Digitalisierung bei Banken und Versicherungen: Jobchancen für Berater und IT-Experten

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Mit der Digitalisierung der Finanz- und Versicherungsbranche eröffnen sich Capgemini-Mitarbeitern interessante Möglichkeiten, die Zukunft der Financial Services mitzugestalten. Zwei Capgemini-Experten verraten, was sie beschäftigt.

Als Business Analyst berät Capgemini-Mitarbeiter Alexander Prime Kunden bei der Suche nach der richtigen IT-Lösung. Sein Kollege Tobias Freier ist als Technischer Architekt bei Capgemini im Bereich Java tätig. Im Interview sprechen die beiden IT-Experten über ihre Tätigkeiten für Kunden aus dem Bereich Financial Services und erklären, welche Chancen und Herausforderungen die Branche für Jobinteressenten bereithält.

„Die Digitalisierung steht klar im Fokus“

 Tobias und Alexander, euer Metier ist die IT der Financial Services: Ihr betreut Kunden aus dem Versicherungs- und Bankwesen. Welche Herausforderungen bieten diese Branchen?

 Tobias: Die Digitalisierung und darauf zugeschnittene Systeme stehen für unsere Kunden aus Financial Services klar im Fokus. Unsere Kunden stehen vor der Herausforderung, digitale Vertriebswege zu erschließen und trotzdem allen gesetzlichen Regulierungen gerecht zu werden. Viele neue Geschäftsmodelle benötigen entsprechend neue Software, um erfolgreich zu sein.

Alexander: Unsere Kunden legen darüber hinaus großen Wert auf Beständigkeit und langfristig angelegte Systeme. Technologische Weiterentwicklungen und Innovationen sind daher eine größere Herausforderung als etwa im Automotive-Segment. Doch auch Versicherungen und Banken erkennen mehr und mehr, wie wichtig Themen wie DevOps, Big Data, Cloud und Agile für ihren Geschäftsbereich bereits sind.

Capgemini IT-Architekt Financial Services

Die digitale Transformation als Chance für innovative Lösungen

 Du sprichst eure Kundenprojekte an. An was arbeitet ihr konkret?

Tobias: Ich betreue als Technischer Architekt vor allem Kunden aus dem Bankwesen. Derzeit arbeite ich als Lead Architect in einem agilen DevOps-Projekt mit OpenShift und Microservices Architektur. D. h. wir arbeiten an einem System bestehend aus vielen kleinen unabhängigen Services, die zusammen integriert werden. DevOps bezeichnet hier vor allem den hohen Grad an Automatisierung und Einsatz von Continuous Integration.

Alexander: In meinem aktuellen Projekt berate ich für eine große deutsche Versicherung. Wir führen dort mit Guidewire eine Software ein, die Schadens- und Unfallversicherer weltweit dabei hilft, die Beziehungen zu ihren Kunden, Vermittlern und Maklern auszubauen.

Was zeichnet eure Projekte im Vergleich zu anderen Branchen aus?

Alexander: Unsere Versicherungskunden stehen in Bezug auf die Digitalisierung teilweise noch ganz am Anfang. Das ist für mich als Business Analyst die Chance, alles von Beginn an mitgestalten zu können.

Mir fällt auf, wie auch Versicherer immer mehr über den Tellerrand schauen und uns viele Freiheiten etwa bei der App-Entwicklung lassen. Manche unserer Konzepte werden schlussendlich sogar für das gesamte Unternehmen übernommen.

Tobias: Dank der fortschreitenden Digitalisierung können wir Architekten sowohl fachlich als auch technisch neue Bereiche erschließen – das finde ich sehr interessant. Projekte mit Cloud-Architektur und moderner Web-Oberfläche etwa geben uns die Gelegenheit, alles von Grund auf neu zu überlegen. Omni-Channel, d. h. ein einheitliches Kundenerlebnis über Filiale, PC und Mobile wird auch immer wichtiger.

Gibt es in euren Projekten einen typischen Ablauf? Wie sieht dein Arbeitstag als Business Analyst aus, Alexander?

Alexander: In meinen Guidewire-Projekten für die Versicherungsbranche arbeiten wir meist in drei Phasen:

  1. Pre-Inception (Grobanalyse der Anforderungen über das gesamte Programm)
  2. Jeweils pro Release:
  3. Inception (Detailanalyse)
  4. Development (Implementation von Software)

Mein Alltag ist schwer mit einem typischen Ablauf zu beschreiben. Er ist abwechslungsreich und richtet sich nach den aktuellen Themen, die anstehen. Es kommen ganz unterschiedliche Tätigkeiten darin vor, wie Workshops, Interviews, Analysen von Alt-Systemen bis hin zu dem Verfassen von Anforderungen in Form von User Stories. Durch das Einsetzen von agilen Methoden wird unser Arbeitsrhythmus eher wochen- als tageweise. Dabei arbeiten wir im Rahmen von Scrum in Dailies, Plannings und Retrospektiven bis hin zu Demos an allem, was die Kundensysteme benötigen.

