Neue Möglichkeiten entfalten sich heute mit jedem Wimpernschlag. Trotzdem gibt es auch hier Kontinuität: die Technologien, die den Wandel tragen. Diese drei Dauerbrenner zeigt mein Themenranking für 2016/17:

  1. Nicht ohne meinen Roboter

Ob Software oder physisch, Roboter lassen CIO-Fantasien die wildesten Experimente denken. Sie haben von den drei Themen hier noch den stärksten Trendcharakter. Die Fertigung, die Pflege, die Logistik. Sie kennen den Maschinenmensch bereits in der Praxis. Im großen Ganzen ist ihr Einsatz bisher aber mehr partiell statt flächendeckend. Schleichender und allgegenwärtiger ist der Einzug der Automatisierung hingegen im Backoffice. Auch hier wird die Datensicherheit eine zentrale Rolle spielen, ebenso wie viele noch ungeklärte rechtliche und Haftungsfragen. Außerdem zu organisieren: die Integration der Roboter in die bestehende System- und Prozesslandschaft; und die Akzeptanz bei Mitarbeitern für die „neuen Kollegen“.

  1. Schöne vernetzte Welt

Eine Form der Digitalisierung bildet das Internet der Dinge (IoT). Ein Netz mit zahllosen Knotenpunkten. Sie bedeuten Möglichkeiten genauso wie Abhängigkeiten; eine gekappte Verbindung und der Informationsfluss liegt brach. Die technologische Aufgabe für CIOs ist immens, aber der Gewinn noch schwer bestimmbar. Eine Schwierigkeit wird sein, für einheitliche Standards und Sicherheit zu sorgen. Bald 20 Milliarden vernetzte Geräte ergeben 20 Milliarden neue Einfallstore. Wenn das IoT ein Erfolg werden soll, darf es da keine bis nur wenige Pannen geben. Richtig raffiniert wird das im Internet der Dinge im Zusammenspiel mit anderen Technologien: Cloud, Big Data, Künstliche Intelligenz. Sie bringen Dynamik, machen das IoT-Handwerk aber auch stetig komplexer. Hier wird eine Menge Expertenwissen gefragt sein.

  1. Der Wechsel in die Wolke

Sie fühlt sich an, wie ein alter Hut, und nicht wie ein aktueller Trend. Besprochen wurde die Cloud bereits sehr ausführlich. Das wird sich nicht ändern – und das soll es auch nicht. Warum? Weil sie die Realität bildet, mit der sich die IT jetzt aktiv auseinandersetzt. Weil sie den Wandel jetzt „enabled“ und jetzt auf Hürden stößt. Der Weg in die Zukunft läuft nicht ohne Cloud – das haben mittlerweile alle verstanden, aber gehen müssen sie ihn noch. Die Konzepte dafür reichen nun bis zu Cloud First und Cloud Only. Dieses „jetzt und hier“ setzt die Cloud für mich ganz oben auf die Agenda. Herkulesaufgabe dabei: Die strukturelle Basis, die Altsysteme.

Ich bin gespannt, welche Bilanz wir zu diesen drei Technologien bereits zum Ende des kommenden Jahres ziehen können. Mein Tipp für Sie: Verfolgen Sie die Geschehnisse zu diesen Themen! Nutzen Sie die Erfahrungswerte anderer und sprechen Sie über Ihre eigenen! Zum Beispiel bei uns im Blog.

Und nun schalten Sie den Laptop bitte aus, die IT wird schließlich auf Sie warten, und feiern Sie ein frohes Fest!