Graphic Processing Units (GPUs) machen den Weg frei für größere, komplexere neuronale Netze. Sie können nahezu linear skalieren, während klassische Machine-Learning-Algorithmen ab einer gewissen Größe an ihre Grenzen stoßen. So können die Netze deutlich größere Datenmengen verarbeiten und ihr gelerntes Wissen auf immer neuere Herausforderungen anwenden. 20 Jahre Winterschlaf münden heute in eine sich vor neuen Durchbrüchen überschlagende Entwicklung: Ein Computer, der besser Poker spielt, als jeder Mensch, weil er Eventualitäten schneller durchrechnet. Oder eine übermenschlich präzise Bild- und Texterkennung, ja sogar Gesichtserkennung, die sich ständig verbessert.

Kollege oder KI?

Für Unternehmen stellt sich nun die Frage: wann lohnt sich der Einsatz einer KI-Lösung? Dafür habe ich hier eine kleine Faustregel für Sie:

Alle Probleme, die

  1. ein Mensch
  2. in einer Sekunde

lösen kann, kann eine künstliche Intelligenz bereits jetzt oder in naher Zukunft übernehmen. Aber bitte ruhig Blut bewahren: künstliche Intelligenzen sind keine allwissenden Supermächte. Auch sie werden weder Aktienkurse vorhersagen noch die Lottozahlen kennen, weil es keinen Menschen gibt, der ihnen das beibringen könnte. Was der Mensch aber durchaus kann, ist simultan übersetzen oder einen BMW Z1 mit 200km/h im Vorbeifahren erkennen.

Wie wir also alle schon antizipieren können, werden die KI-Kollegen in vielen Bereichen das Arbeitsleben leichter machen. Zwei konkrete Szenarien habe ich in meinem ausführlichen Artikel zum selben Thema auf dem AI Trendletter skizziert – die Arbeit der Personalabteilung und die von Marketing und Kommunikation.

Sie wollen mehr über kreative Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz erfahren? Dann wenden Sie sich an unsere AI-Community.