Vom 18. – 20. Juli 2018 findet der expedITion Summit auf unserem Weiterbildungscampus „Campus Serge Kampf Les Fontaines“ in der Nähe von Paris. Die Teilnahme an Workshops und Fachvorträgen ermöglicht den Summit-Besuchern auch dieses Jahr wieder Einblicke in verschiedenste Projekte bei Capgemini. Zudem besteht die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und so dem Einstieg bei Capgemini einen Schritt näher zu kommen.

Einer der Referenten auf dem expedITion Summit ist Alexander Heßeler. Als Experte für Künstliche Intelligenz (KI) wird er dort einen Workshop zum Thema Chatbots anbieten. Wir sprachen mit ihm über das Workshop-Programm, sein aktuelles Projekt und die Zukunft von künstlicher Intelligenz.

Alexander, wie bist du zu Capgemini gekommen und was gehört zu deinem Tätigkeitsbereich?

Ich bin Principal Consultant im Bereich Digital Customer Experience bei Capgemini am Standort München. Ich bin vor sieben Jahren angetreten, um das Thema „Vernetztes Fahrzeug“ bei Capgemini aufzubauen. Seit Februar 2017 leite ich ein Team, das im Rahmen einer Partnerschaft mit IBM „Cognitive Services“ einsetzt, um Prozesse unsere Kunden effizienter zu gestalten oder auch um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Cognitive Services sind vielleicht nicht jedem ein Begriff. Was können wir uns darunter vorstellen?

Cognitive Services basieren auf der Technologie des Cognitive Computing, oder anders gesagt: auf künstlicher Intelligenz. In unserem Fall arbeiten wir mit IBM Watson. Künstliche Intelligenz ist aber ein sehr weiter Begriff. Wir beschäftigen uns vor allen Dingen mit der Analyse von sogenannten unstrukturierten Daten. Das sind Daten, deren Inhalte nicht schon fein säuberlich vorliegen, sondern erst extrahiert werden müssen – zum Beispiel aus Bildern oder Geräuschen. Gelingt das, kann das System diese Daten weiterverarbeiten. Ein Beispiel: Wir können die KI darauf trainieren, auf Bildern Autos zu erkennen, z.B. für Polizeifahndungen. Auch die Erkennung und Verarbeitung von menschlicher Sprache durch Maschinen wird so ermöglicht: Gesprochene Sprache wird zunächst in einen Text überführt, den das System danach analysiert.

Du wirst im Rahmen des expedITion Summits einen Workshop zum Thema “Künstliche Intelligenz mit IBM Watson” halten. Was können die Teilnehmer dort lernen?

Konkret geht es in dem Workshop um das Thema Chatbots. Wir schauen uns an, wie er funktioniert und wie man ihn dazu bringt zu verstehen, welche Absicht oder Fragestellung ein Nutzer hat. Dazu müssen wir ihm beibringen, verschiedene Intentionen des Users zu unterscheiden – z.B. eine Begrüßung von einer Bestellabsicht oder einer Kontaktdatenänderung – und dem Nutzer dann entsprechen weiterzuhelfen.

Im praktischen Teil des Workshops entwickeln wir dann selbst Chatbots! Dabei dürfen sich die Workshop-Gruppen ganz frei ein Thema ausdenken. Letztes Jahr hat eine Gruppe zum Beispiel eine Idee für einen Chatbot entwickelt, der das perfekte Weihnachtsgeschenk findet. Ein anderer sollte Krankheitssymptome analysieren. Und im Anschluss präsentieren und pitchen die Teams dann ihre Ergebnisse, was oft sehr unterhaltsam ist.

Warum glaubst du, dass die Teilnehmer von deinem Workshop begeistert sein werden?

Das Thema künstliche Intelligenz ist eines der Zukunftsthemen. In der IT sind wir an einem kritischen Punkt angekommen – hin und wieder wird eine neue Programmiersprache entwickelt, aber im Prinzip ist das ausgereizt. Eine der nächsten Herausforderungen ist: Wie bringen wir einem Computer menschliche Fähigkeiten bei? Und genau darum geht es bei der Software für künstliche Intelligenz.

In meinem Workshop bekommen die Teilnehmer einen Einblick, was momentan schon möglich ist, und was nicht. Ich hoffe, den einen oder anderen dazu zu inspirieren, sich weiter an dem Thema auszuprobieren. Dafür gebe ich auch praktische Tipps, wo und wie man selbst KI-Services nutzen kann.

Wie sieht die Arbeit mit KI in deinem Job aus? Wie läuft ein typisches Projekt ab?

