Gymnasium – Studium – Karriere? Das geht auch anders. Um das zu zeigen, möchte ich Euch von meinem alles andere als geradlinigen Weg vom Hauptschüler zum Software-Ingenieur berichten. Nach der siebten Klasse in der Hauptschule bin ich mit dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung in die Realschule gewechselt, bevor ich 2004 meine mittlere Reife erwarb, mit dem unbedingten Willen, Fachinformatiker zu werden. Mit über 80 Bewerbungen ging ich ins Rennen und bekam schnell genauso viele Absagen, wie ich Bewerbungen geschrieben hatte. Da erinnerte ich mich an einen Vortrag der Bundeswehr an unserer Schule, in dem der Wehrdienstberater von zivilen Ausbildungsberufen bei der Bundeswehr mit einem ordentlichen Gehalt gesprochen hatte. Im Internet informierte ich mich über das Ausbildungsangebot und fand auch den Beruf des Fachinformatikers darunter. Eine Bewerbung und ein Schreiben mit der Bitte um vorzeitige Musterung später, fand ich mich im Zentrum für Nachwuchsgewinnung Süd in München wieder.

Den Einstellungstest, der aus logischem Denken, Mathematik und Sport bestand, machte ich mit links und hatte somit die Eignung, mich zu verpflichten. Mit der Unterschrift für einen Zeitraum von 8 Jahren hatte ich auch die Ausbildung zum Fachinformatiker endlich sicher.

Am 01.01.2005 begann schließlich meine Grundausbildung bei der Infanterie in Hammelburg. Nach verschiedenen Stationen konnte es dann auch mit der Ausbildung zum Fachinformatiker losgehen. 2007 machte ich die IHK Prüfung und wurde somit endlich Geselle in meinem Wunschberuf. Doch auch nachdem ich dieses Ziel erreicht hatte, machte ich mir ständig Gedanken über meinen weiteren Karrierepfad nach der Bundeswehr – bis ich eines Tages von dem dritten Bildungsweg las. Studieren ohne Abitur – schnell war mir klar, dass ich das versuchen wollte.

Also bewarb ich mich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg  / Schweinfurt und konnte mein Studium der Wirtschaftsinformatik im März 2012 beginnen. Im Verlauf meines Studiums wurde ich schließlich durch ein Werbeplakat in meiner Hochschule zu einem der expedITion Workshops auf Capgemini aufmerksam. Das Thema war „Change IT! Vom Wasserfall zu Agilität in Großprojekten“  – das klang sehr spannend! Zudem wurden An- und Abreise vom Unternehmen bezahlt. Als Teilnehmer dieses Workshops hatte man zusätzlich die Möglichkeit, ein Gespräch mit einem Personalverantwortlichen des Unternehmens zu führen. Also ergriff ich meine Chance, meldete mich an und brachte zu dieser 20-minütigen Unterredung gleich meinen Lebenslauf mit. Der Workshop in Nürnberg und das Gespräch haben riesig viel Spaß gemacht und mein Interesse für Capgemini noch weiter verstärkt. Am Ende des Tages wurde ich dann gefragt, ob ich nicht als Werkstudent in der Nürnberger Niederlassung arbeiten möchte. Kurz darauf erhielt ich schon meinen Vertrag als Werkstudent und bekam gleich mein erstes, eigenes, kleines Projekt.

Während meiner Tätigkeit als Werkstudent bekam ich auch die Möglichkeit, meine Bachelorarbeit in einem großen Projekt von Capgemini zu schreiben, was ich natürlich dankend annahm. Insgesamt war ich 1 Jahr lang für das Unternehmen als Werkstudent und Bachelorand tätig und habe in dieser Zeit sehr viel gelernt. Meine Hoffnung auf eine Festanstellung wurde in dieser Zeit immer größer. Im April 2014, nach dem Abschluss meines Bachelor-Studiums, hat sich dieser Wunsch schließlich erfüllt: ich wurde festangestellter Software-Ingenieur bei Capgemini am Standort Nürnberg und arbeite aktuell in einem der größten Projekte von Capgemini. Wie man sieht, führen viele Wege ans Ziel, wenn man zielstrebig daran arbeitet. Und so kann es auch passieren, dass man über Hauptschule, Bundeswehr und Ausbildung schließlich bei einem der größten IT-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland landet!

Möchtest du wie Patrick Capgemini bei einem unserer expedITion Workshops genauer unter die Lupe nehmen? Dann bewirb dich jetzt und sei noch im November an einem unserer Workshops in ganz Deutschland dabei!