Innovationsmanagement: Über Methoden und Messung

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Innovation ist keine Pauschalarbeit. Jedes Unternehmen steht vor seinem ganz eigenen Puzzle und muss versuchen, den für sich besten Weg zu finden.

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Unternehmen können auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Innovation umgehen. Das habe ich in meinem letzten Beitrag gezeigt. Heute widme ich mich dem Thema Umsetzung, genauer gesagt dem Aufbau eines Innovationsmanagements – ganz unabhängig von der Organisation. Denn ohne Innovation wird keine (digitale) Transformation ihre Früchte tragen können. Geben Sie dem Thema Innovation daher genügend Raum in Ihren Überlegungen und stellen Sie ein Team auf, das sich ganz wesentlich dieser Angelegenheit widmen kann. Dabei sind folgende Aspekte von zentraler Bedeutung:

  • Bereitschaft zum kreativen Denken und zur Implementierung entsprechender Innovationsmethoden
  • Agiles Vorgehen, um schnell Rückmeldungen von Kunden und anderen Beteiligten zu bekommen
  • Aufbau einer Innovationskultur, die auch Fehler erlaubt
  • Nachhalten von Erfolgen

Diese Aspekte führe ich nachfolgend einzeln aus.

Innovationsmethoden und kreatives Denken

Im Kontext der Digitalisierung des Geschäfts rücken Organisation und Endkunde immer näher zusammen. Suchen Sie daher den Perspektivenwechsel und betrachten Sie Ideen mal aus der Sicht Ihrer Kunden. Dabei ist es essenziell alle Parteien – Mitarbeiter, Partner und Kunden – in den Innovationsprozess zu integrieren. So sammeln Sie direktes Feedback aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die für ihr Produkt wertvoll sind. Um solche Sessions zu strukturieren und darin zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen, ist es sinnvoll, gewisse Kreativitätstechniken einzusetzen. Hier gibt es beispielsweise Methoden wie Business Model Canvas, Customer Insight, Ideation, Visual Thinking, Storytelling, Szenario-Building oder Prototyping. Etablieren Sie darüber hinaus Innovationsziele im Unternehmen und belohnen Sie neue und gute Ideen.

Agil vorgehen

Validieren Sie neue Ideen in mehreren Iterationen, um zu vermeiden, dass Sie falsche Wege einschlagen. Dazu ist es erstens wichtig, das richtige Innovationstempo zu finden, zweitens müssen Sie in intensivem Austausch mit dem Kunden stehen. Das Innovationstempo ergibt sich aus Kriterien wie Marktdruck, Fähigkeit des eigenen Unternehmens und Flexibilität der Kunden. Visualisierung und Prototyping helfen, sofortige Rückmeldungen aus dem Unternehmen oder vom Kunden zu erhalten. Ein weiteres Instrument zur Validierung von Ideen ist das Minimum Viable Product (MVP). Bei dieser Methode wird ein neues Produkt mit minimalen Anforderungen und Funktionen ausgestattet, um die Zufriedenheit des Kunden in der operativen Nutzung anzutesten. Der endgültige, vollständige Funktionsumfang wird aber erst nach Rücksprache mit den Anwendern/Kunden entwickelt.

Fehlertoleranz und Risikokompetenz

Die Innovationskraft eines Unternehmens ist auch eng mit seiner Kultur verbunden. Ein höheres Risiko liegt in der Natur der Sache Innovation. Die Organisation muss dieses Risiko in dem Sinne annehmen, dass es positive Anreize setzt für gut kalkulierte, absehbare Risiken. Denn Innovation heißt nicht nur großartige Ideen zu haben, sondern braucht auch Entschlossenheit, Ausdauer und das Engagement, sich ins Unbekannte zu wagen – gegen alle Widrigkeiten. Verantwortungsbewusste Risikobereitschaft muss belohnt werden, auch wenn der Versuch letztlich scheitert. Die Organisation lernt daraus. Risikobereitschaft und Innovation – das eine bedingt das andere und beides ist eine Frage der Kultur.

Erfolge messen und zeigen

So, Sie haben das Marktfeedback bewertet und die interne Risikobereitschaft gefördert? Dann sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Aber vergessen Sie nicht, Ihre Erfolge bei der Umsetzung von Innovationen auch sichtbar zu machen. Setzen Sie sich strategische Erfolgsindikatoren und messen Sie diese. So können Sie Fortschritte auf dem Weg und ihre Innovationsfähigkeit im Allgemeinen besser einschätzen.

Diese KPIs schlage ich Ihnen beispielhaft für die Messung der drei folgenden Strategiepunkte vor:

  • Entwickeln einer Innovationsstrategie: Anteil des Umsatzes, der für Innovation oder für die Erschließung neuer Märkte ausgegeben wird, oder der relative Anstieg des Marktanteils.
  • Ideengenerierung: Durchschnitt der neuen Vorschläge pro Mitarbeiter oder die Projektrentabilität.
  • Bewertung und Auswahl von Ideen: Übernahmequote von Innovationen, Ratio zwischen erfolgreich realisierten und angenommenen Innovationsvorschlägen.

Haben Sie bereits andere Indikatoren zur Messung Ihrer Innovationen aufgestellt und angewandt? Dann schreiben Sie mir, ich freue mich über den Dialog!

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