Meistens kommen die Kunden mit einem Problem zu uns und möchten wissen, ob es eine Lösung unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz gibt. Ein Beispiel: Ein Kunde aus der Automobilbranche möchte die Qualitätsprüfung am Ende des Lackierprozesses automatisieren, also Kratzer und Lackfehler aufspüren. Für einen Menschen ist das eine sehr ermüdende Arbeit, die ein Computer besser erledigen könnte. Im ersten Schritt testen wir deshalb, wie eine mögliche Bildaufnahme vor Ort erfolgen kann, d.h. welche Kameras und Bildwinkel wir am besten einsetzen, damit wir Aufnahmen erhalten, die dem KI-System zugeführt werden können. Dann trainieren wir das System, selbstständig Lackfehler zu identifizieren, und überprüfen wie hoch die Trefferquote ist, bzw. ob diese für einen produktiven Einsatz ausreichend ist.

Wie ist das Team strukturiert, das an so einem Projekt arbeitet? Hier müssen ja bestimmt sehr viele Kompetenzen abgedeckt werden.

Für alle Schritte setzen wir unterschiedliche Experten ein. Für den ersten Schritt, die Aufnahme von Daten z. B. über Sensoren, brauchen wir technische Experten, die sich mit Sensoren, Schaltkreisen und Verstärkern auskennen. Im nächsten Schritt, der Datenanalyse, geht es stärker um den IT-Aspekt; hier kommen Kollegen aus unserem Bereich Digital Customer Experience, sowie Insights & Data hinzu. Aber auch Kollegen aus dem Consulting-Bereich helfen mit, indem sie aus der Kundenanfrage einen Business Case gestalten und berechnen. Das ist wirklich eine interdisziplinäre Teamleistung.

Welche Bewerber sucht ihr für euren Bereich Digital Customer Experience? Was sollte die perfekte Kandidatin oder der perfekte Kandidat mitbringen?

Wir suchen junge Kollegen, die für das Thema digitale Innovation brennen; Digital Natives, die Lust auf wirklich bahnbrechende IT-Services haben. Idealerweise sind das Leute mit Programmierkenntnissen – Objektorientierung ist wichtig, vor allem Java und Python sind gefragte Sprachen. Technisch ständig up to date zu sein ist auch ein Muss. Außerdem ist es sehr wichtig, im Team arbeiten und programmieren zu können: KI ist keine One-Man-Show. Und wenn jemand sowohl mit Software-Entwicklern auf der technischen Ebene, als auch mit Kunden auf der Business-Ebene kommunizieren kann, dann sind wir sehr interessiert. Genau um solche Talente ausfindig zu machen, veranstalten wir im Juli 2018 den expedITion Summit.

Erzähl unseren Lesern zum Abschluss bitte noch, warum Sie unbedingt beim diesjährigen expedITon Summit dabei sein sollten.

Zunächst einmal: Die Qualität der angebotenen Workshops ist vom Feinsten, da kann jeder sehr viel mitnehmen. Außerdem treffen die Teilnehmer drei Tage lang auf viele Gleichgesinnte und können wunderbar netzwerken. Aber auch der Wettbewerb untereinander ist reizvoll: Es gibt z.B. einen Hackathon, bei dem man sich mit den besten Absolventen der Republik messen kann. Und nicht zuletzt lernen die Teilnehmer viel darüber, wie man gute Ideen nicht nur entwickelt, sondern auch vermarktet.

Natürlich sollen die Teilnehmer auch die Gelegenheit haben, Capgemini kennenzulernen. Dafür sind zahlreiche Mitarbeiter vor Ort, mit denen sich die Summit-Besucher austauschen können. Und ganz klar: Die Teilnehmer sind für uns alle potenzielle Kandidaten. Wer fachlich fit ist, gut im Team agiert und seine Meinung kompetent vertritt, den wollen wir bei uns haben. Ich glaube, uns steht ein ausgesprochen spannender expedITion Summit bevor.

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, zusammen mit Alexander Heßeler eigene Chatbots zu entwerfen, dann sollten Sie mit uns auf den expedITion Summit 2018 kommen. Auf dem Schloss Les Fontaines in der Nähe von Paris erwarten Sie viele hochkarätige Workshops, Einblicke in die Unternehmenskultur von Capgemini und ein Vor-Ort-Job-Interview. Und bei unserer Paris-Stadtrundfahrt oder der gemeinsamen BBQ-Party bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken. Melden Sie sich jetzt über unser Online-Formular an.

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