Enge Partnerschaft mit Startups: Wie sich Capgemini für Gründerförderung einsetzt

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Capgemini setzt sich mit einem Gründer-Teilzeitprogramm dafür ein, Brücken zwischen Startups und Großkonzernen zu bauen – und hat eigens einen neuen IT-Job geschaffen. Gründungs-Expertin Jasmin Hüther erklärt, was dahinter steckt.

Jasmin Hüther ist bei Capgemini für Startup Relations in Deutschland zuständig. Zudem kümmert sie sich im Stuttgarter Innovationsteam um das Thema Startups. Im Interview verrät sie, wie sich Capgemini für Gründerförderung engagiert und welches Gründerprogramm das Unternehmen eigens zu diesem Zweck kreiert hat.

Von der genialen Idee …

Jasmin, du bist Teil des Stuttgarter Innovationsteams – und ihr habt großes Interesse daran, mit Gründern zusammenzuarbeiten. Wie kommt das?

In unserem Innovationsteam arbeiten Entwickler, Designer, Fachexperten und Jungunternehmer sehr eng mit einem Kunden aus der Automobilbranche zusammen. Wir bündeln in diesem Team Kreativität und Fachwissen, um die oftmals vorhandene Diskrepanz zwischen genialer Startup-Idee einerseits und Marktreife andererseits zu schließen. Wir entwickeln aus vielversprechenden Ideen Prototypen und bringen sie für unseren Kunden und dessen Projekte agil bis zur Marktreife. Dazu verwenden wir auch Input von Startup-Partnern, mit denen wir in regem Austausch stehen.

In meiner Rolle als Startup Relations Managerin habe ich mit meinem Kollegen Kai Blankenhorn aus dem Innovationsteam und unserer gründungserfahrenen Kollegin Anne Baumgraß überlegt, was wir für und mit Startups sowie für die Gründerförderung machen könnten. Die Kombination aus Annes Startup-Erfahrung, Kais Kreativität und meiner Expertise als Gründer-Mentorin hat uns eines Abends die Idee für eine Gründerteilzeitstelle gebracht.

Man trifft in der Startup-Szene oft auf den Glaubenssatz: „Nur wenn du als Gründer oder Gründerin wirklich von deiner Idee überzeugt bist, kann es was werden. Und wirklich überzeugt bist du nur dann, wenn du bereit bist wirklich alles zu riskieren.“ Nach diesem Glaubenssatz müsste aber jeder erfolgreiche Gründer von Vornherein ein selbstbewusster Draufgänger sein. Wir glauben, dass hier viel Potenzial verloren geht.

… zur attraktiven Teilzeitstelle für Gründer

Und deshalb habt ihr ein ganz neues Programm für Gründer geschaffen?

Genau, wir wollen gründungsinteressierten IT-Beratern und Entwicklern die Möglichkeit geben, auf eigenen Beinen zu stehen und trotzdem an ihrem Gründungsvorhaben arbeiten zu können. Mit unserem neugeschaffenen Programm können sich Gründerinnen und Gründer in einem etablierten Unternehmensumfeld weiterentwickeln und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Großkunden sammeln. Wir bieten abwechslungsreiche Projekte, Weiterbildungen sowie Kontakte zu Beratern, Entwicklern, Architekten und Projektmanagern. Auch der Zugang zu Branchenwissen kann für Jungunternehmer sehr hilfreich sein. Und die üblichen Anreize wie Laptop und Handy, die man auch privat nutzen kann, sind natürlich auch nicht unattraktiv… (lacht)

Wie sieht eure Gründerförderung dann konkret aus? Welche Unterstützung bekommt der Gründer für sein Startup?

Der Gründer oder die Gründerin wird als Teilzeit-Arbeitnehmer an unserem Standort in Stuttgart eingestellt. Als Entwickler, Informatiker oder Wirtschaftsinformatiker hilft er oder sie dabei mit, unsere Projekte zum Erfolg zu führen.

Außerhalb der Arbeitszeit kann sich die Person komplett frei mit dem Aufbau des eigenen Unternehmens beschäftigen, mit dem Capgemini in Zukunft gegebenenfalls kooperieren wird. Neben der finanziellen Absicherung durch die Teilzeitstelle bieten wir für unseren Teilzeitgründer konkret zum Beispiel Coachings von sehr erfahrenen Beratern zu den Themen Technologie, Architektur oder auch Business-Themen. Wenn der Gründer oder die Gründerin zum Beispiel Input braucht, können wir also mit Kompetenz und Mentoren zur Seite stehen.

Wir fördern das Gründungsvorhaben also mit unserer Erfahrung und einem sicheren Umfeld durch die feste Stelle für den Gründer – aber nicht mit Geld für das Startup. Wir fordern auch keine Anteile an den Startups.

Und was hat Capgemini davon?

Das ist für uns ganz klar – ziemlich viel: Engagierte Mitarbeiter mit Unternehmergeist, die neue Themen mit einbringen, und gegebenenfalls eine Partnerschaft mit dem Startup des Gründers.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Teilzeitgründers bei Capgemini dann aus?

Wir bieten eine 50%-Stelle bei Gleitzeit und vollem Überstundenausgleich in unserem Bereich Custom Solution Development. Unsere Aufgabe ist, Softwaresysteme nach Kundenanforderung zu erstellen, sowie fachliche und technische Beratung drum herum zu leisten.

Konkret arbeitet der Teilzeitgründer dann in einem unserer Projektteams, analysiert und bewertet die IT und Prozesse des Kunden, identifiziert Verbesserungspotenziale und gestaltet die Umsetzung von IT-Lösungen mit. Die Person wirkt also, je nach dem in welchem Projekt sie ist, bei allen Schritten im agilen oder klassischen Software-Entwicklungsprozess mit – von der Analyse und Fachkonzeption über die Gestaltung der IT-Architekturen bis hin zu Implementierung und Test.

Unsere Projekte finden zudem größtenteils direkt an unserem Standort in Stuttgart statt, die Gründer haben also ein stabiles Umfeld. Und da wir generell eine sehr familiäre Unternehmensatmosphäre und flache Hierarchien haben und leben, kann sich der Gründergeist jedes Mitarbeiters bestens entfalten – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Vielen Dank für das Gespräch, Jasmin!

Sie sind davon überzeugt, dass Sie der oder die Richtige für unsere Gründer-Teilzeitstelle in Stuttgart sind? Spitze! Bewerben Sie sich über unsere Ausschreibung. Eine Übersicht unseres gesamten Stellenangebots finden Sie in unserem Job-Portal.

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