Von der Energiewende zur Cloudwende – Teil 3: Cloud Technologien und Potentiale für Energieversorger

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Durch Cloud Computing können EVUs der disruptiven Gefahr durch Technologieunternehmen entgegenwirken und den digitalen Wettbewerb aktiv mitgestalten.

Im ersten Teil unserer Blogserie „Gegenwind für Energieversorger“ sind wir auf das Spannungsfeld von Liberalisierung, Energiewende und Digitalisierung eingegangen, welches die Energieversorger vor einem noch nie dagewesenen Veränderungsdruck stellt.

In diesem Spannungfeld kommt der IT eine zunehmend zentrale Bedeutung zu. Denn Technologieunternehmen wie z.B. Google u.a. stellen eine disruptive Gefahr dar und versuchen EVUs auf die Infrastrukturebene zurückzudrängen.

Der wesentliche Fokus der IT muss zukünftig sein, Potentiale neuer Technologien aufzuzeigen und dabei (wie in unserem zweiten Teil dieser Blogserie berichtet) in mindestens zwei Geschwindigkeiten als Mulit-Speed-IT aufzutreten. Zum einen muss durch effiziente IT-Prozesse und IT-Strukturen operative Exzellenz im traditionellen Geschäftsmodell sichergestellt werden. Zum anderen müssen sich EVUs zukunftsorientiert aufstellen, um am digitalen Wandel der Branche und Ihrer Kunden zu partizipieren.

Die einzige Möglichkeit dem gerecht zu werden, ist die Nutzung von Cloud Computing. Im Gegensatz zum langwierigen und teuren Aufbau von traditionellen Systemen sind IT-Ressourcen aus der Cloud bei Bedarf verfügbar („on demand“), werden nach Nutzung bezahlt (“pay per use”) und ermöglichen den Aufbau einer hocheffizienten automatisierten IT und den Einsatz von DevOps. Durch Cloud Computing wird die traditionelle Denkweise von Unternehmen im Hinblick auf IT-Ressourcen grundlegend verändert.

Welche Cloud-Dienste gibt es und welche Vorteile bieten Sie?

Die Cloud bietet viele Vorteile: höhere Flexibilität, Skalierbarkeit, Agilität und Effizienz sowie Stabilität und geringere Kosten.

Cloud Computing kann auf verschiedenen Arten erfolgen. Neben der Bereitstellungsform als public, private oder hybrid Cloud muss geklärt werden wie tief die Dienstleistung der Cloud erfolgen soll.

Infrastructure as a Service (Iaas)

Infrastructure as a Service (IaaS) beschreibt die Bereitstellung von virtualisierter IT-Infrastruktur. Beim IaaS nutzt ein Kunde Server, Storage, Netzwerk und die übrige Rechenzentrums-Infrastruktur als abstrakten, virtualisierten Service über das Internet. Über ein Service-Portal kann der Kunde Art und Bereitstellungsumfang der Infrastruktur-Komponenten wählen und bekommt diese automatisiert in wenigen Minuten zur Verfügung gestellt. Iaas lohnt sich vorallem bei schwer vorhersehbaren Bedarfen von Server-, Speicher- und Rechenkapazitäten als auch bei regelmäßigen signifkanten Bedarfsschwankungen, die zu Spitzenlasten führen.

Plattform as a Service (PaaS)

Eine Platform as a Service (PaaS)-Schicht automatisiert die Bereitstellung einer Entwicklungs- und Betriebsumgebung. Das Management von Datenbanken, Security, Integration, Entwicklungstools, dazugehörige Test- und Release-Prozesse und das Management der Betriebsumgebung werden konsequent automatisiert. Die Anwendungsentwicklung wird beschleunigt, der Entwickler muss nur noch den Code schreiben und der Plattform übergeben. Dabei profitiert er vom Zugang zu zahlreichen Entwicklungstools, Vorlagen, Codebibliotheken und Buildbacks und kann somit, mit agilen Methoden neue Funktionen innerhalb von Stunden bzw. Minuten für die Nutzung bereitstellen.

Software as a Service (SaaS)

Software as a Service (SaaS) liefert fertige Applikationen, die direkt vom Kunden als Webanwendung genutzt werden können. Betrieb, Weiterentwicklung und Wartung der Software übernimmt der SaaS-Provider. Dank geringerer Investitionsbeträge haben die Fachabteilungen von EVUs eine größere Entscheidungsgewalt bei IT-Systementscheidungen. Somit können sie sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft und die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen konzentrieren. Oftmals sind EVUs gezwungen in neue Software zu investieren, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Die Total Cost of Ownership einiger Systeme ist jedoch so hoch, dass sich die Geschäftsmodelle häufig dann aus dem Geld bewegen und das Geschäftsmodell aufgegeben werden muss. Ein aktuelles Anwendungsbeispiel sind Stadtwerke, die über SaaS-Lösungen die Integration der Gateway-Administrationsprozesse umsetzen wollen, um ihre Marktrolle als Messstellenbetreiber im Zuge des Smart Meter Rollouts zu sichern.

Der Weg in die Cloud ist also mehr als Vorteilhaft birgt aber auch Risiken. Wie bestreiten Sie den Weg in die Cloud konkret? Welche strategischen Vorüberlegungen sind erforderlich? Welche organisatorischen, architektonischen Aspekte sind im Detail zu berücksichtigen?

Antworten auf diese Fragen erhalten Sie in einem persönlichem Gespräch oder aber in unserem 4. Teil der Blogserie: Der Weg in die Cloud.

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Hier geht’s zu den anderen Blog-Beiträgen dieser Serie:

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