Obwohl die wirtschaftlichen Aussichten derzeit ungewiss sind, steigen die IT-Budgets des kommenden Jahres in den meisten Unternehmen leicht an. Die Vorabergebnisse der IT-Trends 2013 zeigen, dass 41 Prozent (Vorjahr 38 Prozent) der Befragten von mehr Budget ausgehen. Darüber hinaus ist die Zahl der CIOs, die von Kürzungen betroffen sind, um zwei Prozentpunkte gesunken. Bei gut einem Drittel ändert sich in diesem Jahr nichts, darunter viele Unternehmen aus dem Handel. Dieses Ergebnis überrascht, denn zum Zeitpunkt der Umfrage im September und Oktober dieses Jahres war das Konsumklima im Gegensatz zur allgemeinen Wirtschaftsstimmung positiv.

Unternehmen investieren weiterhin in Innovation

Der größte Anteil der IT-Ausgaben (28 Prozent) fließt in die Aktualisierung von Infrastruktur-Komponenten. Die Ausgaben für größere Updates und Harmonisierungen sind in diesem Jahr allerdings zugunsten kleinerer Updates und Softwareanpassungen um drei Prozentpunkte gesunken. Für die Entwicklung von Innovationen werden wie im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 22 Prozent des Budgets aufgewendet, von denen circa ein Drittel in die Evaluierung neuer Technologien und knapp zwei Drittel in Umsetzungsprojekte inklusive Beschaffung, Entwicklung und Implementierung gesteckt werden.

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Fachabteilungen gewinnen Einfluss

Sorge bereitet vielen CIOs, dass die Fachbereiche einen immer höheren Anteil an den Technologieausgaben der Unternehmen haben. Innerhalb eines Jahres stieg er von 16 auf 19 Prozent. Dadurch könnte vor allem die Standardisierung und Automatisierung der IT-Landschaft und der Prozesse erschwert werden und eine Schatten-IT mit neuen Datensilos entstehen. Diese Befürchtungen sind durchaus berechtigt, da lediglich knapp die Hälfte der CIOs in jede IT-Investitionsentscheidung der Fachseite eingebunden ist. Fachabteilungen geben ihr Budget aber nicht wie häufig vermutet in erster Linie für Cloud Services externer Anbieter aus (20 Prozent der CIOs berichten von diesem Verwendungszweck), sondern investieren in erster Linie in Pilotprojekte zur Evaluierung neuer Geschäftsprozesse (43 Prozent) oder neue Hardware wie beispielsweise Smartphones und Tablets (30 Prozent).

Für die IT-Trends 2013 wurden im September und Oktober dieses Jahres 168 IT-Verantwortliche von Großunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die vollständige Auswertung der Ergebnisse wird Ende Januar 2013 veröffentlicht.

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