Agile Operating Models: Der Schlüssel für langfristigen Erfolg im digitalen Zeitalter

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Die zunehmende Digitalisierung ist, wie so Vieles, Fluch und Segen zugleich. Einerseits eröffnen neue Technologien und Analyseverfahren, wie Industry 4.0 oder Big Data & Analytics, zuvor unvorstellbare Potenziale. Lesen Sie mehr im Blockartikel von Christina Wawarta.

Einerseits eröffnen neue Technologien und Analyseverfahren, wie Industry 4.0 oder Big Data & Analytics, zuvor unvorstellbare Potenziale. Andererseits üben sie einen hohen Veränderungsdruck aus, der bereits einige prominente Beispiele, wie Blockbuster und Kodak, gekostet hat. Die Adaptionsfähigkeit von Unternehmen kann daher als einer, wenn nicht als der wichtigste Erfolgsfaktor der heutigen immer dynamischeren und digitalen Welt gesehen werden. Laut einer aktuellen Studie von Capgemini Consulting (Link folgt in Kürze) sehen sich jedoch nur 48% dazu in der Lage relevante Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass strategische Agilität ganz oben auf der Agenda von Top Managern steht.

Agile Operating Models als strategische Antwort auf neue Marktgegebenheiten?

 Die Reaktionsfähigkeit – oder auch Agilität – von Unternehmen wird grundsätzlich durch zwei Faktoren bestimmt:

  1. Die Fähigkeit Veränderungen im Markt frühzeitig zu erkennen (Sensing)
  2. Die Fähigkeit schnell Entscheidungen zum Umgang mit der veränderten Situation zu fällen und diese zu implementieren (Responding)

Obige Fähigkeiten gehen über das Maß agiler Arbeitsweisen oder Prozess- und  Projektmanagementansätzen wie SCRUM hinaus. Sie erfordern vielmehr eine strategische Auseinandersetzung mit dem Thema Agilität. Das Operating Model mit seinen neun Elementen stellt daher das adäquate Level zur strategischen Verankerung von Flexibilität im Unternehmen dar.

Abbildung 1: Elemente eines Operating Models

Einfach ausgerückt legt das Operating Model – als „Blaupause“ der Organisation – die strukturelle Basis für die Implementierung der Strategie. Es definiert und fördert damit die Fähigkeiten zum „Sensing“ und „Responding“ und sorgt dafür, dass diese umfassend und mit einem gleichen Verständnis im Unternehmen verankert werden. Dafür müssen die neun Elemente des Operating Models so ausgestaltet werden, dass diese nicht nur die Agilität des Unternehmens fördern, sondern auch stimmig, also kongruent, ineinandergreifen. Denn nur wenn die Agilität und Kongruenz eines Operating Models im Einklang stehen, kann das volle Potenzial einer Organisation ausgeschöpft werden.[1]

Wie kann die Agilität von Operating Models konkret gesteigert werden?

 Eine unserer internationalen Studien (Link folgt in Kürze) identifizierte kürzlich konkrete Maßnahmen, die wesentlichen Einfluss auf die Agilität von Operating Models haben. Diese fokussieren auf diejenigen vier Elemente des Operating Models, welche die größten Hebel zur Steigerung von Agilität darstellen. Die komplette Studie finden Sie hier (Link folgt in Kürze):

Abbildung 2: Maßnahmen für ein agileres Operating Model

 Die Grafik zeigt beispielhafte Maßnahmen, um die Agilität von Operating Models zu verbessern und nachhaltig zu verankern. In der Konsequenz führt dies dann dazu, dass die zunehmenden Marktdynamiken und Systemunsicherheiten gesamthaft besser adressiert werden können. Die Maßnahmen sind allesamt von struktureller Natur und zeigen, dass das Thema „agiles Operating Model“ strategische Relevanz hat. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist daher, dass dies entsprechend im gesamten Unternehmen erkannt und anschließend effektiv in dessen Strategie sowie den daraus abgeleiteten Zielen und Prioritäten verankert wird.

Welche Einflussfaktoren spielen künftig für Operating Models eine entscheidende Rolle?

 Viele Indikatoren sprechen dafür, dass der Veränderungsdruck auf Unternehmen noch weiter steigen wird. Künftige Operating Model Einflussfaktoren, wie Big Data & Analytics, die zunehmende Wettbewerbsintensität und -schnelligkeit (auch Hypercompetition genannt) sowie disruptive Kräfte getrieben durch Politik und Legislative, machen dies wahrscheinlich.

Abbildung 3: Künftige Operating Model Einflussfaktoren

Aufgrund der zunehmenden Relevanz des Themas, starten wir in Kürze eine neue Blogserie mit dem Titel „Organizational Excellence“, welche die Auswirkungen dieser Trends auf die einzelnen Operating Model Elemente im Detail beleuchtet und interessante neue Einblicke sowie Lösungsansätze bietet. Seien Sie also gespannt!

[1] Für weitere Informationen zum Thema Kongruenz siehe: Capgemini Consulting. 2017. Agile + Congruent = Healthy Operating Model.

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