Equal Pay Day: Bei Capgemini verdienen Frauen und Männer gleich viel

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Frauen sollten mehr Führungspositionen besetzen und sich nicht unter Wert verkaufen – das sagt Dr. Christin Hiergeist, Physikerin und Führungskraft bei Capgemini. Entgeltgleichheit ist da ein Schritt in die richtige Richtung.

Lohntransparenzgesetz - Dr. Christin Hiergeist

Der Equal Pay Day ist ein symbolischer Tag: Er zeigt den Unterschied, der zwischen der Bezahlung von Männern und Frauen nach wie vor herrscht. Rein rechnerisch arbeiten Frauen im Vergleich zu Männern zweieinhalb Monate umsonst, weshalb der Equal Pay Day dieses Jahr in Deutschland auf den 18. März fällt – den Tag, bis zu dem Frauen zusätzlich arbeiten müssten, um auf das Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen im Vorjahr zu kommen. Bei Capgemini ist das anders: Frauen und Männer verdienen gleich. Im Interview erzählt Dr. Christin Hiergeist, wie Frauen in Bezug auf ihr Gehalt mutiger werden können.

Welche Position hast du bei Capgemini?

Ich leite eine Einheit mit 170 Menschen, die sich mit dem Bereich Digital Customer Experience und der Umsetzung der digitalen Transformation beschäftigt. Meine Rolle ist die operative Steuerung der Einheit. Parallel dazu bin ich direkte Personalvorgesetzte von rund 20 Kolleginnen und Kollegen.

Was hast du studiert?

Ich habe Physik studiert und in dieser Fachrichtung auch promoviert. In meiner Doktorarbeit habe ich selbst programmiert und bin dadurch zur IT gekommen.

Wo hast du gearbeitet, bevor du zu Capgemini kamst?

Ich war als Entwicklerin und Teilprojektleiterin in einem anderen IT-Unternehmen tätig.
Im Jahr 2002 habe ich dann als Senior Software Engineer bei Capgemini angefangen.

Seit Januar gilt das neue Entgelttransparenzgesetz. Was wird sich deiner Meinung nach in Bezug auf die Entgeltgerechtigkeit zukünftig ändern?

Ich bin sicher, dass sich in Sachen Gehälter von Männer und Frauen noch einiges verändern wird. Ich sehe das aber nicht unbedingt als Folge des neuen Entgelttransparenzgesetzes, sondern als Ergebnis einer gesellschaftlichen Entwicklung. Ich bin begeistert, wenn ich die vielen jungen Frauen sehe, die gut ausgebildet und ehrgeizig sind und etwas erreichen wollen. Auch in der IT wird sich viel verändern – Frauen werden mehr und mehr hohe Positionen besetzen. Es wird einfach immer normaler, dass Frauen alle Arten von Führungspositionen übernehmen. Der weltweite Chief Sales Officer – Vertriebsleiter – bei Capgemini ist eine Frau. Vor Jahren war das noch eine klassische Männer-Position, und eine Frau in dieser Position wäre undenkbar gewesen. Heute ist das selbstverständlich. Deshalb bin ich optimistisch, vor allem im Hinblick auf die Entgeltgleichheit. Wir bei Capgemini motivieren junge Frauen und Schülerinnen, einen beruflichen Weg in der IT einzuschlagen. Hier kann man von Beginn an mehr verdienen als in vielen anderen Berufen. Capgemini unterstützt auch Aktivitäten wie die e-Mentoringplattform CyberMentor oder den Girls’Day, um junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern.

Herrscht bei Capgemini Entgeltgleichheit?

Bei der Capgemini Deutschland GmbH gibt es verschiedene Einstufungsgrade, nach denen Mitarbeiter vergütet werden. Wir überprüfen jährlich unsere Gehälter durch eine sogenannte Gender-Pay-Analyse, um mögliche Unterschiede in der Vergütungsstruktur von männlichen und weiblichen Beschäftigten zu erkennen. Dabei stellen wir fest, dass „gleiches Gehalt für gleiche Arbeit“ bei uns Realität ist. Das finde ich sehr schön, es überrascht mich aber auch nicht. Wir sind ein großes Unternehmen und haben sorgfältige Prozesse bei der Gehaltsfindung etabliert. Dadurch gibt es klare Spielregeln, und es entscheidet nicht etwa einer alleine über Gehälter.

Hast du Tipps für Frauen, wenn es um das Gehalt geht?

Ich finde es wichtig, dass Frauen sich mit dem Thema Gehalt beschäftigen und darüber informieren, was in der Branche bezahlt wird. In Vorstellungsgesprächen sollten sie auf die Frage nach ihrer Gehaltsvorstellung eine vernünftige Antwort geben können. Auch wenn das bei manchen Frauen eben nicht oberste Priorität hat, weil sie anderen Faktoren wie Kollegen, Standort, Aufgaben etc. mehr Gewicht geben. Ganz wichtig ist es, sich nicht unter Wert zu verkaufen. Es ist leider immer noch ein Frauen-Problem, dass man sich weniger zutraut, als man kann. Sicheres Auftreten, eine realistische Einschätzung seiner Fähigkeiten und gute Vorbereitung sind unverzichtbar. Der Equal Pay Day trägt dazu bei, dass Frauen sich mit dem Thema Entgelttransparenz beschäftigen. Deshalb ist er so gut und so wichtig.

Die Capgemini-Philosophie zur Entgeltgleichheit hat Sie neugierig gemacht? Dann informieren Sie sich doch einfach weiter über die Karrieremöglichkeiten bei uns! Für einen spannenden Werdegang wie den von Dr. Christin Hiergeist könnten Sie zum Beispiel als Senior Software-Ingenieurin oder als Projektmanagerin starten.

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