KI und Robotics machen App-Entwicklung effizienter

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IT-Services und Apps müssen in der Ära der digitalen Transformation schneller und effizienter entwickelt und bereitgestellt werden, und zwar ohne höhere Kosten. Innovative Technologien bieten neue Möglichkeiten.

Alfred Aue, Capgemini

In vielen Unternehmen dauert es immer noch zu lang, neue Applikationen zu entwickeln, bereitzustellen oder anzupassen. Der Grund sind zeitraubende Prozesse. Erstellt die Softwareentwicklungsabteilung beispielsweise anhand der Vorgaben des Auftraggebers eine Anwendung, wird diese anschließend oft manuell von Fachleuten auf Fehler getestet und nach eventuellen Verbesserungen und erneuten Tests ebenfalls manuell implementiert.

Diese Vorgehensweise ist aufwendig und bindet die Arbeitszeit von Fachkräften. Der erste Schritt, um die Situation zu verbessern und schneller und effizienter zu arbeiten, ist die Automatisierung von Prozessen rund um Application Development and Maintenance (ADM). Der zweite Schritt ist die Nutzung intelligenter Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Robotics für die Automatisierung. In Bereichen wie dem Human Resources Management oder dem Finanzsektor werden sie bereits eingesetzt, etwa um Risiken von Transaktionen zu bewerten oder passende Bewerber zu finden. Auch ADM kann davon profitieren. So können entsprechende Lösungen nicht nur Transaktionen analysieren, die Fehler verursachen. Vielmehr unterbreiten sie eigenständig Vorschläge zu deren Behebung und setzen diese in der Praxis um. Doch das ist nur der Anfang: IT-Applikationen der nächsten Generation nutzen Techniken wie Deep Learning, Selbstdiagnose und automatische Tests von Bug-Fixes, um Fehlfunktionen proaktiv zu vermeiden. Dadurch entsteht eine Applikationslandschaft, die sich durch Fehlertoleranz sowie eine hohe Verfügbarkeit und Performance auszeichnet.

Optimierung in drei Kernbereichen

Es wäre jedoch zu kurz gedacht, ein zukunftsorientiertes ADM­-Konzept auf das Bereit­stellen von Automatisierungs-Tools, KI und Robotics-Funktionen zu reduzieren. Automatisierung im Bereich ADM muss so ausgelegt sein, dass sie Optimierungen in drei Kernbereichen ermöglicht, um Unternehmen maximalen Mehrwert zu bieten.

Der erste ist der effizientere Einsatz von Fachkräften durch die Automatisierung von Routineaufgaben und aufwendigen Tätigkeiten. Dazu zählen die Auswertung großer Datenbestände (Analytics, Fehlersuche), das Monitoring sowie der Test und das Deployment von Applikationen.

Der zweite Bereich betrifft die Optimierung der IT-Umgebung mit dem Ziel, deren Auslastung zu verringern. Ein Mittel besteht darin, die Komplexität solcher Umgebungen zu reduzieren und auf Standards zu setzen.

Die dritte Ebene bezieht sich auf geschäftliche Vorteile. Eine Maßnahme ist beispielsweise die Umsetzung einer „Fix-­before-­Fail“­-Strategie, um Kerngeschäftsprozesse abzusichern.

Intelligente Automatisierung ja – aber der Mensch bleibt wichtig

Automatisierung wird den Bereich Application Development and Maintenance 
in den kommenden Jahren massiv verändern. Ohne diese Transformation werden Unternehmen nicht in der Lage sein, künftige Herausforderungen zu bewältigen, speziell durch die Digitalisierung. Das heißt jedoch nicht, dass der Mensch überflüssig wird. Er ist nach wie vor gefragt, wenn es um die Bewertung von Sachverhalten geht und wenn komplexe Entscheidungen anstehen. Solche Aufgaben kann bislang keine KI- oder Robotics-Lösung übernehmen. Wie sehen Sie die Zukunft im ADM? Ich freue mich auf die Diskussion mit Ihnen.

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Whitepaper I – Agilität überall: Das Ende der bimodalen IT

Whitepaper II – Modernes Application Management: Vom „klassischen“ zum Business-zentrierten Ansatz

Whitepaper III – Application Management Services: Performance von Anwendungslandschaften in Zeiten von Digitalisierung und Cloud steigern

Whitepaper IV – Automatisierung ist der Schlüssel: Applikationen schnell und effizient entwickeln und anpassen

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