Wavebreak Media | © ThinkstockIch verfolge nun seit einigen Jahren die Diskussion über In-Memory Datenbanken, mit Fokus auf SAP HANA. Und immer wieder wird die Frage gestellt: „Was bringt mir denn dieses SAP HANA eigentlich?“. Ich antworte dann irgendetwas höfliches, weiß aber gleichzeitig, dass das weitere Gespräch einen zähen Verlauf nehmen wird.

Manchmal –  selten –  kommt jedoch eine ganz andere Frage aus dem Business: „Bei uns weiß die rechte Hand nicht, was die linke tut, und sowohl unsere Kunden als auch unsere Zulieferer müssten wir besser kennen – kann SAP HANA da was tun?“ Dann werde ich hellhörig. An genau diesem Punkt wird es spannend.

Denn in der Frage liegt schon die Antwort: Ja, HANA kann etwas tun, nämlich Mehrwert schaffen durch schnellere Vernetzung, Angleichung und Verarbeitung großer Datenmengen. In den letzten Jahren hat sich zwar einiges in der Datenverarbeitung getan, aber es gab immer noch einen technischen Grund, Systeme, Auswertungen und Daten voneinander zu trennen und nur über sogenannte „Aggregationsprozesse“ zusammenzufassen. Diese Barriere fällt nun durch Technologien weg, von denen eine eben „SAP HANA“ heißt.

Wenn wir also den Bedarf sehen und den unternehmerischen Mut haben, eine neue Stufe auf dem Weg zum systembruchfreien, transparenten, agierenden, wissenden Unternehmen zu erklimmen, dann können wir viel bewegen:

  • Der CEO kann Marketing, Vertrieb und Produktstrategien komplett neu im Netzwerk aus Kunden, Zulieferern und den eigenen Abteilungen durchplanen und simulieren. Diese Vernetzung braucht Mut, neue, moderne Strukturen gegen alle Widerstände aus der „alten Produktion“ einzuführen.
  • Der COO kann Logistik, Produktion und Serviceleistungen viel enger miteinander verzahnen und eine konzertierte Leistung an den Markt bringen. Die Energieunternehmen, die SmartMeter einführen, schauen sich diese Verzahnung momentan genau an.
  • Der CFO kann komplett neu planen, weil er virtuelle und reelle Unternehmensabschlüsse im Minutenbereich abfragen kann. Die entsprechende Transparenz schaltet die Interpretationsebenen aus und erlaubt schnelle Simulationen.
  • Der CIO kann viel agiler als Partner gegenüber dem Board auftreten und sowohl Zahlen als auch Applikationen liefern. Die Diskussion um technische Machbarkeit und Performance weicht einer gemeinsamen Gestaltung des Mehrwertes für das Unternehmen.

Sind Sie auf dieser innovativen Seite im Unternehmen tätig? Sind Sie bereit, sich neu zu erfinden? Dann freue ich mich zu hören, wie Sie das machen. Oder führen Sie noch eine Endlosdiskussion in verwaltenden, veraltenden Organisationen, die als „First Follower“ ihren Status quo bewahren und denen es genügt, weiter Kosten zu optimieren? Vielleicht finden wir in der Diskussion einen Weg, wie man das ändern kann.

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