Wie sieht es in deinem Segment aus, Tobias? Was prägt deinen Arbeitsalltag als Technischer Architekt?

 Tobias: Mein typischer Tag im agilen Projekt beginnt mit dem „Daily Stand-Up“, während dem wir uns untereinander und dann mit anderen Teams austauschen und unsere Themen besprechen. Danach geht es an die Konstruktion von neuen Themen sowie Reviews von Anforderungen und Implementierungen.

Als Technischer Architekt ist der Dialog mit Entwicklern und Kunden für mich ebenso wichtig wie die Arbeit an Zukunftskonzepten. Je nach Projekt sind wir meistens vier Tage in der Woche beim Kunden vor Ort und einen Tag im Capgemini-Büro oder im Homeoffice.

Welche Jobprofile und Rollen gibt es typischerweise in euren Projektteams für Banken und Versicherungen?

Tobias: Klassischerweise bestehen unsere Teams für Projekte im Bankensektor aus einem Projektleiter, einem Projektmanager, einem technischen sowie einem fachlichen Architekten und natürlich den Entwicklern. Die agilen Rollen werden dabei teils von uns und teils vom Kunden besetzt. Je nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten ist es für Mitarbeiter natürlich auch möglich, in einem Projekt etwa als Leiter zu arbeiten und im darauffolgenden als Architekt. Solche Rollentausche sind bei Capgemini kein Problem.

Alexander: Auch bei unseren Versicherungsprojekten ist die Rollenverteilung vielfältig: Projektleiter, Business Analysten, Entwickler, Architekten und Projektmanager sind stets mit von der Partie. Alle Teams sind interdisziplinär und meist auch international aufgestellt, um unterschiedliche Mitarbeiterfähigkeiten zusammenzubringen und gemeinsam etwas zu bewegen.

Offenheit, Neugier und Innovationsgeist sind gefragt

 Welche Karrierevorteile hält die Tätigkeit im Bereich Financial Services bereit?

 Alexander: Durch die tiefgreifenden Veränderungen aufgrund der Digitalisierung können wir die Zukunft einer Branche „an vorderster Front“ mitbeeinflussen und innovative Neuerungen auf den Weg bringen. Der Fantasie sind dabei praktisch keine Grenzen gesetzt. Das ist eine vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe.

Tobias: Ein weiteres Plus ist die internationale Ausrichtung unserer Business Unit bei Capgemini. Dank der globalen Präsenz von Capgemini haben wir als Mitarbeiter immer wieder die Möglichkeit, für Projekte ins Ausland zu gehen.

 Wie sieht der Bewerbungsprozess aus, wenn ich in IT-Projekten für Banken und Versicherungen beraten oder entwickeln will? Sollten Jobkandidaten schon Erfahrungen bei Banken oder Versicherungen gesammelt haben, bevor sie sich bei Capgemini melden?

Tobias: Für Solution Architects ist es nicht unbedingt nötig, branchenspezifische Vorkenntnisse mitzubringen. Unsere Schulungen, der Austausch mit Kollegen und die Arbeit im Projekt vermitteln viel über die Branche. So erlangen Mitarbeiter nach und nach Fachwissen und die nötigen Skills.

Alexander: Als Business Analyst ist Domänenwissen natürlich von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Dank unseres FastTrack-Programms und unserer internen Weiterbildungen können Mitarbeiter bei Capgemini direkt Fuß fassen und ihre Karriere vorantreiben. Aktuell bieten wir zum Beispiel ein Guidewire-Bootcamp für Business-Analysten und ein Insurance-Training an.

Welche Tipps habt ihr für Bewerber?

Alexander: Bewerber sollten offen für neue Technologien und die Zukunft der Digitalisierung sein. Neugier, Innovationsgeist und Teamwork sind entscheidende Eigenschaften, mit denen sich die IT der Financial Services voranbringen lässt.

Tobias: Zusätzlich zur Offenheit geht es für Mitarbeiter auch darum, sich etwas zu trauen und sich aktiv in die Projektarbeit einzubringen. Nur mit viel Eigeninitiative lassen sich die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Alexander und Tobias, vielen Dank für das Interview.

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