Inklusive Innovation: Es ist nicht eine Technologie allein

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Innovationen entstehen weniger aus singulären Technologien, als an Überschneidungspunkten. Erst wenn sich Technologien, Disziplinen und Geschäftsanforderungen treffen, entfacht der kreative Funke, der Neues schafft und Unternehmen für den Wandel wappnet.

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Schauen wir auf das aktuelle Beispiel Sprachassistenten. Sie erobern das Herz des Handels gerade im Sturm und verzücken Verbraucher, weil sie das Konzept One-Stop-Shop auf ein neues Level heben: Alles aus einer Hand – Produkte, Dienstleistungen und persönliche Assistenz. Es ist die kluge Verknüpfung der Technologien Cloud, KI und Machine Learning und der Bedürfnisse des modernen Menschen, die letztlich das Innovative am Konzept hinter Siri, Alexa und co. ausmacht.

Ähnliches findet sich in der Industrie: Hier kommen die schlauen, sprachgesteuerten Helfer zum Beispiel in der Smart Factory zum Einsatz und automatisieren Qualitätskontrollen mittels künstlicher Intelligenz. Dabei treffen Sprachsteuerung, Machine Learning und Automatisierung aufeinander und verschmelzen zu einer ausgeklügelten Form der Robotic Process Automation. Den Case dazu stellen meine Kollegen diese Woche auf der HMI vor. Besuchen Sie uns entweder am Stand D30 in Halle 6 oder heute bei der Vortragsreihe Digital Manufacturing Impact Day am 25.04.2018 in Halle 2, Raum Paris, wo wir über die digitale Zukunft der Industrie diskutieren werden.

Der Medici-Effekt

Folgt man dem Gedanken des „Medici-Effekt“, passiert echte Innovation an den Treffpunkten verschiedener Disziplinen. Nur deshalb konnte so etwas Bahnbrechendes wie die Renaissance stattfinden: weil sich verschiedene Ideen im richtigen Rahmen kreuzten. Genau dasselbe gilt für die digitale Welt. Innovationen entstehen, wenn wir neue Technologien kombinieren und z.B. IoT mit Deep Learning innerhalb eines Home-Automation-Systems zusammenführen, mit der Marketing und Commerce Cloud neue Kundenerlebnisse schaffen oder betriebliche Prozesse automatisieren/verbessern. Wenn wir Technologien hingegen per se betrachten, entsteht dadurch kein Wandel. Diesen Denkfehler machen aber viele Organisationen immer noch. Ja, sie müssen verstehen, wie die Technologien funktionieren, aber sie müssen auch die Prozesse in Betrieb haben, um ihr Zusammentreffen zu regeln und zu unterstützen. Das bedeutet Unternehmen müssen ein inklusives Umfeld schaffen, das Raum gibt und Impulse freisetzt für den kreativen Austausch. Fördern Sie also den Dialog ihrer unterschiedlichen Fachgebiete, Disziplinen und Inhouse-Kompetenzen!

„Innovationen entstehen, wenn wir neue Technologien kombinieren.“
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Wie organisieren Sie das? Die Antwort lautet: es kommt darauf an. Auf die Individualität jeder Organisation, auf die vorhandenen Kompetenzen und ihre Kultur. Untersuchen Sie Ihre Organisation mal auf diese Funktionsweisen hin. In der heutigen Zeit gibt es allen Grund, alles von der Pike auf nochmal neu zu überdenken – und keine Rechtfertigung, es nicht zu tun. Für hilfreiche Tipps und Hinweise empfehle ich das Buch „Social Physics“ des MIT. Es erklärt genau, wie diese innerorganisatorischen Dynamiken Ideen fließen lassen und so Innovationspotenziale wecken.

Drei grundlegende Tipps:

  • Holen Sie sich Informationen von außen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, in einer Echokammer festzusitzen, in der sich jeder nur ständig wiederholt.
  • Beenden Sie alle Grabenkämpfe zwischen CIO, CTO, CDO oder anderen CxOs. Was zählt ist die gemeinsame Strategie aller Geschäftseinheiten, in der Bedürfnisse, Visionen und Anforderungen aller Units zusammenlaufen.
  • Ermöglichen Sie eine offene und gleichberechtigte Diskussion, in der alle gesammelten Informationen diskutiert werden und ALLE Ideen zur Disposition stehen. Stellen Sie sicher, dass diese Runde nicht von einem Chef oder einer Disziplin dominiert wird. Sie meinen, das wird überbewertet? Denken Sie mal an Ihr letztes Management-Team-Meeting und überlegen Sie, ob wirklich alle dieselbe Redezeit hatten.

Wer sich am Erkenntnisgewinn aus „Der Medici-Effekt“ und „Social Physics“ in der Management-Praxis und Technologiebetrachtung orientiert, kann auch sein Unternehmen zu einem Innovationstreiber machen, ohne dass Teile der Organisation den ganzheitlichen Blick auf Technologien, Ideen und Disziplinen verstellen.

Sie haben Fragen zu diesem Thema oder suchen neue Impulse? Treffen Sie meine Kollegen auf der Hannover Messe. Sie finden uns die ganze Woche am Bitkom-Gemeinschaftsstand (Digital Factory Halle 6, Stand D30) oder heute auf unserem Digital Manufacturing Impact Day (Halle 2, Raum Paris). Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

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