickelt, die zu der Zeit aktuell waren. Vor 20 Jahren gab es kein Java oder andere moderne, objektorientierte Programmiersprachen.

Die damals verwendeten Sprachen sind nun veraltet und in ihren Fähigkeiten eingeschränkt, daher versuchen wir bestehende Systeme näher an Java auszurichten. Wir können die vielen Millionen Zeilen Code aber nicht einfach „mal eben“ neu in Java schreiben, weil es sehr aufwändig und fehleranfällig ist.

Meine Aufgabe ist es nun, Möglichkeiten zu finden, wie wir diese Alt-Systeme, die unglaublich viel Funktionalität abbilden, in eine neue moderne Welt übertragen können.

Wie empfindest du Stuttgart als Wohn- und Arbeitsort?

Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und lebe auch heute noch dort. Nach meinem Studium wollte ich aufgrund von Freunden und Familie in der Gegend bleiben, zudem ist Stuttgart als Standort für Informatiker perfekt. Es gibt viele ortsansässige Firmen und Kunden, denen es wirtschaftlich gut geht und viele Jobangebote – gerade im Bereich der IT.

Als Wohnort ist Stuttgart aus genannten Gründen sehr attraktiv. Die Region boomt, was an der Menge der Jobs liegt. Auch kulturell wird viel geboten und es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.

Was macht die Arbeit bei Capgemini in Stuttgart aus?

Als Arbeitsort ist der Standort stark von der Automobilbranche getrieben. Wer also bei Capgemini in Stuttgart anfangen möchte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich Automotive arbeiten. Wir versuchen generell – wo möglich – Wohnort und Projektstandort in Einklang zu bringen.

Welche Vorteile bietet der Capgemini-Standort?

Das Office liegt etwas südlich von Stuttgart. Das hat den Hintergrund, dass wir unserem Automotive-Kunden sehr nahe sein wollen – 1 km Luftlinie um genau zu sein. Wenn wir als Architekten oder Projektleiter Termine vor Ort haben, verlieren wir keine Zeit auf dem Weg. Das macht die Arbeit sehr angenehm.

Außerdem haben wir die U-Bahn direkt vor der Tür, diese fährt in ca. 10 Minuten zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Wir sind also sehr gut an das Fernverkehrsnetz angebunden.

Auch die Nähe zum Flughafen und der Autobahn ist sehr gut. Viele unserer Mitarbeiter müssen gelegentlich auch reisen, das spart Zeit und ist praktisch. Zudem ist die tägliche Anreise für Pendler mit dem Auto bequem.

Von welchen Capgemini-Benefits profitierst du in Stuttgart?

Ein Benefit sind die Essensgutscheine, mit denen wir vergünstigt in der Kantine essen können. Als weiteren Benefit sehe ich das vergünstigte Firmenticket für den öffentlichen Nahverkehr. Das ermuntert viele Mitarbeiter mit der Bahn zur Arbeit zu fahren.

Sehr gut finde ich auch den monatlichen Zuschuss zur Kita bzw. für den Kindergarten. Außerdem gibt es einen einmaligen Bonus plus Sonderurlaub pro Kind.

Welche Weiterbildungen werden IT-Architekten bei Capgemini in Stuttgart geboten?

Alle IT-Architekten profitieren hier von sehr guten Schulungen und Weiterbildungen. Zusätzlich haben wir hier auch eine Architekten-Runde, die sich einmal im Monat trifft und über aktuelle IT-Themen diskutiert. Meist stellt einer ein Thema vor, worüber wir in der Gruppe dann diskutieren. Das sind immer sehr schöne Diskussionsrunden.

Ansonsten gibt es bei uns in Stuttgart auch Technologie-Praktika. Das sind Workshops zu bestimmten IT-Themen, mit denen Mitarbeiter noch nicht in Projekten in Kontakt gekommen sind. Das ist besonders für jüngere Kollegen hilfreich.

Vielen Dank für das Interview Björn.

 

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